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Neue Zeitungslogistik der Post

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Neue Zeitungslogistik der Post

In der Nacht vom 8./9. August 2004 führt die Post flächendeckend eine neue Logistik für Tageszeitungen ein. Die Umstellungen wurden nötig, weil der Bund im Zuge diverser Sparmassnahmen die Mittel für den Zeitungstransport gekürzt hat. Ziel der postalischen Neuorganisation ist es, in diesem Bereich jährlich mindestens 10 Millionen Franken einzusparen. Für die Abonnenten der «Freiburger Nachrichten» bringen die Umstellungen in Bezug auf die Zustellung keine direkten Auswirkungen mit sich. Während der Testphase können jedoch vereinzelt verspätete Zustellungen nicht ausgeschlossen werden.

Das Postgesetz

Basierend auf dem bestehenden Postgesetz, hat der Bund bis anhin der Post die ungedeckten Kosten für den Zeitungs- und Zeitschriftentransport mit jährlich 100 Millionen Franken subventioniert. Im Zuge diverser Sparmassnahmen wurde dieser Betrag in einer Übergangsfrist von 2004 bis 2007 auf 80 Millionen Franken gekürzt. Die Beitragssenkung des Bundes wurde durch Tariferhöhungen bei der Post auf den 1. Januar 2004 teilweise wieder ausgeglichen, was in der Regel auch zu Erhöhungen der Abonnementspreise geführt hat. Die Tariferhöhungen alleine reichen der Post jedoch nicht aus, um den wegfallenden Betrag zu kompensieren. Deshalb lautet die Zielvorgabe, die Kosten für den Transport von Tageszeitungen jährlich um mindestens 10 Millionen Franken zu senken.

Noch vier «Hubs»

Die gesamte Zeitungslogistik wird neu ab der Nacht vom 8. auf den 9. August 2004 nur noch über vier Verteilzentren, so genannte «Hubs» abgewickelt. Diese befinden sich in Zürich, Bern, Lausanne und Hunzenschwil im Kanton Aargau. Um weitere Tarifanpassungen nach oben zu verhindern, suchte die Post mit Verlegerverbänden im Projekt «Zeitungslogistik» nach Lösungen. In teilweise zähen Verhandlungsrunden wurden Möglichkeiten erörtert, welche einerseits den Vorgaben der Post Rechnung tragen, andererseits aber auch die Bedürfnisse der Zeitungsverlage berücksichtigen. Den Verlegern war schnell einmal klar: Teile von Kosten, welche früher von der Post getragen worden sind, gehen neu zu ihren Lasten. Insbesondere im Transportbereich führt die neue Logistik zu Mehrkosten. Zudem müssen die Zeitungen heute früher als bisher angeliefert werden, was für die Verlage eine enorme Herausforderung bedeutet.

Die Konsequenzen

Für die Freiburger Nachrichten bedeuten die Umstellungen, dass die Zeitungen neu im Hub Bern (statt wie bisher in Freiburg) angeliefert werden müssen. Die Transportzeit in die Bundeshauptstadt musste in der Folge neu in den Produktionsplan eingerechnet werden. Keine einfache Angelegenheit aller Beteiligten, werden doch in der Paulusdruckerei nicht nur die FN, sondern auch die «La Liberté» gedruckt. Diese spezielle Ausgangslage liess nur wenig zeitlichen Spielraum zu, so dass an manchen Orten förmlich um Minuten gerungen wurde.

Verlag und Redaktion der Freiburger Nachrichten setzten sich von Anfang an vehement dafür ein, den bisherigen Redaktionsschluss von 23.30 Uhr (Ausnahme Donnerstag) aufrechtzuerhalten. Schliesslich lebt eine Zeitung, wie kaum ein anderes Produkt, von der Aktualität. Dank diversen internen und technischen Umstellungen in Zusammenarbeit mit der Paulusdruckerei konnte dieses vorrangige Ziel erreicht werden.

Eine gewisse Restproblematik bestand jedoch für den Donnerstag, an welchem die Freiburger Nachrichten eine Grossauflage in Deutschfreiburg und in der bernischen Nachbarschaft streuen. Während des Entscheidungsprozesses erlangte die pünktliche Bedienung aller Abonnenten oberste Priorität. Unter diesem Aspekt entschied der Verwaltungsrat der Freiburger Nachrichten, den Redaktionsschluss am Donnerstag auf 23.00 Uhr vorzuverlegen.

Testphase beginnt

Am 12. Juli 2004 beginnt eine Testphase, in welcher die Umstellungen 1:1 simuliert werden. Die neuen Produktionspläne werden auf ihre Praxistauglichkeit getestet und die Prozessabläufe so weit optimiert, dass in der Nacht vom 8. auf den 9. August 2004 die Umstellungen definitiv wie geplant umgesetzt werden können.

Während der Dauer der Testphase können vereinzelt verspätete Zustellungen nicht ganz ausgeschlossen werden. Sollte dieser Fall tatsächlich eintreten, bitten wir unsere Leserinnen und Leser bereits jetzt um Verständnis. Die Freiburger Nachrichten werden alles Mögliche unternehmen, um den Lesern auch in Zukunft eine aktuelle und pünktlich zugestellte Tageszeitung zu garantieren.

Verwaltungsrat,
Verlag und Redaktion

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