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Neue Regeln im «Königreich Au»

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Autor: Carolin Foehr

«Sire, seien Sie fortan auf der Hut. Ab dem heutigen Tage sollen Sie Ihr Gefährt drosseln im Königreich Au.» Die Freiburger Autofahrer staunten nicht schlecht, als sie am Samstag das Galterntor oder die Mittlere Brücke passieren wollten. Sie mussten an einer Strassensperre halten, die von Rittern in voller Montur, namentlich den Rittern von Valmaures, verwaltet wurde. Nach edlen Worten und dem Empfang eines Pergamentröllchens als Erinnerung durften die Passanten dann doch noch über den Klein-Sankt-Johann-Platz fahren – allerdings nur im Schritttempo.

Denn seit Samstag ist dieser Teil der Unterstadt offiziell eine Begegnungszone, in der höchstens mit 20 Stundenkilometern gefahren werden darf und die Fussgänger Vortritt haben (siehe Kasten). Mit einem farbenfrohen Fest mit Guggenmusik und Zirkusnummern haben der Quartierverein Au, Anwohner und Vertreter der Gemeinde die Eröffnung gefeiert.

Polizei vor Ort

In einer kurzen Ansprache erinnerte der städtische Polizeivorsteher Charles de Reyff daran, dass die Umsetzung vor allem eine verkehrstechnische Massnahme sei. Die neue Tempolimite solle – wie auch die 30-Zone in der Neustadt – bewirken, dass bei Einführung der Einbahnstrasse am Bahnhofplatz die Autofahrer nicht auf die Altstadt ausweichen. Die Gemeinde sei optimistisch, so de Reyff, dass damit die Unterstadt ihre Identität beibehalten werde.

Trotzdem seien die neuen Verkehrsregeln mit einem Umdenken verbunden: «Als die 30-Zone eingeführt wurde, mussten sich die Autofahrer zunächst daran gewöhnen.» Vor allem die Vorfahrtsregel «Rechts vor links» werde noch nicht konsequent angewendet. De Reyff: «Die Polizei wird vor Ort sein, zunächst, um zu informieren, später auch um Falschfahren und -parken zu ahnden.» Denn die 17 Parkplätze, die zuvor in der Begegnungszone bestanden hatten, sind mehrheitlich abgeschafft worden.

Patricia Barilli, Präsidentin des Quartiervereins Au, machte in ihrer Rede nochmals klar, dass die Begegnungszone hinter den Erwartungen der Anwohner zurückläge. «Unser Viertel verdient es, besser zur Geltung gebracht zu werden.» Sie forderte denn auch den Gemeinderat dazu auf, der Umgestaltung des Klein-Sankt-Johann-Platzes in der städtischen Bauplanung erste Priorität zu geben.

«Wir sind mit den Vorschlägen der Stadt absolut einverstanden», meinte Barilli weiter. Jetzt sei es an den Bewohnern des Viertels, sich den Platz neu anzueignen. Eine Arbeitsgruppe werde ab Juli und jeden Monat in Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden die Planungen verfolgen.

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