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Neue Lehrwerkstätte auf Eis gelegt

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Neue Lehrwerkstätte auf Eis gelegt

General-Versammlung des Freiburger Heimatschutzes

Die ehemalige Lehrwerkstätte der Stadt Freiburg, die Depots des Kantons Freiburg sowie eine blaue Fassade in der Unterstadt gaben viel zu diskutieren. Die Arbeit ging dem Freiburger Heimatschutz auch im vergangenen Jahr nicht aus, wie die GV gezeigt hat.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Am 14. November des vergangenen Jahres wurde das Siegerprojekt bezüglich eines Neubaus für die Lehrwerkstätte in der Stadt Freiburg prämiert. Dieses sah vor, den Bau abzureissen. Nun stellte sich heraus, dass das Programm des Wettbewerbs ursprünglich vorgesehen hat, das ehemalige Gebäude aus dem Jahr 1931 in den Neubau zu integrieren. «Im Laufe des Wettbewerbs gab es nach einer Anfrage anscheinend gewisse Anpassungen», bemerkte Jean-Claude Morisod, Präsident des Freiburger Heimatschutzes. Der bestehende Bau habe zwar einen architektonischen Wert, sei aber nicht geschützt. Es liegt nun am Eidgenössischen Amt für Kultur zu entscheiden, ob die Lehrwerkstätte schützenswert ist.

Antwort vom
Bund noch hängig

Falls der Entscheid positiv ausfällt und das Gebäude trotzdem abgerissen wird, entfallen aber die Subventionen des Bundes für den Neubau. Noch hat sich das Eidgenössische Amt für Kultur nicht geäussert.

Gemäss Aloys Lauper vom Amt für Kulturgüter gibt es in der Stadt Freiburg zahlreiche Gebäude mit grossem architektonischem Wert, die aber nicht geschützt sind. Als Beispiel nannte er das Industriegebäude «La Timbale» an der Wilhelm-Kaiser-Strasse, in welches die Schule für Multimedia und Kunst (Emaf) einziehen wird. «Da hatten wir aber das Glück, dass der Architekt das Gebäude unverändert liess.»

Unsachgemässe Lagerung

Ein schlechtes Zeugnis gab es für die Depots des Kantons Freiburg (Kantons- und Universitätsbibliothek, Naturhistorisches Museum und Museum für Kunst und Geschichte), in welchen Möbel, Bilder oder Bücher mit historischem Wert gelagert werden. Im Roten Turm werden zum Beispiel Schwankungen der Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 95 Prozent registriert. «Eigentlich liessen sich dort nur Gegenstände aus Stein lagern», sagte Pierre-André Ottoz, Mitglied des Vorstands und Verantwortlicher für den die Depots be-treffenden Rapport. Ottoz hat 18 Depots besucht und über den Zustand einen kurzen Rapport verfasst. Er weist darauf hin, dass die Renovation von Bildern, die unsachgemäss gelagert wurden, hohe Kosten verursacht.

Unbedingt Inventare erstellen

Es gehe nun nicht in erster Linie darum, Schuldige für diese Zustände zu finden. Vielmehr sollen die Verantwortlichen der verschiedenen Institutionen auf die Missstände aufmerksam gemacht werden. «Es ist unbedingt nötig, dass von den verschiedenen Depots Inventare erstellt werden», sagte Ottoz. Dabei müsse auch entschieden werden, was gelagert wird und von welchen Gegenständen sich die Institutionen trennen wollen. «Sich trennen heisst nicht unbedingt zerstören», beton-
te Ottoz. Gegenstände könnten
verkauft oder mit anderen Museen getauscht werden. Es besteht die Idee, eine Kommission einzusetzen, die von Fall zu Fall entscheiden könnte.
Nicht zu viel Farbe

In der Unterstadt wurde letzthin ein Haus (Ecke Neustadtstrasse/Kurzweg) renoviert und dabei die Fassade verputzt und blau angemalt. Der Freiburger Heimatschutz ist über diese Tatsache verärgert, sollte doch mit Häuserfassaden von solcher Bedeutung nicht so fahrlässig umgegangen werden. Erst recht nicht, wenn sich das Haus an einem Ort befindet, wo Touristenströme vorbeiziehen.

Der Vorfall sei noch weniger verständlich, weil die Arbeiten von der Baudirektion der Stadt Freiburg begleitet hätten werden sollten. Der Freiburger Heimatschutz will sich nun dafür einsetzen, dass die Arbeiten rückgängig gemacht werden. jlb

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