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Neue Schweizer Väter im Bild

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Väter in der Schweiz» lautet der Titel einer Fotoausstellung, die noch bis zum 14. März in den Gängen der Freiburger Hochschule für soziale Arbeit gezeigt wird. Die Ausstellung ist der Thematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Männern gewidmet. Sie wurde von der Hochschule in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen sowie dem Programm Mencare Schweiz organisiert.

Die Ausstellung besteht aus 13 Fotos im Posterformat des schwedischen Fotografen Johan Bävman, der Schweizer Väter im Alter zwischen 26 und 48 Jahren aus den verschiedensten Berufsfeldern und sozialen Schichten in Nahaufnahmen im Miteinander des Alltags mit ihren kleinen Kindern abgelichtet hat. In kurzen, zweisprachig gehaltenen Begleittexten finden sich Statements der Väter, in welchen sie zu ihrer ganz persönlichen Vaterschaft Stellung nehmen. «Der Alltag mit den Kindern ist immer im Jetzt», sagt etwa der 45-jährige Malermeister Simon Wyss. «Das erdet. Mit der Geburt von Selma wurde mein Leben leichter – vielleicht, weil mir jetzt alles sinnvoller erscheint.» Der 48-jährige So­zial­päda­goge Adriano Maranta meint: «Die Erfahrung von Kindererziehung, Familienarbeit und Haushalt bringt eine übergeordnete Gelassenheit, Rundumsicht, Weisheit und Reife. In keiner Management-Schule der Welt kann man das sonst lernen.» Und für den 26-jährigen Studenten Dominic Eaton ist Vater werden «wie wenn ich einen Sinn entdecken würde, den ich schon immer hatte, der aber nie entwickelt wurde».

«53 Tage länger arbeiten»

An der vorgestrigen Vernissage nahmen gleich zwei Staatsratsmitglieder teil, nämlich Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) und Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (CVP).

«Unser Wirtschaftsmodell orientiert sich immer noch an der klassischen Rollenverteilung, bei welcher der Mann 100-prozentig und die Frau nur teilzeitlich arbeitet», sagte Demierre. Dem entspreche eine Lohnungleichheit, bei welcher die Frauen pro Jahr durchschnittlich 53 Tage mehr arbeiten müssten, um gleich viel zu verdienen wie ihre männlichen Kollegen.

«Dabei wäre die Gleichheit der Geschlechter eigentlich ein verfassungsmässig vorgeschriebenes Prinzip», so ­Anne-­Claude Demierre. Dem stehe der Trend der sogenannten «neuen Väter» entgegen, welche ihren Kindern bewusst mehr Zeit widmen wollten und damit eine «echte Gelegenheit» wahrnähmen, eine ausgeglichenere Familienstruktur zu kreieren.

Olivier Curty nahm seinerseits an einem Podiumsgespräch zum Thema «Vereinbarkeit von Familie und Beruf» teil. Mit ihm diskutierten Gerhard Andrey, Unternehmer und Vizepräsident der Grünen Schweiz, Gilles Crettenand, Mencare-Koordinator für die Westschweiz, sowie François Geiser, Doktorand und Vorstandsmitglied des Trägervereins der Freiburger Krippe Pérollino.

Wie alle auf dem Podium wurde auch Curty nach seinem persönlichen Rezept zur Vereinbarkeit gefragt. «Wir hatten das Glück, nur 200 Meter von zu Hause eine sehr gute Krippe zu haben», sagte der Volkswirtschaftsdirektor. «Es braucht aber auch viel Mikromanagement, und ich helfe zu Hause, wo ich kann. Wir sind weit entfernt von Perfektion, aber versuchen unser Bestes.»

Er habe jedoch auch einen Kollegen im Staatsrat, welcher wegen seiner Familie keine Termine vor neun Uhr morgens annehme, damit er täglich mit seiner Familie frühstücken könne.

«Unser Wirtschaftsmodell orientiert sich noch immer an der klassischen Rollenverteilung.»

Anne-Claude Demierre

Staatsrätin (SP)

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