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Neue Dimensionen des Druckens

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Am Donnerstag präsentierten Fritz Bircher und sein Team vom Institut iPrint (siehe Kasten) ihr neues Labor, das provisorisch in den Räumlichkeiten der Polytype eingerichtet wurde. Der definitive Standort wird der Innovationspark der Blue Factory sein. «Unser Institut passt perfekt in die Blue Factory, denn auch wir verstehen uns als einen Motor der Innovation», sagte Bircher gegenüber den FN.

Interdisziplinäre Arbeit

In Birchers Institut, das an der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg angesiedelt ist, laufen die Fäden von verschiedenen Forschungsbereichen zusammen. Zu den Mitarbeitern gehören unter anderem Physiker, Ingenieure, Biologen und Mathematiker. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Industriepartnern und der Forschung sollen im Labor neue Anwendungsmöglichkeiten für den digitalen Druck gesucht werden. «Unser Labor ist so ausgerichtet, dass wir sehr schnell und effizient Versuche für Firmen mit neuen Ideen durchführen können», so Bircher. Deshalb hätten sie auch eigene Drucker gebaut, statt auf Modelle aus der Industrie zu setzen. Diese seien zu wenig flexibel. «Für unser Zwecke müssen wir in die Drucker schnell neue Komponenten ein- und ausbauen können», so Bircher. Nur so könnten die Möglichkeiten der Technologien voll und ganz ausgelotet werden.

Vielfältig anwendbar

Das Anwendungsspektrum der vorgestellten Drucktechnologien ist riesig. «Immer wieder stossen wir auf neue Möglichkeiten, um unsere Drucker einzusetzen. Auch Firmen, die sonst nichts mit Drucken zu tun haben, kommen mit Ideen zu uns», so Bircher. Manchmal sei er selbst erstaunt, wie vielfältig die Geräte einsetzbar seien.

Gedruckte Organe

Eine besonders interessante Perspektive der Forschung am Institut ist die Entwicklung von Biodruckverfahren mit Hilfe von Stammzellen. Damit könnte man in Zukunft sogar menschliches Gewebe drucken. Ein Projekt von Birchers Institut befasst sich mit der Entwicklung eines Geräts zum Druck von menschlichen Organen. Ein solcher Drucker könnte in absehbarer Zeit dafür sorgen, dass genügend Organe für Transplantationen vorhanden sind. Zudem könnten die Organe mit Hilfe von Stammzellen des Empfängers erstellt und somit genau an diesen angepasst werden. Dies sei aber eine langfristige Perspektive. «Die Entwicklung eines Organdruckers wird allerfrühestens in zehn Jahren ihre Endphase erreichen», prognostizierte Bircher.

Zahlen und Fakten

Kompetenzen aus mehreren Bereichen

Das Institut iPrint positioniert sich im Bereich des Digitaldrucks mit einem klaren Fokus auf die Inkjet-Technologie, worunter berührungslose Druckverfahren zu verstehen sind. Das Institut ist interdisziplinär ausgerichtet und vereint Kompetenzen aus Bereichen wie zum Beispiel der Maschinentechnik, der Chemie und der Nanotechnologie. Die Finanzierung erfolgte mit Unterstützung der Ursula-Wirz-Stiftung. Das Forschungsteam um Fritz Bircher umfasst vier Professorinnen und Professoren, vier wissenschaftliche Mitarbeitende und einen Doktoranden. Zur Ausstattung des neu eingerichteten Labors gehören unter anderem ein industrieller Grossformatdrucker, ein Versuchsdrucker für grafische Anwendungen, eine Plattform für Versuche im 2D- und 3D-Materialdruck und eine Hochgeschwindigkeitskamera.lr

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