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Nebelfelder, Berghänge und Industriebauten

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Nebelfelder, Berghänge und Industriebauten

Bilder von Michel Roggo im Sensler Museum in Tafers laden zu einer Wanderung durch das Senseland ein

Der Fotograf Michel Roggo zeigt in Tafers weitere Bilder aus seinen Streifzügen durch das Senseland: beschauliche Natur-Idylle, aber auch deutliche Zeichen von Zivilisation und wirtschaftlicher Entwicklung.

Von IMELDA RUFFIEUX (Text)
und MICHEL ROGGO (Bilder)

«Seislerbode, Bärge, Wälder, Edelwyss a wülde Wänn, sunnig Matte, Wizefälder, Lütt mit bruune Narbehänn . . . » – das Sensler Museum Tafers empfängt die Besucherinnen und Besucher der neuesten Ausstellung mit dem bekannten Gedicht, das Meinrad Schaller vor rund einem halben Jahrhundert geschrieben hat. «Mys Seiseländli» ist die Einladung zur imaginären Wanderung von der Kaiseregg bis zum Schiffenensee.

Mehr als Kulturlandschaften

Im Rahmen seiner Arbeit für den Bildband «Das Senseland» (FN vom 28. August) hat der Naturfotograf Michel Roggo auch Bilder eingefangen, die ausser seines ursprünglichen Auftrags, Kulturlandschaften zu fotografieren, liegen. Es sind Ansichten, die sich kritisch mit der Entwicklung der Region auseinander setzen. Bilder von idyllischen Berghängen und Hügelzügen, Nebelfeldern und Ackerflächen reihen sich deshalb nahtlos an Ansichten, die sanfte und weniger sanfte Zeichen von Entwicklung zeigen: Bauernhäuser, Wohnsiedlungen, Strassen und gar Industrie.

Die Handschrift Roggos ist unverkennbar. In den Autobahn-Bildern ebenso wie in den Ansichten von Eichenalleen und schneebedeckten Berggipfeln zeigt sich das unverkennbare Spiel zwischen Licht und Schatten, der Blick für den passenden Zeitpunkt und das Geschick, den richtigen Ausschnitt zu wählen. «Auch Industrie-Bauten können ästhetisch sein», sagt der Fotograf.
Trotz aller Toleranz ist sein Anliegen aber bei jedem Bild spürbar: den Betrachter für die Schönheit zu sensibilisieren, ihn darauf aufmerksam zu machen, was es vielleicht bald nicht mehr gibt. «Die Entwicklung brachte dem einen geistige und gesellschaftliche Öffnung und Wohlstand. Als Preis dafür war die Aufgabe von Kulturlandschaft», erklärt Michel Roggo. «Ich wollte zeigen, was wir im Begriff sind zu verlieren.»

Visuelle Wanderung

In einem ersten Teil der Ausstellung sind 23 Bilder aus dieser Sammlung zu sehen – als Anreiz sozusagen, sich auf das Senseland einzustimmen. Die anderen 160 Eindrücke werden im Dachgeschoss durch digitale Projektion gezeigt.

Die visuelle Wanderung von der heilen Welt der Berge, über die bäuerliche Landschaft bis zum überbauten Siedlungsraum wird untermalt von Liedern der Sensler Gruppe «Rään» – darunter die moderne Fassung des «Mys Seiseländli» und «Bü nüme
chlyy» als Sinnbild des sich entwickelnden Senselandes.

Bis 16. November. Offen: Do. bis So., 14 bis 17 Uhr. 24.10.: 14 bis 20 Uhr, Führung von Michel Roggo (19 Uhr). Geschichten aus dem Senseland am 21.9. (14, 15, 16 Uhr) mit Esther Dössegger. Freie Plätze in den Kinderateliers am 27.9. und 4.10. (Tel. 026 494 36 25).
Schätze aus Glas

Das Sensler Museum zeigt neben den Bildern von Michel Roggo die Arbeiten des Glaskünstlers Josef Andraska. Der gebürtige Ungar hat Glas-Design und Grafik studiert und lebt seit 1970 in der Schweiz. Nach langjähriger Tätigkeit in der Werbe-Branche hat er sich wieder der Glas-Verarbeitung zugewandt. Das Sensler Museum zeigt noch bis zum 20. September – im Rahmen des Europäischen Tages des Denkmals vom nächsten Wochenende – Werke von Josef Andraska, der bei seinen Skulpuren, Schalen und Vasen mit ungewöhnlichen Beimischungen experimentiert. im/Comm.

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