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Neue Plattform für Sprachaustausch

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Die Zweisprachigkeit im Kanton Freiburg fördern – darauf legt die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) auch weiterhin ein Hauptaugenmerk. An der gestrigen Medienkonferenz in Freiburg stellte die EKSD eine neue Internet-Plattform vor, die den Sprachaustausch erleichtern soll. Im Spezifischen dreht es sich um Klassenpartnerschaften, die in der 10H (8. Klasse Orientierungsschule) stattfindet. Im französischsprachigen Teil des Kantons ist dieser seit 2009 obligatorisch, im deutschsprachigen seit diesem Jahr. Auf dieser Internetplattform finden Lehrerinnen und Lehrer, die beim Projekt «Klassenpartnerschaften» mitmachen, verschiedene Hilfsmittel, Vorschläge für Aktivitäten sowie Anleitungen zum Vorgehen. «Im Rahmen dieser Partnerschaften führen die Schüler der teilnehmenden Klassen etwa eine zweisprachige Brieffreundschaft. Oder diskutieren miteinander über Skype», erklärt Evelyne Brülhart, pädagogische Mitarbeiterin des Projekts Klassenpartnerschaften. Auf der Internetsite können interessierte Klassen ein Formular ausfüllen. Dann warten sie entweder darauf, von einer anderen Klasse gewählt zu werden, oder suchen selbst nach ihrer Wunsch-Partnerklasse.

Mehr Französischsprachige

Das Projekt sei eine besondere Gelegenheit, das im Schulunterricht Gelernte in der Praxis anzuwenden. «Momentan machen aber viel mehr französischsprachige Klassen mit», sagt Franziska Meier, ebenfalls pädagogische Mitarbeiterin. Man versuche deshalb derzeit im Besonderen, deutschsprachige Klassen zu finden – auch über die Kantonsgrenze hinweg, etwa in Zürich oder der Innerschweiz. Woraus der Unterschied zwischen Deutsch- und Französischsprachigen resultiert, kann sich niemand genau erklären. «Wir haben die Klassenpartnerschaft halt später für obligatorisch erklärt», sagt Marianne Küng, stellvertretende Amtsvorsteherin des Amts für deutschsprachigen Unterricht.

Allgemein wurden die gegenwärtigen Projekte vorgestellt: Gerade im Schulbereich laufen im Kanton Freiburg viele Projekte, die die Zweisprachigkeit weiter fördern und vertiefen. Eines davon ist etwa das zwölfte partnerschaftliche Schuljahr (vor Harmos: zehntes Schuljahr). Diese Möglichkeit, nach der obligatorischen Schulzeit ein Jahr in einer Klasse der anderen Sprachgemeinschaft zu verbringen, gibt es zwar schon seit Jahrzehnten. «Neu ist aber, dass die Schülerinnen und Schüler auch in ein höheres Niveau einsteigen können während des zwölften Schuljahres», erklärt Denis Marchon, der neu die Koordination des Sprachaustauschs übernommen hat. So könne ein deutschsprachiger B-Schüler sein französisches Schuljahr in einer A-Klasse absolvieren. Oder ein Progymnasial-Schüler kann den Unterricht einer zweisprachigen Gymnasialklasse besuchen.

Ein weiteres Projekt zur Förderung der Zweisprachigkeit sind Unterrichtssequenzen in der Partnersprache. Dabei werden einige Teile in der anderen Sprache unterrichtet. Die Erweiterung dieses Projekts sind zweisprachige Klassen, bei denen mindestens 20 Prozent des nicht sprachlichen Unterrichts auf Französisch gehalten werden müssen. «In Deutschfreiburg gibt es solche Klassen, aber nur in Murten», sagt Jean-François Bouquet, stellvertretender Amtsvorsteher für französischsprachigen Unterricht.

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