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Neue Konkurrenz auf der Apothekenmeile

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Die Kette Sun Store kommt – die unabhängige Apotheke Cuony schliesst

Autor: Von REGULA SANER

Ein Wenden des Kopfes reicht, und da ist es wieder: das grüne Kreuz. In regelmässigen Abständen vom Bahnhof bis zum Python-Platz laden Apotheken zum frohen Medikamentenkauf ein. Nun ist noch eine dazugekommen: Sun Store. Wachsende Gesundheitskosten und sinkende Medikamentenpreise scheinen der Branche nichts anhaben zu können.

Den neuen Verhältnissen angepasst

Gemäss Marcel Wyler, Leiter Kommunikation bei Pharmasuisse, entspricht die Apothekendichte in der Freiburger Innenstadt dem Standardwert. «An Orten mit viel Laufkundschaft, rund um den Bahnhof oder im Stadtzentrum könnte die Dichte sogar noch höher liegen als in Freiburg», glaubt Wyler. Zwar sei die Apothekenbranche einem Strukturwandel unterworfen. Das bedeute aber nicht zwingend, dass Apotheken verschwänden. «Die Apotheken waren und sind gezwungen, sich an die neuen Verhältnisse anzupassen, aber das bezieht sich mehr auf ihre Organisationsweise.» So verfolgten die verschiedenen Player der Apothekenbranche unterschiedliche, zum Teil komplexe Organisationsmodelle respektive Unternehmensstrategien, um auf dem Markt zu bestehen, erklärt Wyler weiter.

Capitole ist an Standorten mit viel Laufkundschaft

Die Capitole-Apotheken beispielsweise werden von der in Villars-sur-Glâne ansässigen Pharcap Holding betrieben. Die Kette hat unter anderem eine Filiale im Bahnhof, im Freiburg-Centre, an der Remundgasse und seit Mittwoch in der neuen Einkaufsgalerie «La Galerie» zwischen Freiburg-Centre und Manor. «Es ist unser Ziel, die Apotheken an möglichst gut frequentierten Orten wie bei Einkaufszentren zu positionieren», erläutert der Gründer der Capitole-Kette, Pascal Blanquet, seine Unternehmensstrategie. Nicht rentable Filialen hat er geschlossen. Und zu Expansionszwecken übernimmt er unabhängige Apotheken, die vor der Schliessung stehen. So hat die Kette einer der letzten unabhängigen Apotheken in der Stadt, die Pharmacie Cuony an der St.-Peter-Gasse, aufgekauft und den Kundenstamm in die neue Apotheke «Capitole La Galerie» überführt. Die Apothekerin Loyse Baeriswyl geht in Rente.Gemäss Blanquet hat Capitole mit Sun Store nichts zu befürchten. «Capitole ist in Freiburg bekannt», und er behauptet: «Bei uns sind rund 450 Produkte billiger zu haben als bei Sun Store.»

Sun Store positioniert sich über den Preis

Damit spricht der Capitole-Chef den grossen Vorteil von Sun Store an. Denn die Kette mit Sitz im waadtländischen St-Sulpice könnte als Harddiscounter der Apothekenbranche bezeichnet werden. Unter anderem verlangt Sun Store bei rezeptpflichtigen Medikamenten keine Taxen. In den meisten anderen Apotheken zahlt der Kunde neben dem Medikamentenpreis einen sogenannten Medikamenten-Check für die Instruktion sowie einen Bezugs-Check für Dossierführung und Beratung. Diese leistungsorientierte Abgabe gilt seit anfangs Jahr und wurde zwischen dem Schweizerischen Apothekerverband und Santésuisse vereinbart. Weil Sun Store bei diesem Abkommen nicht mitmacht, kann es die Medikamente billiger abgeben. Laut Pharmasuisse-Sprecher Marcel Wyler macht Sun Store das Hauptgeschäft mit den Kosmetikprodukten. Weil das Unternehmen die genauen Geschäftszahlen aber nicht bekannt gebe, könne er diese Vermutung nicht belegen.Françis Rossier, Verkaufsdirektor bei Sun Store, bestreitet zwar nicht, dass die Kette grössere Margen auf den Kosmetika als auf den Medikamenten erzielt. Je nach Filiale rührten jedoch 50 bis 75 Prozent des Umsatzes von den rezeptpflichtigen Medikamenten.

Unabhängige Apotheken setzen auf Beratung

Kaum mithalten können da die unabhängigen Apotheken. In der Stadt Freiburg gibt es noch eine Handvoll davon. Die anderen Apotheken sind alle in den Händen von Capitole, Amavita oder Vitality. Amavita ist die grösste Apothekenkette der Schweiz und gehört dem Pharmaunternehmen Galenica. Galenica ist zudem mit 49 Prozent an der Coop-Vitality-Kette beteiligt.Die Kleinen unter den Grossen sehen ihre Stärke in der Beratung. So baut das Familienunternehmen «a Marca» auf seine Stammkundschaft. «Gerade ältere Leute, die viele Medikamente zu sich nehmen, wünschen eine Beratung», sagt Apotheker Jean a Marca. Dem würde auch die Tatsache entsprechen, dass die Kunden von Sun Store im Durchschnitt 30 Jahre alt sind. Jean a Marca musste sich aber dennoch gegen den zunehmenden Konkurrenzdruck wappnen. So macht die Apotheke beim Apothekernetz Pharmacie Plus mit. Das Netz zählt schweizweit rund 100 Apotheken und nützt gemeinsame Synergien aus. Die Mitglieder arbeiten unter anderem beim Marketing zusammen und handeln zusammen gute Einkaufsbedingungen bei den Medikamentenlieferanten aus.

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