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Nasse Handtücher, leere Becken: Regen vermiest Freiburgs Badesaisonstart

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Seit über einem Monat sind die Badis im Kanton Freiburg geöffnet. Doch das Wetter spielt nicht mit. Was für die Badegäste ein Ärgernis ist, wiegt für die Badibetreibenden schwer.

Es ist ungewöhnlich still am Badweg 8 in der Freiburger Unterstadt. Statt fröhlichem Kinderlachen, dem Platschen von Wasserspielen oder dem schrillen, ordnenden Ton der Trillerpfeife der Bademeisterin begleitet uns der gleichmässige, fast schon melodische Rhythmus dicker Regentropfen, die auf den Asphaltboden vor der Motta-Badi prasseln.

Die Jahreszeit lockt, doch der Wettergott blockt: Die Freiburgerinnen und Freiburger sehnen sich bereits seit über einem Monat, als die ersten Badis im Kanton Freiburg ihre Tore öffneten (die FN berichteten), auf den Sprung ins kühle Nass. Bisher meist vergeblich, da Petrus das Wasser reichlich vom falschen Ort spendet. Somit fiel zum Unmut vieler bisweilen nicht der Badegast, sondern der Badespass gänzlich ins Wasser.

Badis kämpfen mit mageren Gästezahlen

Wo die Gäste fehlen, haben auch die Schwimmbadbetreibenden keine Freude. Francisco Vidal, Betriebsleiter des Schwimmbads in Payerne, berichtet den FN von einem äusserst enttäuschenden Saisonstart: «Die bisherige Saison läuft ganz schlecht. Wir hatten kaum Gäste.» Dabei ist die Eröffnung des Schwimmbads schon fast sieben Wochen her. Fabienne Zwahlen von der Regio Badi Sense in Laupen bestätigt diese Einschätzung ernüchtert: «Wir haben mit Abstand die schlechteste Saison seit sechs Jahren. Die Besucherzahlen sind nicht gut, wir haben sehr wenig Eintritte und relativ wenig verkaufte Abos.»

Auch in Murten («sehr schlechte Saison») und der Badi in Kerzers («Besucher- und Umsatzzahlen sind wetterentsprechend») beklagen die Betriebsleiter den verregneten Saisonstart. Das Sportamt der Stadt Freiburg, zuständig für die Motta-Badi, blieb trotz mehrfacher Anfragen für eine Stellungnahme unerreichbar.

Verluste kaum zu retten

Obwohl der kalendarische Sommer erst in den Startlöchern steht, sind die finanziellen Einbussen durch die fehlenden Gäste der ersten eineinhalb Monate für viele Betreiberinnen und Betreiber kaum zu kompensieren. «Die Besucher- und Umsatzzahlen liegen rund drei Viertel unter denen des Vorjahres. Bis Mitte Juni 2023 hatten wir 16’000 Besuchende, dieses Jahr sind es bisher nur etwa 4500», sagt Daniel Maeder, Betriebsleiter der Badi in Kerzers. Er könne sich folglich nicht vorstellen, dieses Jahr noch auf die Zahlen der vergangenen Saison zu kommen.

«Die Besucher- und Umsatzzahlen liegen rund drei Viertel unter denen des Vorjahres.»

Daniel Maeder
Betriebsleiter Badi in Kerzers

Ähnlich die Gemütslage bei der Regio Badi Sense in Laupen: «Diese Einbussen sind nicht mehr auszugleichen, das ist verloren», sagt Fabienne Zwahlen. Bei schönem Wetter kämen die Gäste zwar zahlreich, viele aber gingen noch in die Sommerferien. «Für die lohnt sich das Abo dann nicht mehr, und das werden wir als Betreiber merken.»

Licht am Ende des Tunnels

Der dunkle Wolkenhimmel führt aber nicht bei allen zu düsteren Aussichten. In Murten und Payerne sehen die Verantwortlichen die Sonne am Horizont. «Wenn die Sommerferien gut werden, kann man noch was retten», zeigt sich Martin Lorenzoni vom Freibad Murten optimistisch. Lorenzonis positive Einstellung ist sicher auch auf seine relativ privilegierte Lage zurückzuführen. Im Gegensatz zu vielen anderen Badis verfügt das Freibad Murten neben den Aussenbädern auch über ein Hallenbad. «Wenn das Wetter nicht mitspielt, haben die Freibäder Pech und die Hallenbäder profitieren umso mehr», meint Daniel Maeder in Kerzers. Ganz so extrem sei es nicht, beschwichtigt Lorenzoni. «Manchmal sind zwar viele Leute im Hallenbad, aber sie verteilen sich nicht so schön wie sonst.»

Obwohl er über kein Hallenbad verfügt, ist auch für Francisco Vidal in Payerne noch nicht alles verloren: «Trotz der bisherigen Verluste hoffen wir auf sechs bis sieben gute Tage in Folge, um unsere Jahresziele doch noch zu erreichen.» Hoffnung macht Vidal dabei vor allem eines: «Wir merken, dass die Leute kommen wollen. Bisher war das Wetter einfach der Spielverderber. Sobald das Wetter passt, kommen die Leute zu Tausenden.» So waren nach Angaben der Betreiber am vergangenen Dienstag bei 25 Grad und Sonnenschein über 800 Personen bei der Badi in Kerzers und 1000 in Payerne zu Besuch.

So soll es aussehen: Wenn das Wetter passt, strömen die Gäste in die Badis.
Bild: Marc Reidy

«Sobald das Wetter passt, kommen die Leute zu Tausenden.»

Francisco Vidal
Betriebsleiter Schwimmbad in Payerne

Und was macht das Wetter in der kommenden Zeit? «Dienstag und Mittwoch war das Wetter bereits gut. Kommende Woche geht es dann bergauf», prophezeit Lorenzoni. Und tatsächlich: In der bevorstehenden Woche sind im Kanton sechs Sonnentage und Temperaturen um die 24 Grad vorhergesagt. Die Chancen stehen also gut, dass es demnächst wieder lauter wird am Badweg 8 in der Freiburger Unterstadt.

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