Tafers 16.06.2015

Ein gepimpter Bauwagen als Aushängeschild

Street-Art am Bauwagen: Die Stolliqi-Brüder verzieren sein Äusseres.Bild Charles Ellena
Von den «Wùy ù Ay»-Highland-Games haben Jugendliche einen alten Bauwagen übernommen. In mühsamer Kleinarbeit bauten sie diesen von der Abstellkammer zum mobilen Treffpunkt um. Ab sofort soll der Wagen jeden Freitag in eine andere Sense-Mitte-Gemeinde ziehen.

Nur wer ganz genau hinschaut, erkennt auf der Rückseite des Bauwagens noch die Aufschrift «Wùy ù Ay». Denn ausser den verwitterten Buchstaben deutet nichts mehr auf dessen Vergangenheit hin. Mit viel Gefühl und einer ruhigen Hand haben die Brüder Alban und Lirigzon Stolliqi in grossen Lettern «Room» auf den Wagen gesprayt. So werde die Verbindung zum «Rümli», dem Taferser Jugendtreff, hergestellt, erklärt Alban Stolliqi gegenüber den FN. Auch das Innenleben des Bauwagens hat sich stark verändert.

Ein grosses Stück Arbeit

 Ganz nach dem Motto «Pimp my Bauwagen» haben Jugendliche den Wagen von der Abstellkammer der Highland-Games zum mobilen Treffpunkt umgebaut. «Viel Gerümpel und Müll waren im Wagen, bevor wir ihn ausgeräumt haben», erklärt Roman Sturny. Gemeinsam mit seinen Kollegen hat der Jugendliche den Wagen entrümpelt. «Nach der Reinigung haben wir den Wagen innen weiss gestrichen», fügt er an. Während die Jungs fürs Grobe zuständig waren, haben sich die Mädchen um die Feinarbeiten gekümmert. Laut Roman Sturny sind die Motive im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt worden: «Alle durften Ideen einbringen und Skizzen machen.» Im Anschluss seien die besten ausgewählt worden. So prangen auf einer Wand im Innern des Wagens die Namen von Weltmetropolen wie London, Paris oder New York neben denen der fünf Sense-Mitte-Gemeinden Tafers, Alterswil, Heitenried, St. Antoni und St. Ursen. Zehn Jugendliche seien an zehn Renovationsarbeiten des Bauwagens beteiligt gewesen.

Für Jugendliche und Eltern

«Ich fand die Idee, den Bauwagen umzubauen, super», so Roman Sturny. Er zeige den Erwachsenen, dass die Jugendlichen auch anpacken würden. Der Jugendarbeiter David Aebischer ist mit dem Projekt ebenfalls sehr zufrieden. «Wenn die Jugendlichen etwas selber machen, tragen sie mehr Sorge und haben einen anderen Bezug dazu.» Fortan soll der Wagen jeden Freitag in eine andere Sense-Mitte-Gemeinde ziehen und als Treffpunkt dienen. Gemäss Aebischer sei der Wagen aber auch eine optimale Möglichkeit, um den Eltern die Tätigkeiten der Jugendarbeit näherzubringen.