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Neue Strukturen für die Heime

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Das Pflegeheim und das Tagesheim für Betagte in Villars-sur-Glâne, die Ambulanz des Saanebezirks und die Spitex: Sie alle gehören zu den medizinisch-sozialen Diensten des Saanebezirks. 30 Millionen Franken beträgt das jährliche Budget aller Institutionen zusammen, und rund 340 Angestellte besetzen 240 Vollzeitstellen.

Die Strukturen der medizinisch-sozialen Dienste sind nicht optimal für ein solch grosses Gebilde. Deshalb hat der Vorstand bereits 2012 ein externes Audit in Auftrag gegeben. Aus diesem entstand die Empfehlung, einen Verwalter an die Spitze der Dienste zu stellen (die FN berichteten).

An der Delegiertenversammlung der medizinisch-sozialen Dienste des Saanebezirks am Mittwochabend stellte Präsident und Oberamtmann Carl-Alex Ridoré das Resultat eines zweiten, weiterführenden Audits vor: «Wir wollten vom Experten wissen, wie das Pflichtenheft des Verwalters aussehen könnte und welche finanziellen und organisatorischen Auswirkungen diese Stelle hätte.»

Kein Verwalter

Der Experte schlug vor, die Personalverwaltung und die Finanzen der verschiedenen Institutionen zu gruppieren. Da damit ein Verwalter alle administrativen Aufgaben übernehmen würde, änderten sich seiner Ansicht nach die Aufgaben der jetzigen Direktoren: Sie wären künftig nur noch Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter. «Der Vorstand sucht nicht einen Verwalter, sondern einen Generaldirektor oder eine Generaldirektorin», sagte Oberamtmann Ridoré an der Delegiertenversammlung. Ob die Direktoren zu Abteilungsleitern würden, sei noch offen: «Das müssen wir vertieft anschauen.» Und um dies zu entscheiden, möchte der Vorstand erst den Generaldirektor anstellen und dann mit ihm die genaue Aufgabenverteilung anschauen. «Wir wollen die künftige Struktur in aller Ruhe besprechen.» Der Experte geht davon aus, dass die neue Stelle unter dem Strich keine Zusatzkosten verursachen wird.

Spitex auflösen

Der Experte schlug auch vor, die Spitex aufzulösen. Heute ist sie eine eigenständige Organisation innerhalb der medizinisch-sozialen Dienste des Saanebezirks, was die Abläufe etwas kompliziert macht. Nun soll sie aufgelöst und in die Dienste integriert werden, so wie es die anderen Institutionen bereits sind.

Diesem Vorschlag möchte der Vorstand folgen – allerdings lässt er sich dabei etwas mehr Zeit, als vom Experten vorgeschlagen. «Das soll auf Januar 2016 so weit sein», sagte Oberamtmann Carl-Alex Ridoré den Delegierten.

Misshandlungen: Es sind noch weitere Fälle aufgetaucht

I m April ist ein Fall von Misshandlung im Pflegeheim des Saanebezirks in Villars-sur-Glâne bekannt geworden. An der Delegiertenversammlung der medizinisch-sozialen Dienste des Saanebezirks am Mittwochabend erklärte Präsident und Oberamtmann Carl-Alex Ridoré die Umstände: «Der Urheber hat die Misshandlung gestanden.» Seit August – seit die Direktorin des Heims davon erfahren und umgehend Ridoré informiert hatte – laufe eine Strafuntersuchung. Der Täter und ein direkter Vorgesetzter seien entlassen worden (die FN berichteten).

Details konnte Ridoré wegen der laufenden Untersuchung nicht bekannt geben. Doch sagte er, dass es möglich sei, dass die Person «noch für zwei bis drei weitere Misshandlungsfälle verantwortlich sein könnte». Die Familien der betroffenen Heimbewohner seien informiert worden. Zugegeben habe die Person zudem rund zehn Diebstähle.

Die Misshandlung hatte sich bereits im Mai 2013 zugetragen; die Direktorin hat davon erst im August erfahren. «Da stellt man sich natürlich Fragen zur internen Kommunikation», sagte Carl-Alex Ridoré. Gleichzeitig sei es vielleicht auch ein Erfolg der bereits zuvor eingeleiteten Massnahmen, welche die Kommunikation verbessern sollten. «Man kann auch sagen, dass der Fall dank der besseren internen Kommunikation bekannt werden konnte.»

Die Pflegeteams seien von den Ereignissen «ziemlich durgeschüttelt worden», sagte Ridoré. Deshalb habe der Vorstand Anfang Jahr ein Coaching veranlasst. njb

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