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Neue Kunst mit alter Filmtechnik

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Das portugiesische Künstlerduo João Maria Gusmão und Pedro Paiva befasst sich vor allem mit Kurz- und Stummfilmen im 16- oder 35-mm-Format, aber auch mit Installationen, Skulpturen und Fotografie. Inspirieren lassen sich die beiden jedoch nicht nur von Visuellem, sondern auch von Texten aus Literatur, Philosophie oder Naturwissenschaften. Ihre Bezüge reichen von Platon bis Newton; ihrer aktuellen Ausstellung in der Freiburger Kunsthalle Fri-Art haben sie eine Passage aus Descartes «Meditationen über die Grundlagen der Philosophie» vorangestellt.

 Die Affinität zur Schrift zeigt sich auch darin, dass Gusmão und Paiva regelmässig selber Texte schreiben und veröffentlichen. Sprechen über ihre Arbeit, das hingegen tun sie weniger gern. Vergangene Woche weilten sie in Freiburg, um ihre Ausstellung einzurichten, doch wer dabei auf eine aufschlussreiche Begegnung hoffte, wurde ebenso enttäuscht, wie der Zeitungsfotograf, der das Duo zwecks Berichterstattung ablichten wollte.

Erklärungen zu ihren Werken geben die Portugiesen nicht, und damit für ein Foto zu posieren, kommt erst recht nicht infrage.

Das Bild im Zentrum

Fri-Art-Direktorin Corinne Charpentier weiss trotzdem, was sie an dem Duo hat: «Die beiden haben die Gabe, Dinge auf sehr einfache und intuitive Art zu zeigen», sagt sie. «Die Besucherinnen und Besucher können sich von der Poesie ihrer Arbeiten wegtragen lassen.»

In der Ausstellung «Trilemma: Over a Ghostly Conception» zeigen Gusmão und Paiva vor allem 16-mm-Kurzfilme ohne Worte, dazu die eine oder andere Bildmontage, Skulpturen und eine Camera obscura. Die Arbeiten sind eigens für die Ausstellung entstanden oder zum ersten Mal in der Schweiz zu sehen. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem Bild: Es geht um die Entstehung von Bildern, um ihre Wirkung und um das Verhältnis zwischen Realität und Abbildung.

Mit dem Rückgriff auf den 16-mm-Film verstärken die Künstler die Sinnlichkeit und Unmittelbarkeit ihrer Arbeiten. Die Kurzfilme, deren Inhalt von einem Blinden, der eine Papaya isst, bis zu einem sich drehenden Ei, das wie ein Auge wirkt, reichen, sind in verschiedenen Ecken der Ausstellung zu sehen. Im grossen Saal im Erdgeschoss zieht die Installation «Baby and window» die Aufmerksamkeit auf sich, ein Spiel mit Licht, Schatten und Perspektiven. Die Skulptur «Camera Inside Camera» interagiert mit der Installation, während die zweite Skulptur im Raum, «Flayed animal», in Bezug zum Bild «Cat Falling» steht.

So warten nicht nur die einzelnen Werke der wortkargen Künstler darauf, vom Publikum entdeckt zu werden, sondern auch die vielseitigen Bezüge, die das Duo zwischen seinen Arbeiten schafft.

Kunsthalle Fri-Art,Kleinrahmengasse 22, Freiburg. Bis zum 28. Oktober. Mi. und Fr. 12 bis 18 Uhr, Do. 12 bis 20 Uhr, Sa. und So. 14 bis 17 Uhr. Weitere Informationen: www.fri-art.ch.

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