Neue Regionalpolitik 03.09.2016

44000 Franken für Sensler Badprojekt

Wird sich im Sensebezirk bald ein neues Schwimmbecken mit Wasser füllen? Bild Corinne Aeberhard/a
Das Sensler Schwimm-, Sport- und Badezentrum erhält von der Neuen Regionalpolitik 44000 Franken. Damit kann die Arbeitsgruppe eine Studie in Auftrag geben, die abklären soll, wo und in welcher Form ein Schwimmbad sinnvoll wäre.

Schwimmbäder sind Mangelware im Sensebezirk. Zudem fehlt es an Schlechtwetterangeboten für Touristen. Darum ist die Arbeitsgruppe für ein Sensler Schwimm-, Sport- und Badezentrum seit Anfang Jahr daran, ein Projekt für ein Schwimmbad im Sensebezirk zu erarbeiten. «Das Projekt hat eine erste Hürde genommen», sagte Daniel Bürdel, CVP-Grossrat und Vize-Syndic von Plaffeien, gestern vor den Medien. Denn die Neue Regionalpolitik unterstützt eine Standort- und Machbarkeitsstudie mit 44 000 Franken; das sind zwei Drittel des Gesamtbetrags. Für die restlichen 22 000 Franken kommen Tourismus Schwarzsee-Senseland, die Region Sense und die Gemeinden Plaffeien und Giffers auf.

«Ein Bad kann rentieren»

Die beiden Gemeinden sind mögliche Standorte des Schwimmbads. «Plaffeien und Giffers sind interkommunale Zentren, daher bieten sie sich als Standort an», sagte Bürdel. Auch Schwarzsee wäre möglich: «Schwarzsee ist ein touristischer Schwerpunkt, zudem wurde dort das Zivildienstzentrum Campus erstellt, und ein Sportzentrum entsteht.» Ein Schwimmbad wäre da ein gutes Zusatzangebot, sagte Bürdel. «Damit könnten wir das Tourismusangebot attraktiver machen.» Die Arbeitsgruppe hat verschiedene Bäder in den Kantonen Bern und Luzern besucht. Das wichtigste Fazit: «Ein Bad kann rentieren», wie Bürdel sagte. «Es braucht aber eine individuell an die Region angepasste Lösung.»

Das Ingenieurbüro Kannewischer aus Cham wird denn auch in der Studie die Bedürfnisse im Sensebezirk ermitteln. Dabei soll der Schwimmunterricht in der Schule ebenso Platz haben wie die Bedürfnisse von Bevölkerung und Touristen. Zudem wird das Ingenieurbüro Vorschläge für ein geeignetes Betriebsmodell machen: Soll nur die öffentliche Hand das Schwimmbad bauen, oder ist eine Partnerschaft mit privaten Investoren anzustreben? «Die Abklärungen werden zeigen, in welche Richtung die Reise geht», sagte Christian Luder, Vizepräsident von Tourismus Schwarzsee-Senseland. Die Ergebnisse werden in zwei bis vier Monaten vorliegen.

Zum Projekt

Kantonsgelder für Schwimmbäder

Die Verordnung über die Subventionierung von Schwimmbädern im Kanton Freiburg sieht vor, dass sich der Staat mit einereinmaligen Investitionan deren Bau beteiligt; bei Schwimmbädern von kantonaler Bedeutung mitmaximal sechs Millionen Franken. Ein solches Schwimmbad muss über ein 25 Meter langes Hauptbecken, ein Lernschwimmbecken, ein Plansch- sowie ein Sprungbecken verfügen. Die Arbeitsgruppe für das Sensler Schwimm-, Sport- und Badezentrum hat vor, diese Subventionen zu beantragen. Sie muss das Gesuch bis Ende 2025 einreichen.njb