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Nervenkitzel wie am Pokertisch

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Eishockey – Alain Reist steht in seiner zweiten Saison bei Gottéron

Autor: Von FRANK STETTLER

Nicht wenige Experten sagten dem bald 28-jährigen Alain Reist eine verheissungsvolle Karriere voraus. Kein Wunder, gewann er doch in den Jahren 1998 und 1999 mit der Schweizer U18-Nationalmannschaft jeweils Bronze an der Weltmeisterschaft. «Ich habe nur positive Erinnerungen an diese Zeit», so der Bieler. «Wir hatten Erfolg. Zur Mannschaft gehörten auch Spieler wie David Aebischer und Julien Vauclair.» Allerdings, der ganz grosse Durchbruch blieb Reist bis heute verwehrt, was ihm von denselben Experten das Prädikat «ewiges Talent» einbrachte. Doch damit kann er gut leben: «Ich habe praktisch immer in der Nationalliga A gespielt, mich durchgekämpft und meinen Weg gemacht. Es wird immer Journalisten geben, die dir gegenüber negativ eingestellt sind.» Obwohl Reist in der traditionellen Eishockey-Stadt Biel aufgewachsen ist, entschied er sich erst spät, voll auf die Karte Eishockey zu setzen. «Bis zum 15. Lebensjahr spielte ich auch Fussball. Dann musste ich mich entscheiden», so Alain Reist, der bis vor wenigen Jahren nebenher in der 4. Liga gekickt hatte.

Abstieg mit Trainer Stewart

Nachdem er den Sprung von Biel – nach einer Woche Probetraining – in die NLA zu Rapperswil geschafft hatte, wurde Reist im Jahr 2002 von Kloten aus dem laufenden Vertrag herausgekauft. «Dort lief es mir weniger gut. Ich hab mir selber wohl zu viel Druck gemacht. Zu Beginn spielte ich noch neben dem Ausländer (Red.: Marko Kiprusoff/Fin), aber wenn es nicht läuft, geht es immer sehr schnell.» Trotzdem möchte er die Zeit bei den Zürchern nicht missen, zumal er vom damaligen Trainer Wladimir Jursinow einiges lernen konnte: «Er war sehr streng, aber menschlich ein guter Typ. Junge Spieler können viel von ihm profitieren.» Anders sah dies im darauffolgenden Jahr aus. Mit Lausanne stieg er in die Nationalliga B ab – «ein ganz bitteres Gefühl» – und machte dabei die Bekanntschaft mit dem kanadischen Coach Bill Stewart, dessen Wutausbrüche gefürchtet sind. «Ein ganz spezieller Mensch. Als Trainer war es bisher der schlimmste, den ich erlebt habe. Ausserhalb der Eishalle war er in Ordnung, aber im Training und während der Spiele total überdreht.»

Eine Frage des Selbstvertrauens

Nach einer Saison in der NLB folgte dann der Wechsel zu Gottéron. «Die erste Saison war nicht einfach. Die Differenz zwischen den Ligen ist gross. Hinzu kamen eine Verletzung, ein neuer Club – ich hatte kein Selbstvertrauen», lässt er die Saison 06/07 Revue passieren. In der bisherigen, noch jungen Saison hat Alain Reist indes wieder zu seinen Stärken gefunden: «Ich mache einfach meinen Job. In den Statistiken werde ich nicht vorne anzutreffen sein, aber ich denke, die Leute sind mit mir zufrieden.» Mit Philippe Seydoux bildet er ein solides Back-Paar: «Zusammen haben wir erst ein Tor kassiert. Wenn das Vertrauen da ist, läuft es eben.» Überhaupt führe das ganze Team das defensive System besser aus als noch in der vergangenen Saison. Dies sei ein Grund für die Steigerung, «der andere ist Goalie Caron».Alain Reist ist kein Mann der lauten Töne. Spektakuläre Hobbys hat er keine. Er koche gerne. Und er spielt leidenschaftlich Poker. «Ob mit Teamkollegen, mit Freunden oder im Internet, ich mag die Spannung am Tisch. Poker ist Nervenkitzel. Hat man ein gutes Blatt, geht der Puls hoch – ganz ähnlich wie in manchen Situationen im Eishockey.» Ende Saison läuft der Vertrag des Verteidigers mit Gottéron aus. Reist würde gerne in Freiburg bleiben: «Warum wechseln, wenn es gut läuft?» Mal schauen, ob er auch im Vertragspoker eine gute Hand hat.

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