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Nehmt uns den Fussball nicht weg!

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Autor: Matthias Fasel

Fussball ist eine ernste Angelegenheit. Sie sollten meinen Gesichtsausdruck sehen, während ich diese Kolumne schreibe: Mundwinkel nach unten, runzelige Stirn, Augen steif auf den Bildschirm fixiert. Es gibt allen Grund zur Beunruhigung für konservative Fans wie mich. Die Spassgesellschaft scheint immer mehr Einzug in die Fussballwelt zu halten. Die Scharen verkleideter und tanzender Fans an der Euro 08 scheinen nur der Anfang gewesen zu sein.

Jedenfalls verspricht ein Blick auf den Confederations Cup in Südafrika nichts Gutes für die WM im kommenden Jahr. 90 Minuten lang Plastiktrompeten, die klingen wie ein Bienenschwarm, sowie Leute mit Fahnen und übergrossen Spassbrillen, die auch bei einem Gegentor jubeln. Jubel bei einem Gegentor! Das gibts! Ohne Scheiss! Wer sind Luca Toni und Fernando Torres? Egal, Hauptsache, ich trage eine lustige Perücke und eine verrückte Gesichtsbemalung.

Ob solcher Beobachtungen graust es mir schon vor der Schlagzeile: «Holland besiegt im WM-Final Brasilien. Danach tanzten beide Fanlager gemeisam bis in die Morgenstunden.» Nun, natürlich muss man sich nach dem Spiel nicht die Köpfe einschlagen. Man will ja kein dumpfbackiger Hooligan sein. Leute, die nach einer Niederlage ihres Favoriten nicht betrübt nach Hause schlendern, sondern mit den gegnerischen Fans feiern, sind für den Sport jedoch mindestens genauso gefährlich. Sie knacken das System von innen. Denn welche Bedeutung hat ein Spiel schon, wenn unabhängig vom Ausgang danach ohnehin alle feiern?

Also, ihr lieben Event-Süchtigen, Party-Löwen und Spass-Fanatiker. Bitte nehmt uns konservativen Fans nicht den Fussball weg. In Zeiten verbreiteter Orientierungslosigkeit soll doch wenigstens beim Sport noch alles klar sein: Ein Stadion ist kein Laufsteg, Fussball ist nicht Karneval, wer gewinnt, lacht, und wer verliert, weint. Basta!

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