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Nationalbank braucht neues Lenkungssystem

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Die Gegner der Vollgeldinitiative argumentieren, dass die Einführung von Vollgeld ein weltweit einzigartiges und gefährliches Experiment darstelle. Tatsächlich wäre die Schweiz in einer Vorreiterrolle, würde sie die Einführung von Vollgeld annehmen. Das heisst jedoch nichts anderes, als dass das unsichtbare Geld auf den Bankkonten und den Kreditkarten der Nationalbank gehört, von ihr geschöpft und somit reguliert werden kann. Bei der Argumentation der Gegner geht jedoch vergessen, dass infolge des technologischen Fortschritts das Bargeld in den nächsten Jahren immer mehr zur Bedeutungslosigkeit verkommt. In der Schweiz wird im Gegensatz zu einigen EU-Ländern heute noch vieles mit Bargeld bezahlt, jedoch ist auch bei uns der Trend zur Umstellung auf Kreditkartenbezahlung klar ersichtlich und unbestreitbar. Gemäss der einschlägigen Volkswirtschaftslehre kann das Geld- und Wirtschaftssystem nur mittels Ausgabe von eigenem Nationalbankgeld (sprich: Banknoten) und der Steuerung der Leitzinsen gelenkt werden. Wird Bargeld also – ob gewollt oder ungewollt – zunehmend bedeutungslos, verliert die Nationalbank ihr Instrument der Lenkung des Geld- und Wirtschaftssystems. Aufgrund dieser Tatsache müssen sich alle Nationalbanken früher oder später ein neues Lenkungssystem überlegen, und die Einführung von Vollgeld bleibt ein logischer Schritt. Das einzige gefährliche Experiment ist das bewusste Verschwindenlassen von Bargeld, ohne nötige Reformen einzuführen. Deshalb ein überzeugtes Ja am 10. Juni.

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