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Nächstes Derby in Freiburg wohl ohne Berner Fans

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Autor: Matthias Fasel

EishockeyEs waren wüste Szenen, die sich am Freitag in Freiburg abspielten. Es begann bereits damit, dass die Gästefans bei ihrer Ankunft am Bahnhof Freiburg Pyros und Petarden zündeten, wie die Kantonspolizei, die die Fans anschliessend ins Stadion eskortierte, mitteilt.

Stangen, Petarden, Metallschlüssel

Im St. Leonhard blieb die Atmosphäre während des ganzen Spiels höchst angespannt. Die neben den Gästefans stehenden Freiburger lebten ziemlich gefährlich. Sei es, weil die Berner die Stangen ihrer Fahnen zerbrachen und diese als spitze Wurfgegenstände benutzten oder weil die Berner im zweiten Drittel eine Petarde in die Ecke der Freiburger warfen. Wieder musste die Polizei ins Stadion gerufen werden.

Nach dem Spiel stürmten rund vierzig Berner Fans zudem aus ihrem eingezäunten Sektor in Richtung Freiburger Fansektor, der glücklicherweise bereits so gut wie leer war. Die letzten Verbliebenen konnten so schnell genug flüchten.

Jacques Sottas, Vorstandsmitglied und Sicherheitsverantwortlicher Gottérons, bestätigt des Weiteren einen Bericht der Onlineausgabe von «20 minutes», wonach ein Berner beim Spielereingang gerade noch daran gehindert werden konnte, mit einem riesigen Metallschlüssel, wie ihn die Garagisten zum Reifenwechsel benötigen, zu den Freiburger Spielern vorzustossen.

Mehrere Verletzte

Dass bei der Eingangskontrolle eine Schusswaffe gefunden worden sei, wie «20 minutes» weiter berichtete, stimmt indes nicht. Es war lediglich ein Feuerzeug in der Form einer Pistole. Wenig überraschend lieferten sich die Berner nach dem Spiel am Bahnhof weitere Scharmützel mit der Polizei. «Ordnungskräfte wurden mit Steinen beworfen, so dass Zwangsmittel eingesetzt werden mussten, um die Anhänger fernzuhalten», schreibt die Polizei.

Die Bilanz des traurigen Abends: Ein verletzter Polizist, mehrere verletzte Zuschauer, zwei festgenommene Fans und ein kleiner Sachschaden.

Auch wenn es glücklicherweise allesamt nur leichte Verletzungen sind, ist man sich in Freiburg einig: So kann es nicht weitergehen. «Zunächst einmal werden wir das Videomaterial der Stadionkameras an den SC Bern schicken, damit sie die fehlerhaften Fans identifizieren können», sagt Sottas.

Ohne gegnerische Fans?

Nicht weiter tatenlos zuschauen will Präsident Laurent Haymoz. «Das nächste Derby in Freiburg (22. Januar, Red.) wird wohl ohne Berner Fans stattfinden. So ein Verhalten ist nicht akzeptabel, und ich sehe momentan keine andere Lösung.» Es ist eine Massnahme, wie sie beispielsweise auch bei Hochrisikospielen im holländischen oder französischen Fussball praktiziert wird.

Straft auch die Liga?

Er habe am Samstag darüber mit SCB-Präsident Marc Lüthi gesprochen, der ebenfalls enttäuscht von den eigenen Fans und der eigenen Security sei. «Aber entschieden ist noch nichts. Wir werden in den nächsten Wochen die Vorfälle weiter analysieren», so Haymoz.

Es ist überdies nicht ausgeschlossen, dass auch von der Liga noch Massnahmen ergriffen werden. Strafen drohen dabei sowohl dem verantwortlichen Heimclub als auch dem SC Bern.

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