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NeighborHub unversehrt – trotz Sturm

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

44 Studierende aus Freiburg, Genf und Lausanne bauen in Denver (USA) unter Hochdruck das futuristische Solarhaus auf, welches in der Blue Factory entstanden ist. Beim Transport gerieten die ersten elf Container in den Wirbelsturm «Harvey».

Am kommenden Dienstag beginnt in Denver im US-Bundesstaat Colorado der grösste Wettbewerb für nachhaltiges Bauen, der Solar Decathlon. Seit vergangenem Samstag bauen dort 44 Studierende der ETH Lausanne, der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg, der Universität Freiburg sowie der Genfer Hochschule für Kunst und Design das intelligente Haus auf, welches sie in der Blue Factory Freiburg entwickelt haben – den Neighbor­Hub (die FN berichteten). Am Mittwochabend konnten die FN mit Matias Cesari, Baustellenverantwortlicher, und Jessica Ruffieux, Kommunikationsverantwortliche, telefonieren und über den Stand der Arbeiten reden.

Matias Cesari, Jessica Ruffieux, wie weit sind Sie beim Aufbau des Solarhauses?

Ruffieux: Heute konnten wir das Dach abdichten und montieren sowie die Polycarbonat-Module der Fassade installieren.

Cesari: Es regnet seit Tagen fast ohne Unterbruch. Das erschwert den Aufbau sehr. Denn die Holzelemente dürfen nicht nass werden. Aber zum Glück haben wir jetzt das Dach, so sollte es wenigstens nicht mehr hineinregnen.

Das Wetter machte bereits den Transport des Hauses über den Atlantik zur Zitterpartie. In welchem Zustand fanden Sie den Inhalt der zwölf Container vor?

Cesari: Das Schiff mit den ersten elf Containern geriet in den Wirbelsturm «Harvey». Es musste eine Woche auf dem Meer warten, bis es im Hafen von Houston einlaufen konnte. Wir hatten schon Sorge, ob alles heil angekommen ist. Aber unser Verpackungssystem hat funktioniert, und nichts scheint kaputtgegangen zu sein.

Haben Sie beim Auspacken alles sofort gefunden? Stimmte die Reihenfolge, in der Sie die Elemente verstaut haben?

Ruffieux: (lacht) Das war alles top. Die Organisatoren des Wettbewerbs haben in ihrem Blog geschrieben: «Sie arbeiten mit Schweizer Präzision.»

Wie muss man sich die Umgebung vorstellen, in der Sie arbeiten?

Ruffieux: Wir befinden uns hier im Niemandsland von Denver. Wir arbeiten auf einem riesigen Feld. Links und rechts einer langen Allee bauen die amerikanischen und europäischen Teams ihre Häuser auf. Ansonsten stehen nur noch ein paar Baustellenklos.

Die Regeln des Wettbewerbs besagen, dass der Aufbau in maximal neun Tagen erfolgt sein muss. Sind Sie im Zeitplan?

Cesari: Ja. Wir arbeiten in zwei Schichten. Zwei Teams mit je 22 Studierenden arbeiten von 7 bis 15 Uhr respektive von 15 bis 24 Uhr.

Und was macht die Konkurrenz? Haben Sie schon ein wenig spioniert?

Ruffieux: Was auffällt, ist, dass sich die amerikanischen Häuser stark von unserem ­unterscheiden. Unser Haus ist viel grösser als die Bauten der anderen, weil wir um das Haus herum eine halboffene Fläche haben. Die Amerikaner haben Einfamilienhäuser entworfen, wir ein Quartier-Solarhaus.

Cesari: Die Amerikaner haben ihre Häuser per Sattelschlepper praktisch schon fertig hierher transportiert. Wir hingegen mussten das Haus für den Transport auseinandernehmen. Da haben sie einen Vorteil.

Wie ist die Stimmung zwischen den Teams?

Cesari: Neben uns sind die Holländer, sie sind das andere europäische Team. Wir diskutieren und helfen uns. Kürzlich haben wir ihnen Strom gegeben, weil sie Material hatten, das nicht den US-Normen entsprach. Dafür haben sie uns auch schon Werkzeuge ausgeliehen. Aber auch mit den amerikanischen Teams sind wir in Kontakt.

Welche Chancen rechnen Sie sich aus für den Wettbewerb, der am 5. Oktober beginnt?

Ruffieux: Das ist schwierig zu sagen, die anderen Projekte sind so anders.

Cesari: Wir werden es sehen. Die Studierenden aus den USA sind erfahrener mit Wettbewerben.

Neben dem Wetter: Was war bisher die grösste Herausforderung beim Aufbau?

Cesari: Die Arbeit zu koordinieren, damit wir kein Teil vergessen.

Und was war das Einfachste?

Ruffieux: Wir sind super glücklich darüber, hier sein zu dürfen. Das wurde uns so richtig bewusst, als das Team aus Washington absagen musste.

Cesari: Für dieses Team ist das nicht einfach. Wir haben viel Glück, weil wir auch ­genügend finanzielle Mittel haben. Die Teams aus Denver und Berkeley haben uns erzählt, dass sie mit viel weniger auskommen müssen. Aber das Einfachste für mich ist, motiviert zu sein. Es ist eine super Erfahrung, und die Stimmung hier ist richtig toll.

Zahlen und Fakten

Gewinner stehen am 14. Oktober fest

Der Solar Decathlon ist ein internationaler Hochschulwettbewerb zum Thema nachhaltiges Bauen, der von der US-amerikanischen Energiebehörde organisiert wird. Es nehmen zwölf Teams aus den USA, Holland und der Schweiz teil. Das Schweizer Team «Swiss Living Challenge» tritt mit dem Projekt NeighborHub an. Bis zum 2. Oktober müssen die Häuser aufgebaut sein. Am 5. Oktober beginnt der Wettbewerb. Eine Freiburger Delegation unter Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty fliegt nach Denver. 12. Oktober: Ergebnisse Architektur und Wasserwirtschaft. 13. Oktober: Ergebnisse Kommunikation und Innovation. 14. Oktober: Ergebnisse Projektplanung und Marktpotenzial, sowie Preisverleihung.

rsa

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