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Neue Ära, neue Spielphilosophie

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Der Name Daniel Spicher ist fussballaffinen Personen in der Region ein Begriff. Als Spieler verteidigte er jahrelang für den SC Düdingen in der 1. Liga. Zuletzt war der 34-Jährige während drei Saisons in der 3. Liga als Spielertrainer des FC Tafers tätig und erreichte dabei zweimal die Aufstiegsspiele. Als Trainer des FC Ueberstorf besetzt Spicher neu einen der prestigeträchtigsten Trainerposten in der Region.

 

Daniel Spicher, in kaum einem Dorf in der Region ist der Stellenwert des Fussballclubs so hoch wie in Ueberstorf. Haben Sie das in Ihren ersten Wochen als Trainer bereits festgestellt?

Ja, tatsächlich. Egal, wo unsere Trainingsspiele stattfanden; es waren immer 30 bis 50 unserer Zuschauer mit dabei. Auch bei der Organisation merkst du schnell, dass die Begeisterung für den Fussball gross ist. Du findest immer Leute, die dich unterstützen. Jede Familie in Ueberstorf ist auf irgendeine Art mit dem FC verknüpft.

Haben Sie eine Erklärung dafür?

Diese Verbundenheit ist wohl historisch bedingt. Ich gehe davon aus, dass die Liebe zum FC den Kindern bereits in die Wiege gelegt wird. So sind beispielsweise meine jungen Spieler gleichzeitig die Trainer der Junioren. Sie geben diese Begeisterung für den Fussball persönlich weiter. Da scheint sich irgendwann einmal eine gute Wurzel gebildet zu haben, die immer weiter gewachsen ist und weiter wächst.

Im Team spielen fast nur Ueberstorfer. Sie hingegen sind in Düdingen aufgewachsen und wohnen in Bern. Wie steht es um Ihre Akzeptanz in der Mannschaft?

Naja, also in meinem 21-Mann-Team hat es trotz allem acht Nicht-Ueberstorfer. Jedenfalls war das nie ein Thema, zudem ist Ueberstorf mein Heimatort. Ich bin mit offenen Armen empfangen worden. Dem Vorstand, den Spielern und dem Umfeld war anzumerken, dass sie sich darüber freuen, dass es auf der Trainerposition wieder einmal einen Wechsel gab.

Hier geht’s zum Text über den FC Plaffeien.

Sie treten keine leichte Nachfolge an. Ihr Vorgänger Stefan Brülhart war in seinen acht Jahren als Trainer erfolgreich, führte das Team in die 2. Liga und belegte letzte Saison dort den sehr guten zweiten Rang. Was reizt Sie an dieser schwierigen Aufgabe?

Als ich unterschrieben habe, wusste ich noch nicht, dass Ueberstorf den zweiten Rang belegen wird … (lacht). Nein, im Ernst: Es ist für mich eine wunderbare Herausforderung, ein ambitioniertes 2.-Liga-Team zu übernehmen. Es sind viele junge Spieler mit dabei, die als Junioren in Düdingen, Freiburg oder gar bei YB gespielt haben – sie alle haben eine super Grundausbildung. Es ist interessant und dankbar mit solchen Spielern zu arbeiten.

Beim FC Tafers waren Sie in den letzten Jahren Spielertrainer. Werden Sie auch in Ueberstorf ab und zu auf dem Feld stehen?

In der ersten Mannschaft werde ich nie spielen. Wann immer möglich werde ich allerdings mit der zweiten Mannschaft spielen, die letzte Saison in die 3. Liga aufgestiegen ist. Aber natürlich hat meine Aufgabe als Trainer des 2.-Liga-Teams ganz klar Priorität.

Hier geht’s zum Text über den FC Kerzers.

Was wird sich unter Ihnen im Vergleich zu Ihrem Vorgänger ändern?

Ich weiss nicht genau, wie Stefan gearbeitet hat, deshalb ist das schwierig zu sagen. Was ich über mich sagen kann: Ich bin ein kommunikativer Trainer und habe bereits mit allen Spielern Einzelgespräche geführt. Schon als Spieler war mir dies wichtig: Ich habe es sehr geschätzt, wenn der Trainer das Gespräch mit mir suchte und ich wusste, woran ich war.

Wie sieht es im taktischen Bereich aus? Streben Sie da Änderungen an?

