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Nächtlicher Rundgang durch Freiburg

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Als das Kräuterfräulein Katrin in ihrer Tracht um 18.30 Uhr an die schwere Holztür hämmert und Rittermönch Christobald von Erlach dazu auffordert, die Gäste zu begrüssen, folgen ihr im dämmerigen Licht Freiburgs 17 neugierige Augenpaare über den Platz der Johanniterkomturei. Christobald, gespielt vom diplomierten Wanderführer Christophe Aebi, tritt vor das Publikum und kündigt einen Zeitsprung an.

Eintauchen ins Mittelalter

Steigt man nämlich die 365 Stufen der St.-Nikolaus-Kathedrale hinauf, wird einem die Aussicht über die grösste Stadt der Schweiz offenbart. «Wir befinden uns in einem von zwei Kilometern Stadtmauer umgebenen Freiburg im Jahre 1480», ruft Christobald mit tiefer Stimme aus. Er ist ein Rittermönch des Johanniterordens. Das Kräuterfräulein Katrin, gespielt von der geschichts- und schauspielfreudigen Susanne Trachsel, kündigt an, dass sie das Publikum mit ortskundigem Wissen und schützender Hand über die Stadtgrenzen führen werde. Dabei verwöhnt sie die lauschenden Ohren mit sagenhaftem und saftigem Klatsch und Tratsch.

Nach einem weiteren Zeitsprung beim Freiburger Gefängnis fesselt Ritter Chris­tobald am Saaneufer mit der Schilderung der Teufelswut und der damit verbundenen Entstehungssage der Unterstadt. Das Volk lebt, wie an Kräuterfräulein Katrin zu sehen ist, in Angst und Schrecken vor des Teufels Drachen. Und als es beim Weiterlaufen eindunkelt, helfen Katrin und Christobald am nun etwas gruseligen Saaneufer, die Petroleumlaternen eines jeden anzuzünden. Während von Hexensagen, Beulen reitender Ritter und von der Architektur des Elektrizitätsgebäudes erzählt wird, schimmert das warme Licht der Strassenlaternen über der Saane.

Von hinten sieht die Kolonne aus, als würden siebzehn Zwerge einen nächtlichen Spaziergang machen. Romantische Gefühle ruft der Sternenhimmel hoch über den Köpfen zwischen blattlosen Ästen hervor. Abenteuerlich ist die Vorstellung vom heiligen Beatus, der den Drachen mit Gottesworten bekämpfte, und warm schimmert das Licht der Stadt durch die dünnen Bäume, während von der Pest, von verurteilten Dissidenten und von der Hexenjagd erzählt wird. «Es soll ein neugieriger und kritischer Blick auf die Geschichte der wunderschönen Brücken- und Kirchenstadt Freiburg entwickelt werden», sagt Trachsel im Gespräch mit den FN.

An der Lorettokapelle angekommen, wird heisser Gifferstee – mit oder ohne Wein – aus handgemachten Tonbechern aus der Region geschlürft und selbst gemachter Lebkuchen verzehrt. Kräuterfräulein Katrin und Ritter Christobald berichten von der Gegenreformation, vom römisch-katholischen Drill und von in Freiburger Tuch gehüllten Freiburgerinnen. In der Ferne läuten Kirchenglocken, und zu hören sind sich gegenseitig anfeuernde Fussballspieler. Ansonsten Ruhe, Stille, die Gedanken in der Vergangenheit.

«Ich wünsche mir, dass die Leute die Schönheit und die magische Kraft dieser wunderschönen Stadt geniessen», sagt der Wanderleiter. Und dass das Erlebte nachklingt. Und so beschliessen zwei Freundinnen beim Laufen prompt: «Wir leben schon so lange hier, doch es ist uns noch nie in den Sinn gekommen, zum Loretto hochzulaufen und die Schönheit Freiburgs von dort oben zu betrachten. Das müssen wir demnächst am Tag nachholen.» Die Premiere des Rundgangs «Freiburg erzählt in der Dämmerung» ist gelungen.

Mit Geschichten aus und um das Kloster Bisemberg lassen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Abend ausklingen.

Zahlen und Fakten

Zweieinhalb Stunden Geschichte

Der Rundgang «Freiburg erzählt in der Dämmerung» wird von Freiburg Tourismus und Attitude Oxygen angeboten. Er dauert zweieinhalb Stunden und kostet 40 Franken pro Person. Kinder ab zehn Jahren zahlen 20 Franken. Für Gruppen gilt eine Obergrenze von 550 Franken. Es müssen mindestens vier Personen teilnehmen. Start und Ankunft bei der Johanniterkomturei, Freiburg. Reservation unter 026 350 11 11. Öffentliche Führungen auf Deutsch am 15.  November und 13.  Dezember jeweils um 18.30 Uhr.

rsa

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