Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Naturnahe Flächen vernetzt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Biotopverbund Grosses Moos wird Stiftung

Autor: Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

Eine der grössten Ebenen der Schweiz, zwischen Neuenburger-, Bieler- und Murtensee gelegen, ist eine alte Kulturlandschaft. Das Grosse Moos ist nach den beiden Juragewässerkorrektionen von 1868 bis 1891 und von 1962 bis 1973 zu einer grossen, intensiv genutzen Landwirtschaftsfläche geworden. Seit 1996 arbeitet der Biotopverbund Grosses Moos daran, wieder naturnahe Flächen und Lebensräume für Flora und Fauna im «Gemüsegarten der Schweiz» einzurichten.Neu geschaffene offene Wasserflächen, Grabensysteme, Buschgruppen, Trockensteinmauern, Feucht- und Trockenwiesen bieten Lebensräume für die Vogelwelt, Kleinsäuger, Insekten und Schmetterlinge. Feldhasen fühlen sich wieder wohl, Purpurreiher, Bekassine und Seidenreiher sind wieder anzutreffen und Scharen von Zugvögeln machen auf ihrem jährlichen Flug in ihre Winterquartiere Halt an den Wasserflächen im Grossen Moos.

Erfolgreiches Vernetzungssystem

Der Biotopverbund wurde vor zehn Jahren als Gemeinschaftswerk des Freiburgischen Verbandes der Gemeinden des Seebezirks und des Bernischen Vereins «Seeland.biel/bienne» gegründet. Die Finanzierung der Ökoflächen auf bernischen und freiburgischen Kantonsgebieten von rund sechs Millionen Franken erfolgte über Beiträge des Fonds Landschaft Schweiz, des Buwal, den Kantonen Bern und Freiburg, Pro Patria, Moosgemeinden, landwirtschaftlichen Organisationen und Stiftungen.Neu ist der Verbund nun eine selbständige Stiftung und wird sich mit Mitgliederbeiträgen, Zuwendungen und Sponsorengeldern weiter für die Pflanzen- und Tierwelt im Grossen Moos einsetzen. Albert Lüscher, Kulturingenieur und ehemaliger Verantwortlicher von mehreren Meliorationsprojekten im Biotopverbund, wird Stiftungsratspräsident. «Mir liegt das Grosse Moos am Herzen. Das Zusammenspiel von Landschaft, Landwirtschaft und Natur hat sich hier erfreulich entwickelt», sagt Lüscher.Was war der Grund für die Einrichtung einer Stiftung? Der Fonds Landschaft Schweiz (FLS) habe den Biotopverbund neun Jahre lang grosszügig unterstützt, betont Martin Johner, bisheriger Präsident des Biotopverbunds. Dieses Geld falle nun weg und es brauche eine neue Rahmenorganisation.Vor allem aber könne mit einer Stiftung eine bessere Publikumsnähe entstehen. Die regionale Bevölkerung könne sich mit Spenden und persönlichem Einsatz besser einbringen. Die Zusammenarbeit unter Landschaftsschützern, Landwirten und Politikern beider Kantone sei ein besonders gelungenes Beispiel für einen bewussten Umgang des Menschen mit der Natur.Der FLS hat das Projekt gemäss seinem Präsident, Marc F. Suter, bisher mit über zwei Millionen Franken unterstützt. «Wir haben heute die Gewissheit, dass mit der neuen Stiftung eine Trägerorganisation gegründet werden konnte, die das Erreichte bewahren und die Ziele weiterverfolgen wird. Unsere finanzielle Unterstützung wird vorerst nicht mehr nötig sein, zukünftige Finanzierungsgesuche für Einzelprojekte werden aber geprüft», erklärt Suter.Liste der Biotopverbunds-ProjekteBisher wurden folgende Projekte verwirklicht oder finanziell unterstützt: Ausgleichsfläche Krümmi, Exchange Expo.02 (Heckenpflanz-Aktion von über 1200 Schülern aus der ganzen Schweiz), Heckenpflanzung Turbemoos Fräschels, Pflege Murtenerlen, Gesamtmelioration Ried-Murten, Ausgleichsfläche Hauptkanal, Teilprojekt Renaturierung Lebensraum Witzwil, Domaine vital de Bellechasse, Nützlingsförderung, Neuansiedlung ausgestorbener Pflanzen, Ausbau Perretengraben, Aufwertung Lebensraum Alter Schwarzgraben (Lebensraum für Biber), Neuregelung Pachtland und ökologischer Ausgleich Müntschemier und Treiten, Brachmatte Müntschemier, kulturelle und ökologische Gestaltungs- und Pflegemassnahmen, Kerzersmoos-Hecke, Aufwertung Grand Canal/Bibera, Kalender Biotopverbund.www.biotopverbund.ch

Mehr zum Thema