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+ Nathalie Baeriswyl-Fasel, Alterswil

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Nathalie Baeriswyl-Fasel wurde am 1. Juli 1910 geboren und wuchs mit zehn Geschwistern in Unterwinterlingen auf. Die Schule besuchte sie in Heitenried. Danach hätte sie gerne eine Lehre als Schneiderin begonnen, aber das zu bezahlende Lehrgeld war für ihre Eltern zu viel. So wurde sie Dienstmädchen in der Stadt Freiburg und lernte Französisch.

Nach mehreren Arbeitsstellen im Gastservice kam sie in die Traube nach Alterswil, wo sie den jungen Dragoner Alois Baeriswyl kennen lernte. 1941 heirateten sie. Mit den ersten vier Kindern während der Kriegszeit begann für die junge Familie ein sehr hartes Leben. 1947 konnten sie im Boden bei St. Ursen ein Heimwesen pachten. Da waren sie wenigstens Selbstversorger. Sie pflanzte, nähte und strickte so viel wie möglich, doch ihr Leben blieb beschwerlich.

1953 erwarben sie in Alterswil das Heimwesen im Türler. Inzwischen war die Familie auf sechs Kinder angewachsen. Da galt es wiederum zuzupacken. Zusätzlich zum Haushalt war sie mit auf dem Feld, züchtete Truthühner, und im Winter nähte und strickte sie bis spätnachts. Ihr Stolz war, die Kinder, wenn auch mit geflickten, aber immer sauberen Kleidern in die Schule zu schicken. Dabei kam ihr das grosse Geschick beim Schneidern zugute.

Als die Kinder selbständig wurden, erging es auch den Eltern etwas besser. Doch dieses sorgenfreiere Leben durften sie nicht lange gemeinsam geniessen, denn 1981 starb Alois nur 66-jährig. So hart es war, Nathalie meisterte das Leben noch einmal. Der tägliche Kirchgang ermöglichte ihr soziale Kontakte, die sie pflegte. Wallfahrten mit Freundinnen taten es ihr an, und sie schaffte es sogar auf einen Familienbesuch in die USA. Zu Hause genoss sie die Jassnachmittage und die Zeit zum Häkeln.

Der Umzug vom grossen Bauernhaus in das neu umgebaute «Ofehüsli» war für sie eine Wohltat. Hier genoss sie das Aus und Ein der Kinder mit den Gross- und Urgrosskindern, die Besuche, namentlich jene der Ingenbohler Schwestern und des Pfarrers. Erst als sie über neunzig war, wurde ihr der «Unterdorfstutz» zu beschwerlich, und sie musste den Kirchgang aufgeben. Doch jeden Tag, wenn das Wetter es erlaubte, ging sie hinaus und spazierte, so lang es ging, um nicht zu rosten, wie sie zu sagen pflegte. Als die Hände beim Häkeln nicht mehr mitmachen wollten, wurde ihr der Fernseher wichtiger.

Dank der Hilfe ihrer Töchter und der Spitex war es ihr vergönnt, noch lange selbständig im Türler zu leben. Erst im 99. Lebensjahr zeigten sich Altersgebrechen, die den Eintritt ins Pflegeheim unausweichlich machten. Am 4. Februar 2009 hat sie uns ruhig und friedlich verlassen. Eing.

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