In den letzten Jahren hat Ueberstorf oft mit langen Bällen agiert und meist sofort seine schnellen Flügelspieler eingesetzt. Ich hingegen will von meinem Team einen gepflegten Spielaufbau sehen. Bei der Umsetzung dieser Idee kann ich auf die Rückendeckung der Spieler zählen. Mir ist bewusst, dass das ein gewisses Risiko birgt und wir besonders zu Beginn der Saison wohl ein, zwei zusätzliche Gegentore kassieren werden. Aber dieses Risiko nehme ich in Kauf.

Skizzieren Sie Ihre Spielphilosophie.

Nebst dem bereits erwähnten Spielaufbau, werde ich sicherlich einen offensiven Fussball spielen lassen. Mein Team soll hoch stehen und den Gegner früh stören. Weiter versuche ich, ein situatives Pressing einzubauen.

Was haben Sie sich für Ziele gesetzt?

Ich will und werde das Ziel gemeinsam mit der Mannschaft definieren. Allerdings wollen wir erst einmal die ersten vier, fünf Spiele abwarten. Danach können wir besser einschätzen, was realistisch ist. Aber es wird auf jeden Fall ein ambitioniertes Ziel sein. Wir werden uns bestimmt nicht bloss den Ligaerhalt zum Ziel setzen, und wir haben auch nicht vor, im Mittelfeld herumzudümpeln, sondern wollen vorne mitspielen.

Hier geht’s zum Text über den FC Murten.

Welches werden die grössten Konkurrenten sein?

Kerzers gehört für mich ganz klar zu den Favoriten. Und Avenches schätze ich ebenfalls stark ein.

Was ist die Hauptstärke Ihres Teams?

Die Motivation der Spieler und die Kampfbereitschaft haben mich ehrlich gesagt beeindruckt. Der Wille ist riesig, und das ist schon einmal eine sehr gute Basis.

Und wo liegen die Schwächen?

In den ersten Spielen könnte die Systemumstellung zu Problemen führen. Das wird eine Herausforderung. Eine Herausforderung wird es vor allem auch sein, an der Systemumstellung festzuhalten, sollte nicht gleich von Beginn weg alles klappen.

Mit 34 sind Sie ein junger 2.-Liga-Trainer. Welche Ambitionen hegen Sie für Ihre Trainerkarriere?

Keine höheren. Ich bin beruflich recht engagiert und könnte mit meinem B-Diplom sowieso nicht in einer höheren Liga coachen als der 2.-Liga interregional. Fussball soll für mich Hobby bleiben.

Sie sind Rechtsanwalt und arbeiten in einem Vollzeitpensum als Leiter Corporate Responsibility bei der BKW Energie AG. Nebenbei coachen Sie nun eine 2.-Liga-Mannschaft und spielen in einer 3.-Liga-Mannschaft. Wie bringen Sie das alles unter einen Hut?

Ich brauche diesen Ausgleich zum Job. Als ich früher noch bei Düdingen in der 1. Liga spielte, hatte ich vier Trainings pro Woche. Dies ist nun die erste Saison in dieser Konstellation. Nach einem Jahr muss ich dann ein Fazit ziehen, selbstverständlich unter Einbezug meiner Freundin (schmunzelt).

«Wir werden uns bestimmt nicht bloss den Ligaerhalt zum Ziel setzen und haben auch nicht vor, im Mittelfeld herumzudümpeln.»

Kader

FC Ueberstorf

Tor: Gael Aebischer, Flavio Jungo.

Verteidigung: Fabio Boillat, Arnaud Clément (neu, Tafers), Tim Gasser, Luca Hagi, Sebastian Kunz, Fabrice Sauterel, Philipp Spicher.

Mittelfeld: Yannick Glatzfelder, Yves Grossrieder (neu, Rückkehr), Joel Jungo, Cedric Schorro, Samuel Schumacher, Joel Waeber, Olivier Zurlinden, Dan Spicher.

Sturm: Marco Fasel, Sven Jungo, Kevin Portmann, Mathias Schneuwly (neu, Schmitten).

Trainer: Daniel Spicher (neu, Tafers)

Abgänge: Ivano Baeriswyl (Rücktritt), Yannick Perler (Seisa 08), Patrick Schmutz (Seisa 08), Alain Küpfer (Ueberstorf II).

 

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