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Neue Organisation kämpft für genügend landwirtschaftliche Nutzfläche im Seeland

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Autor: Marc Kipfer

Ins Die Bauern im Seeland, auf Freiburger und Berner Seite, sind um eine gemeinsame Organisation reicher. Am Dienstag haben mehrere Dutzend von ihnen die IG Pro Agricultura Seeland (PAC) gegründet. Diese soll sich für die Landeigentümer und -bewirtschafter im Grossen Moos und im restlichen Seeland einsetzen. Es sei wichtig, deren Interessen koordinierter zu vertreten, hiess es an der Gründungsversammlung im Inforama Seeland in Ins.

Nutzflächen in Gefahr

Die PAC nannte sogleich ihre wichtigsten Ziele. Das Schlagwort heisst: Nachhaltigkeit. Denn die Bauern sehen ihre landwirtschaftliche Nutzfläche in Gefahr. Diese ist laut den Initianten am Schrumpfen, weil die Bevölkerungszahl steigt und weil nicht nur die Landwirte ein Interesse an den Landflächen haben. «Auch Naturschutz, Gewässerschutz und Biberschutz haben ihre Ansprüche», hiess es am Dienstag. Die PAC sieht sich als landwirtschaftliches Gegengewicht zu diesen Interessen, da mit der knappen Fläche nachhaltig umgegangen werden müsse, also mit Blick auf die Zukunft und unter Einbezug aller Interessen.

Nebst dem Erhalt der Nutzfläche will sie sich dafür einsetzen, dass darauf mehr produziert werden kann: Die Landwirtschaft solle produktiver werden, und dafür brauche es eine gute Infrastruktur. Wichtig sei Effizienz bei den Be- und Entwässerungssystemen, beim Hochwasserschutz und beim Wegebau.

Letztlich will die IG Pro Agricultura Seeland die Bevölkerung und die Behörden auf die Problematik der schrumpfenden Nutzfläche aufmerksam machen.

«Leichtfertig aufgegeben»

Erster PAC-Präsident ist Peter Thomet. Er gehört dem Gemeinderat von Ins an. «Die PAC könnte ein Vorbild werden für andere grosse Anbaugebiete der Schweiz», glaubt er. Denn vielerorts stünden die Bauern alleine da, seien zu wenig koordiniert. Dies wirke sich zu ihren Ungunsten aus, findet Thomet: «Es besteht zurzeit ein Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen Interessen.» Dies stelle er bei seiner Arbeit im Gemeinderat fest, wo er für die Landwirtschaft und gleichzeitig auch für den Naturschutz zuständig sei. Die Naturschützer seien schweizweit besser organisiert, ihre Interessen flössen besser in die Gesetzgebung ein. Viele Vorschriften seien darum heute zu extrem, findet er. Die Folge, laut Thomet: «Viel Land wird leichtfertig aufgegeben». Als Beispiel nennt er «die Blüemlimatten den Kanälen entlang».

Die PAC vertritt theoretisch ein Gebiet von 88 Gemeinden, 50 Burgergemeinden und mehr als 30 Flurgenossenschaften. Beitreten können Privatpersonen, Flurgenossenschaften, aber auch Einwohner- und Burgergemeinden.

«Von den Freiburger Gemeinden sind bis jetzt noch nicht viele dabei», sagt Präsident Thomet. Darum wollen er und seine Mitstreiter nun auf Werbetournee durch den Seebezirk gehen. Besonders wichtig, so Thomet, sei die Diskussion mit Grossgemeinden wie Kerzers und Murten. Deren Beitritt würde dem PAC mehr Gewicht verleihen.

Schlussendlich hat das Volk das letzte Wort. Denn im Kanton Freiburg sind es die Gemeindeversammlungen, die einem Beitritt zum PAC zustimmen müssten – im Kanton Bern dürfen dies die Gemeinderäte selber entscheiden.

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