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Neue Perspektiven für Saia-Burgess

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Murten wird europäischer Hauptsitz für Johnson Electric

Autor: Mit STEFAN KREBS sprach PATRICK HIRSCHI

Eineinhalb Jahre sind seit dem Besitzerwechsel vergangen. Wie hat sich dies auf die Betriebskultur am Standort Murten ausgewirkt?

Zu Beginn mussten wir alle unsere Position neu herausfinden und schauen, wie wir Synergien schaffen, so dass eins und eins drei ergibt und nicht nur zwei. Die Betriebskultur hat sich nicht gross verändert. Wir brauchten etwas Zeit, um zu realisieren, dass wir nun zu einem Konzern gehören, der seinen Hauptsitz nicht mehr hier in Murten hat, sondern im fernen Hongkong. Wir waren aber schon vor der Übernahme auf drei Kontinenten tätig. Und Johnson Electric seinerseits ist ebenfalls seit langem international ausgerichtet.

Wie sehen diese Synergien aus? Haben Sie Beispiele?

Einerseits entstehen Synergien bei der Bündelung der Mengen im Einkauf. Andererseits können wir in Murten nebst der Schrittmotorentechnik zukünftig konzernintern auch auf die Technologie für Gleichstrommotoren zurückgreifen. Das ergibt für uns im Automobilbereich zusätzliche Möglichkeiten ausserhalb der angestammten Felder Klima-, Leuchtweiten- und Türschliesssysteme. Ein Team arbeitet zurzeit neue Produkte aus.

Was hat sich ansonsten verändert?

Im operativen Geschäft hat sich wenig verändert. Wir haben im Automobilbereich neue Aufträge erhalten und konnten dadurch die Fertigung steigern. Wir konnten ausserdem die Kunststoffspritzerei ausbauen. Ein sehr zentraler Punkt ist auch die Entwicklung. Wir haben den Bereich Innovation und Entwicklung von Kundenprodukten personell ausgebaut, insbesondere für Produkte der europäischen Automobilindustrie.

Wie hat sich die Mitarbeiterzahl am Standort Murten entwickelt?

Im Dezember 2005 hatten wir 630 Mitarbeiter, heute haben wir 696. Das sind über zehn Prozent seit der Übernahme.

Werden die angestammten Bereiche ansonsten ähnlich weitergeführt?

Es gibt keine abweichenden strategischen Pläne gegenüber der bisherigen Marschrichtung.

Mussten seit der Übernahme auch Bereiche aus Murten ausgelagert werden?

Nichts, das direkt auf die Übernahme zurückzuführen ist. Die Auslagerung nach Ungarn begann ja bereits 1998. Heute haben wir mit Ungarn eine derart enge Zusammenarbeit, dass der eine Standort ohne den anderen nicht mehr existieren kann. Weitere Auslagerungen sind nicht in Aussicht.

Und wie sieht es ausserhalb des operativen Bereiches aus?

Johnson Electric will in Murten den Hauptsitz für Europa errichten. Dieser wird nicht nur für die ehemaligen Saia-Burgess-Gesellschaften in Europa zuständig sein, sondern auch für die bisherigen Johnson-Electric-Produktionsstätten in Italien und Frankreich.

Bis wann wird dieser Hauptsitz stehen?

Die Aktivitäten sind voll im Gange. Wir sind am Rekrutieren und Auf- bauen.

Also rosige Perspektiven für den Standort Murten.

Ja. Wir haben ein stetiges Wachstum. Es gibt keinen Grund zur Bange.

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