Primarschule Düdingen 15.12.2012

«Es herrscht ein richtiges Spendenfieber»

Eine sechste Klasse aus Düdingen sammelt mit Musizieren Geld. Bild Charles Ellena
Elf Kinder der Primarschule Düdingen singen mit dem Freiburger Sänger Gustav für die Aktion «Jeder Rappen zählt». Die Schule hat das zum Anlass genommen, verschiedenste Sammelaktionen zu organisieren. So sind schon 16300 Franken zusammengekommen.

Elf Kinder der Primarschule Düdingen singen in «100 000 Gouttes d’Eau» von Gustav mit. Das Lied ist der diesjährige Titelsong der Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» (JRZ). Deshalb hat die ganze Schule Geld gesammelt. «Es ist ein richtiges Spendenfieber ausgebrochen», sagt Eliane Aebischer, Leiterin der Primarschule Düdingen. So sang beispielsweise eine sechste Klasse vor dem Coop und der Migros in Düdingen Weihnachtslieder und sammelte so Geld. Zwei Kindergartenklassen bastelten Karten und verkauften diese und wieder andere Kinder backten in der Schule Lebkuchen, den sie anschliessend eigenständig verkauften.

«Schön ist, dass viele Schüler Eigeninitiative zeigen», sagt Aebischer. So hätten einige mit ihren Müttern Kuchen gebacken und verkauft und andere würden ihr Taschengeld spenden. Die rund 600 Primarschulkinder in Düdingen haben grossen Einsatz geleistet: Es sind bereits 16 300 Franken zusammengekommen. Eine Düdinger Firma hat 3000 Franken dazu beigetragen.

Am Montag bringt die Primarschule Düdingen nun einen Spendenbetrag nach Luzern in die JRZ-Glasbox. Die elf Kinder singen dann in der Glasbox. «Als die Kinder die Einladung bekommen haben, in Luzern zu singen, dachte ich mir, dass sie nicht mit leeren Händen gehen sollten», sagt Eliane Aebischer. Sie habe sich mit ihrem Schulleitungspartner abgesprochen. Dieser fand die Idee, Spendenaktionen zu starten, gut. Im Gemeindeblatt publizierte die Schule daraufhin einen Artikel mit einem Hinweis auf ein Spendenkonto, und die Homepage der Schule ist auf «Jeder Rappen zählt» ausgerichtet. «Es ist super, dass Kinder mit Gustav singen können. Die Spenden kommen aber von der ganzen Schule», so Aebischer.

Zugang zu Trinkwasser

In der ganzen Schule ist denn auch die Thematik des diesjährigen «Jeder Rappen zählt» behandelt worden: Es wird Geld gesammelt für Hilfsprojekte in Entwicklungsländern, um den Menschen den Zugang zu Trinkwasser zu sichern. «Wir wollten den Kindern zeigen, dass vieles, was wir haben, nicht selbstverständlich ist», sagt Aebischer.

Dass die elf Kinder mit Gustav singen können, haben sie einer Lehrerin zu verdanken, die im Gustav-Chor beim «Kampf der Chöre» mitgemacht hatte. «Gustav hat sie an einem Wochenende angerufen und gesagt, er brauche Kinderstimmen.» Mit den anderen Lehrpersonen sind die Kinder darauf ausgewählt worden und am Sonntag darauf standen sie bereits im Tonstudio.

Neben dem Auftritt in der Glasbox steht den Kindern ebenfalls ein Auftritt in der Sendung Happy Day vom 22. Dezember bevor. Am 20. Dezember sind die Primarschüler aus Düdingen von 13.30 Uhr bis 14.00 Uhr in einer Liveschaltung auf SF2 zu sehen respektive auf DRS 3 zu hören. Sie können sich dabei Geld von der Gemeinde Düdingen erspielen, das anschliessend auch aufs Spendenkonto kommt.

www.psduedingen.ch, www.jrz.ch

Kinder: «Eine Erfahrung fürs Leben»

Die Viertklässlerinnen Annina Jungo und Célia Folly sowie der Sechstklässler Julien Zbinden waren unter den elf Kindern, die in «100 000 Gouttes d’Eau» mit Gustav singen. Sie haben den FN erzählt, wie sie das Ganze erlebt haben. «Das ist eine Erfahrung fürs Leben», sagt Julien. «Es ist spannend und schön, dass ich mitsingen konnte», fügt Annina an. Und Célia findet: «Es ist wichtig, dass wir spenden konnten.» Die Aufnahmen im Tonstudio fanden alle drei toll. Sie finden «Jeder Rappen zählt» eine gute Idee und freuen sich, dass sie dort mithelfen können. Den elf Kindern stehen zwei grosse Auftritte bevor: einer in der «Jeder Rappen zählt»-Glasbox in Luzern, einer in der Sendung Happy Day vom 22. Dezember. Sind Annina, Célia und Julien nervös für diese Auftritte? «Schon ein bisschen», sagt Annina. «Wir kommen schliesslich im Fernsehn», fügt Célia an. Julien hingegen bleibt cool: «Ich habe schon Bühnenerfahrung.» mir