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Neue Köpfe sollen den Erfolg bringen

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Das Interesse an der Zukunft der Bahnen in Charmey ist gross. Das konnte der Verwaltungspräsident der am 16. August gegründeten Télécharmey AG, Philippe Menoud, gestern ein weiteres Mal feststellen. «Mit Charmey muss es einfach weitergehen», sagte er gestern vor den Medienvertretern. «Denn mit dieser Station steht der Tourismus des ganzen Kantons auf dem Spiel.»

Eine Dreierdirektion

Geleitet werden die Bahnen künftig von den drei Co-Direktoren Claude Gendre, Joël Reinhard und Loris Corbaz. Die drei Freiburger haben bereits Erfahrung in den Bereichen Event-Organisation, Coaching und Tourismus. «Wir wollen den Touristen authentische, nachhaltige und lokale Erfahrungen bieten», skizzierte Claude Gen­dre die Vision der Direktion. Dies solle in Zusammenarbeit mit anderen lokalen Akteuren und an 280 Tagen im Jahr der Fall sein. Die Télécharmey AG wird dabei nicht nur für den Transport zuständig sein, sondern auch für das Freizeitangebot und die Gastronomie. «Der Vergleich mit anderen Tourismusorten zeigt, dass jene Stationen erfolgreich arbeiten, welche die verschiedenen Angebote selber generieren», so Gen­dre. Was die Gastronomie anbelangt, konnte Gendre ankündigen, dass das Ehepaar Poidevin die Gäste weiterhin im von der neuen Betriebsgesellschaft übernommenen Bergrestaurant bewirten werde. Eine Schlittelpiste für den Winter und Mountainbikestrecken für den Sommer sind weitere Ideen des jungen Direktionsteams. «Den Schlittelweg sollten wir noch diesen Winter realisieren können», so Gendre.

Neun Aktionäre

Damit sie ihre Visionen und Pläne konkret umsetzen können, steht den Verantwortlichen der neuen Firma Télé­charmey AG ein Aktienkapital von 900 000 Franken zur Verfügung. Das Geld stammt von neun Aktionären, die allesamt je 100 000 Franken beigesteuert haben. Es handelt sich dabei zum einen um sieben in der Region ansässige Unternehmen, zum anderen haben auch der Immobilienpromotor und Anwalt Damien Piller aus Villars-sur-Glâne und die Waadtländer Baufirma Orllati in die neue Firma investiert. «Unabhängig von ihrer Herkunft haben die neuen Aktionäre allesamt ihren Willen zum Ausdruck gebracht, die Entwicklung der Bergbahngesellschaft zu unterstützen», sagte deren Verwaltungsratspräsident Philippe Menoud.

Einige Fragezeichen

Vor der Wiedereröffnung für die kommende Wintersaison müssen der Verwaltungsrat und die Direktion vorerst jedoch ein paar letzte Hürden nehmen. «Der Kauf der Konkursmasse sollte sich in den nächsten Wochen konkretisieren», so Menoud. Auch die Übernahme der Konzessionen sei eher eine Formsache. «Mit dem Magic-Pass sind wir noch in Diskussion», ergänzte ­Claude Gendre. «Falls wir nicht in den Magic-Pass 2019/20 aufgenommen werden, wird der erste Winter schwierig für uns. Ich bin jedoch zuversichtlich.»

Auch eine wichtige Personalfrage muss gelöst werden: So braucht das Unternehmen einen technischen Leiter, um vom Bundesamt für Verkehr die Betriebsbewilligung zu erhalten. Schliesslich bleibt die Standortgemeinde Val-de-Charmey ein wichtiger Partner des Bergbahnunternehmens. Verwaltungsratspräsident Menoud zeigte sich hier jedoch zuversichtlich: «Wir fangen bei null an, können aber auf Unterstützung zählen.» Im November wird an der Gemeindeversammlung über einen Unterstützungsbeitrag von 250 000 Franken abgestimmt.

Infoanlass im Herbst

Der Syndic von Val-de-Charmey, Etienne Genoud, äusserte sich dazu gegenüber den FN vorsichtig optimistisch. «Die Vision der neuen Betriebsgesellschaft entspricht auch dem Tourismuskonzept von Charmey.» Gleichzeitig hielt Genoud aber fest, dass die Gemeinde in der neuen Betriebs gesellschaft keine Aktien mehr halte. Dies bedeute auch einen «Machtverlust». Am 23. September will der Gemeinderat die Bevölkerung über das weitere Engagement informieren.

Chronologie

Vier Rekurse und ein Konkurs

Die Gemeindeversammlung von Val-de-Charmey genehmigte die jüngste finanzielle Unterstützung für die Bergbahnen erst im zweiten Anlauf diesen Januar, nachdem ein erster entsprechender Antrag im vergangenen November abgelehnt worden war. Im Februar legten vier Bürger Rekurse gegen diesen Entscheid beim Oberamt des Greyerzbezirks ein. Daraufhin musste die ehemalige Betriebsgesellschaft, die Télécabine Charmey-Les-Dents-Vertes en Gruyère AG, im März den Konkurs anmelden.

 

 

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