Tafers 18.05.2015

Das Amthaus erhält eine neue Treppe

Der räumlich grosszügig gestaltete Aufstieg zum Amthaus in Tafers wird schon bald zur Baustelle.Bild Aldo Ellena/a
An der Gemeindeversammlung von Tafers haben die anwesenden Bürgerinnen und Bürger am Freitagabend gleich zwei Kreditbegehren einstimmig genehmigt. Die gute Jahresrechnung 2014 legitimiert die Investitionen in die Bauprojekte.

Die repräsentative Treppe des Amthauses Tafers zeigte bereits einige Jahre nach der Fertigstellung im Jahr 1991 Risse im Granit und lose Steinplatten. Der fortschreitende Zerfall der Treppe ist auf eindringendes Wasser in den zu grossen Räumen zwischen Granit und Untergrund zurückzuführen. Dieses gefriert im Winter und spaltet die Platten auf. Jedes Jahr fallen für die Gemeinde Tafers deshalb teuere Unterhaltsarbeiten an. Doch damit soll jetzt Schluss sein: Die Bürger von Tafers genehmigten an der Gemeindeversammlung am Freitagabend die Gesamtsanierung der Treppe. Für das Projekt sprachen die 33 Stimmbürger einstimmig einen Kredit von 103 000 Franken. Wie Gemeinderat Kuno Bertschy ausführte, entspricht die Treppenlandschaft vor dem Amthaus dem Volumen einer 17 Stockwerke hohen Standardtreppe. Die bestehende Treppe wird nun abgebrochen und von Grund auf erneuert. Das dafür vorgesehe- ne Verfahren habe sich be- reits bei der Sanierung der Treppe der OS Tafers bewährt, so Bertschy.

Neues Trottoir

Einen weiteren Kredit sprachen die Bürger von Tafers für den Neubau eines Trottoirs von 171 Metern Länge an der Mariahilfstrasse Richtung Düdingen. In den letzten Jahren sind ausgangs Dorf auf der rechten Seite mehrere Gewerbebauten realisiert worden. Die Sicherheit sei für die Fussgänger auf diesem Strassenabschnitt momentan aber nicht gewährleistet, betonte Gemeinderat Gaston Waeber. «Ich möchte euch heuteAbend dieses Trottoir schmackhaft machen», sagte er. Da- mit schien er Erfolg zu ha- ben. Die Tafersner genehmigten den Kredit von 173 000 Franken einstimmig.

Die Spendierfreudigkeit der Bürger am Freitag hing wohl unter anderem mit der guten Jahresrechnung 2014 zusammen. Die laufende Rechnung schliesst mit einem Gewinn von rund 43 000 Franken bei Aufwand und Ertrag von gut 14 Millionen Franken. Im Budget vorgesehen war eigentlich ein Verlust von 92 000 Franken. Die Gemeinde tätigte freie Abschreibungen von gut 992 000 Franken. Laut Amman Josef Cattilaz trugen vor allem die höheren Steuereinnahmen zum guten Ergebnis bei. Cattilaz sprach deshalb von einem «erfreulichen Abschluss». Die Investitionsrechnung 2014 schliesst mit einem Ertrag von gut 308 000 Franken. Gründe für den Investitionsertrag sind der Verkauf des Hotels Taverna (die FN berichteten) und ein Landverkauf. Die Bürger genehmigten die laufende Rechnung und die Investitionsrechnung einstimmig.

Der Gemeinderat informierte die Bürger zudem über den Stand der Fusionsvorbereitungen mit St. Antoni. «Es gibt viel zu tun», so Ammann Cattilaz. «Wir wollen die Bürger vor der Konsultativabstimmung gut informieren können». Letztere findet am 18. Oktober statt.

Jugendarbeit: Vielfältiges Programm in Aussicht

A n der Gemeindeversammlung vom Freitag stellte die Jugendarbeit Sense Mitte ihr neues Programm vor. Dem bisherigen Jugendarbeiter David Aebischer steht dabei seit diesem Jahr Nina Hausammann als zweite Jugendarbeiterin zur Seite. Die Jugendarbeiter planen 2015 ein Konzertprojekt mit der Primar- und Orientierungsschule Tafers. Im Oktober und November verwirklichen sie mit den Jugendlichen zudem ein Hörspiel, das im Dezember öffentlich vorgestellt werden soll. Darüber hinaus bieten die Jugendarbeiter ein zweitätiges Naturerlebnis und eine Jobbörse an.

Am 12. Juni stellt sich die Jugendarbeit an einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vor. Die Jugendarbeit in Tafers wurde in der Vergangenheit kritisiert (die FN berichteten). Nun scheint aber alles auf guten Wegen zu sein. «Ich sehe, da geht etwas», kommentierte Ammann Josef Cattilaz zufrieden. lr