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Nagelsmanns Lob und Yakins Wunsch – so lief die Nati-Nacht

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Was bleibt nach dem 1:1 der Schweiz gegen Deutschland? Wie heisst der Wunschgegner für den Achtelfinal? Und was denkt Deutschlands Trainer Julian Nagelsmann über die Schweiz? Was in der Nacht von Frankfurt nach dem Spiel alles passiert.

Natürlich, Lob schmeckt immer süss. Aber wenn es vom Gegner kommt, dann hat es noch einmal eine etwas grössere Bedeutung. Und genau so ist das in diesem Moment für die Schweizer. Es geht gegen Mitternacht zu in Frankfurt. Draussen vor dem Stadion feiern die deutschen Fans noch immer den späten Ausgleich. Derweil schreitet unten, im Bauch der Frankfurter Arena, Trainer Julian Nagelsmann zur Analyse. Und dieser Nagelsmann hat tolle Worte mitgebracht für alle, die es mit der Schweizer Nati halten.

Die Frage lautet, ob sich denn von nun an auch die Schweizer zu den Geheimfavoriten zählen dürfen. Antwort Nagelsmann: «Das dichte ich euch jetzt an. Dann wird der Rucksack etwas schwerer. Wenn ihr wollt, dann seid ihr jetzt auch einer der Geheimfavoriten, ich weiss einfach nicht, ob das die Spieler und Murat so gerne hören.»

Die Nati-Mischung: Tempo, Körperlichkeit, Mut

Nagelsmann muss ob seiner Wortwahl kurz selbst lachen. Dann setzt er noch einmal an: «Mein Eindruck, den ich schon hatte vor dem Spiel, hat sich bestätigt. Die Schweiz hat eine gute Mischung aus sehr erfahrenen Spielern und sehr jungen, hungrigen Spielern. Dazu kommt die gute Mischung aus Tempo, Körperlichkeit und auch Mut, Fussball zu spielen.»

Eine schlechte Nachricht überbringt Nagelsmann zwar auch noch. An den Torschützen Dan Ndoye. Das Tor zum 1:0 der Schweizer wird «leider nicht in den Rückblicken der schönsten Tore des Turniers vorkommen». Nur um dann anzufügen, dass er das sehr bedaure, weil: «Eigentlich war’s eines der schönsten bis anhin, technisch extrem schwierig, diesen Ball so abzuschliessen.»

Ein paar Momente nach Nagelsmann nimmt Murat Yakin Platz auf dem Podium. Als der Schweizer Nationaltrainer von den Worten seines Trainerkollegen hört, ist er natürlich davon angetan. «Geschmeichelt» fühlt er sich davon. Und fügt gleich an, wie «stolz» er auf seine Mannschaft ist. Dass es nach dem späten Gegentor nun eben der zweite Gruppenrang ist, beschäftigt Yakin kaum, «man kann verschiedene Wege gehen in einem Turnier». Wichtiger ist ihm etwas anderes: «Ich bin froh und glücklich, dass wir ungeschlagen sind.» Alles gut also!

Italien oder Kroatien, das sind – ein albanisches Wunder einmal ausgeschlossen – die beiden möglichen Gegner der Schweiz im Achtelfinal am Samstag in Berlin. Wer soll es sein? Das ist die grosse Frage. Und natürlich schwingt im Hinterkopf mit, wie die Schweiz in Yakins ersten Tagen als Nationaltrainer in der WM-Qualifikation Italien hinter sich liess.

Welches Team ihm lieber ist, lässt Yakin offen. Er hat eine andere Botschaft mitgebracht. «Ich glaube, dass sich vor allem der Gegner über uns Gedanken machen muss. Wir haben uns dieses Standing erarbeitet.»

Aber wie war das jetzt noch einmal mit dem etwas schwereren Rucksack als Geheimfavorit? Nein, nein, das muss es dann doch nicht sein. Yakin sagt: «Wir fühlen uns ganz wohl in der Aussenseiter-Rolle. Das passt besser zu uns. Wir arbeiten hart. Und nehmen eins nach dem anderen.»

Schon jetzt ein Gewinner der EM: Murat Yakin.
Keystone

Das alles sagt Yakin ganz entspannt und ruhig. Er weiss in diesem Moment: Er ist schon jetzt einer der Gewinner dieser EM. Er hat die Schweiz auch an seiner zweiten Endrunde in den Achtelfinal geführt. Zum sechsten Mal in Serie hat die Nati nun mindestens den Achtelfinal erreicht. Spätestens jetzt, nach dem Auftritt gegen Deutschland, steht auch fest, dass nicht «nur» das Resultat stimmt, sondern eben auch die Art und Weise der Auftritte. Die Schweiz an dieser EM, das ist Mannschaft, die Freude verströmt. Und Lust auf sehr viel mehr macht. Das ist die Basis für die Vertragsverhandlungen mit Trainer Yakin, die nach dem Turnier anstehen. Zur Erinnerung: Sein Kontrakt läuft aus.

Auftritt Granit Xhaka: ganz viel Respekt und Stolz

Als Yakin das Podium verlässt, meldet der Aufseher der Uefa: «Nur noch ein bisschen Geduld, gleich kommt Granit Xhaka.» Der Schweizer Captain wurde von der Uefa zum «Man of the match» ausgezeichnet. Und als solcher darf auch er noch seine Sicht der Dinge äussern.

Das Adrenalin fliesst immer noch durch Xhakas Adern, als er zu reden beginnt, so viel ist schnell klar. In seinen Worten steckt sehr viel Genugtuung – für die ganze Schweiz, nicht für sich selbst. Immer wieder wiederholt er, wie «sehr, sehr stolz» er sei, wie sich die Nati «ganz grossen Respekt» verdient habe. Xhaka ist schlicht und einfach zufrieden mit der Schweizer EM-Welt, die sich da gerade entwickelt. Dass mit der Achtelfinal-Qualifikation schon irgendwelche Zufriedenheit entstehen könne, diesen Gedanken räumt er auch ganz schnell aus dem Weg. «Der erste Schritt ist getan – jetzt freuen wir uns auf den nächsten.»

Die Kumpels Granit  Xhaka und Riccardo Rodriguez.
Keystone

Bevor Xhaka verschwindet, zurück in die Frankfurter Nacht, setzt er noch zu einem flammenden Appell an. Es geht um Ricardo Rodriguez, den Schweizer Innen-Verteidiger, der an jedem grossen Turnier von neuem zur Höchstform aufläuft. «Dass so ein Spieler wie er im Sommer ablösefrei ist, versteht sowieso keiner. Aufgepasst also an viele Vereine, schaut euch an, wie er spielt, der muss einen langfristigen Vertrag irgendwo unterschreiben.» Sagt’s, lächelt in die Runde. Und verabschiedet sich. Xhakas Hunger auf den nächsten Coup ist ungebrochen.

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