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Netzwerken im Gemeinschaftsbüro

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Zurzeit ist es ruhig im ersten Stock des Gebäudes an der Giessereistrasse 2, über dem Verkaufsladen der Chocolaterie Villars in Freiburg. «Wahrscheinlich sind alle in den Ferien», sagt Philippe Lang und lässt seinen Blick über den Büroraum schweifen. Dass er nicht genau über die Ferienpläne seiner Bürokollegen Bescheid weiss, ist nicht verwunderlich. Denn die fünf Männer, die neben ihm regelmässig im sogenannten Colab (siehe Kasten), einem Gemeinschaftsbüro, arbeiten, gehören nicht alle zu einer Firma, sondern sind eigenständig.

 14 Plätze in einem Raum

Vor gut einem Jahr habe er in Zürich ein Meeting besucht, das in einem Colab stattfand. «Ich war begeistert von diesem Coworking-Space, also einem Raum, in dem verschiedene, unabhängige Leute arbeiten und sich so untereinander austauschen können», sagt Lang. In den Räumen an der Giessereistrasse, die er schon vorher gemietet und untervermietet hatte, richtete er deshalb sein Colab ein, das seit Mai offen ist.

In dem rund 100 Quadratmeter grossen Raum sind nun 14 Arbeitsplätze eingerichtet, acht davon fix. «Dies tönt zunächst nach wenig Platz. Ich finde aber, es ist geräumig genug.» Auf der linken Seite des hellen Raumes stehen acht Tische an den Wänden. In der Mitte befinden sich ein Büchergestell und einige Pflanzen, in einer Ecke hat sogar ein Flügel Platz gefunden. Durch die vielen Fenster sind das alte Gebäude der Chocolaterie Villars und die Berufsfachschule Technik und Kunst zu sehen. Auf dieser Seite sind die fixen Arbeitsplätze zu finden. Zurzeit seien sechs der acht fixen Arbeitsplätze vergeben. Neben Philippe Lang selbst, der im IT-Bereich tätig ist, arbeiten im Colab auch ein weiterer Freelancer im Informatikbereich sowie Mitarbeiter der Firma Nixit, die IT-Lösungen anbietet. Dass alle Personen aus derselben Sparte kommen, sei kein Zufall, sagt Lang. «Für einen möglichst fruchtbaren Austausch ist es natürlich ideal, wenn alle Personen aus verschiedenen Bereichen der Informatik- oder der Grafikwelt kommen.»

Bei den wechselnden, sogenannten «Nomaden-Plätzen» sei es hingegen egal, in welchem Bereich jemand arbeite. «Für diese Plätze können sich alle Leute melden, die nicht zu Hause arbeiten wollen, aber kein Budget für ein eigenes Büro haben.» Einzig, wer zuviel telefonieren müsse, sei nicht besonders geeignet, meint Lang. Denn Anrufe sind im Büro nicht erlaubt, fürs Telefonieren ist das kleine Sitzungszimmer neben dem Büro da. «Wir müssen uns konzentrieren können», erklärt Lang.

Kollaboration erfolgreich

Obwohl Philippe Lang von seinen Untermietern einen monatlichen Beitrag erhält, sagt er: «Reich werde ich damit nie.» Wenn auch nicht unbedingt finanziell, so bringe das Gemeinschaftsbüro trotzdem grosse Vorteile, betont Lang. «Einem Freelancer konnte ich eine Teilzeitstelle besorgen, und auch die Vermittlung von Kunden ist dank den verschiedenen Netzwerken einfacher.» Auch für neue Ideen sei der tägliche Austausch beim Kaffee oder in den Pausen wichtig. «Ich kann mir sogar vorstellen, dass wir einmal alle ein gemeinsames Projekt in Angriff nehmen werden.»

Für die zwei noch offenen fixen Arbeitsplätze wünscht er sich deshalb eine noch stärkere Durchmischung. «Wir sind leider bisher nur Männer und nur Französischsprachige», sagt Philippe Lang, der selbst sehr gut Deutsch spricht. «Hätte also eine deutschsprachige Informatikerin Interesse, so wäre sie sehr willkommen.»

Zum Projekt

Bürotische, Wi-Fi und Gratiskaffee

Das Colab in Freiburg, ein Gemeinschaftsbüro, bietet 14 Arbeitsplätze. Acht sind für Leute vorgesehen, die 100 Prozent arbeiten. Ein solcher Platz kostet monatlich 390 Franken. Zusätzlich zu Pult und Internet sind darin auch Getränke wie Kaffee inbegriffen. Neben dem Büroraum gibt es ein Sitzungszimmer und eine kleine Küche. Zudem ist es möglich, im Büroraum professionelle Meetings zu veranstalten.rb

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