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Neuenburg meldet sich zurück

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«Heute fehlte es uns an Konzentration. Spiele können auch im Kopf verloren werden», sagte ein sichtlich enttäuschter Olympic-Trainer Petar Aleksic nach der schon fast demütigenden 68:82-Schlappe. Mental war in diesem Spiel das heimstarke Neuenburg das bessere Team. Trainer Emmanuel Schmitt schaffte es, nach den beiden ziemlich klaren Niederlagen in Freiburg sein Team bestens auf diese so wichtige Partie einzustellen. «Jeder Spieler war sich seiner Rolle bewusst, war bereit, Verantwortung zu übernehmen. So starteten wir mit Elan in die Begegnung.»

Völlig verpatzter Start

 Kaum einmal hatte man in dieser Saison ein derart desolates Olympic ans Werk gehen sehen. Nichts lief zusammen, die gewohnt sicheren Ballstafetten fanden diesmal auf der gegnerischen Seite statt. Eine miserable Trefferquote, Fehlpässe und mangelnde Konzentration sorgten für einen Traumstart auf der Gegenseite (11:0; 4.). Nach nur dreieinhalb Minuten Spielzeit schien die Partie schon gelaufen. Neuenburg begann mit einer aggressiven Defensive gegen die Freiburger Leistungsträger. Derek Wright und Andre Williamson wurden praktisch aus dem Spiel genommen. So stark hatten die Gäste das Heimteam wohl kaum erwartet. Erst in der achten Spielminute skorte Natan Jurkovitz den ersten Freiburger Korb aus dem Spiel heraus; vorher waren Slobodan Miljanic lediglich zwei magere Pünktchen aus den beiden zugesprochenen Freiwürfen gelungen. So lautete das Skore plötzlich 17:2 (7.). Viele glaubten sich im falschen Film – aber am Samstag konnte der Sieger schon nach dem Startviertel eigentlich nur Neuenburg heissen.

 Keine Reaktion

 Den gut 1600 Zuschauern in einer übervollen Halle gefiel dieser Spielverlauf mehrheitlich; die vor dem Spiel verteilten gelben Shirts leuchteten überall hell auf. War im ersten Abschnitt mehrheitlich Top-Skorer Babacar Touré erfolgreich (10 Punkte), bekamen die Freiburger ihn im zweiten Viertel etwas besser in den Griff. Dafür aber trumpften Steinmann, Schittenhelm und Savoy gross auf. Nicht zu vergessen auch der omnipräsente Tony Brown. So wuchs der Vorsprung des Heimteams bis zur Pause auf satte 17 Punkte an. Interessanterweise war bis zu diesem Zeitpunkt der junge Freiburger Jurkovitz in der Rolle des Gäste-Top-Skorers (8 Punkte).

Wie oft hat man in letzter Zeit Olympics Ausgeglichenheit und die Stärke der Bank-Spieler gerühmt? Am Samstag aber war davon wenig zu sehen. Zu überlegen spielten die Neuenburger diesmal auf. Es ist und bleibt eben doch eine spezielle Sporthalle: Der Kunststoffboden sowie die zahlreichen Linien der diversen Spielfelder und auch die Körbe schienen sich gegen die Freiburger verschworen zu haben. Keiner der Olympic-Spieler lief zu seiner Bestform auf, keiner konnte Akzente setzen. «Wir können uns in der Regel auf die Stärke von Spielgestalter Derek Wright verlassen. Aber auch er zog einen schwarzen Tag ein», sagte Arnaud Cotture nach der verlorenen Partie.

 Neuenburgs Vorsprung stieg vor Beginn der letzten zehn Spielminuten auf über 20 Punkte an (68:44; 29.). Der Favorit aus Freiburg musste bös untendurch. Mehr noch, ein Desaster begann sich abzuzeichnen, welches nur für die Moral der Neuenburger hilfreich sein konnte. Die Gäste aber schienen sich bereits länger mit der Niederlage abgefunden zu haben, denn ihre Gegenwehr liess stark zu wünschen übrig. Der Rückstand der Saanestädter schien gar die 30-Punkte-Grenze zu übersteigen,hätte sich der bis dahin kaum gesehene Jonathan Kazadi nicht doch noch ein Herz gefasst und noch ein wenig Resultatkosmetik betrieben. Mit seinen drei Dreiern schraubte er sein persönliches Skore im letzten Viertel immerhin noch auf 20 Punkte hoch und bot sich so zur Wahl des besten Gästespielers geradezu an. Das Heimteam aber hatte sein Tempo sicherlich um mindestens zwei Gänge zurückgeschaltet, um so noch Reserven für das vierte Spiel von morgen Dienstag in Neuenburg übrig zu lassen. Für die Freiburger steht derweil eine intensive Videoanalyse dieser inakzeptablen Leistung auf dem Programm. Wie man gegen diesen Gegner spielen muss, wissen eigentlich alle. Deshalb muss sich am Dienstag vieles ändern, will man dann am Freitag zu Hause den Sack definitiv zumachen.

 

 

Reaktionen: «Mental waren wir nicht bereit»

Petar Aleksic (Trainer Olympic): «Uns fehlte die Konzentration. Mental waren wir nicht bereit. Diese Niederlage verkompliziert den weiteren Verlauf. Am Dienstag muss es anders laufen, eigentlich weiss jeder, was zu tun wäre.»

Emmanuel Schmitt (Trainer Neuenburg): «Ich habe diese Art von Spiel erhofft und erwartet. Mein Team hat die Reaktion gezeigt, die es heute brauchte. Ich bin stolz, dass jeder alles gegeben und 40 Minuten gekämpft hat. Physisch und mental muss alles stimmen, will man die Freiburger schlagen.»

Leo Schittenhelm (Spieler Neuenburg): «Entscheidend war heute unsere Top-Defensive. Im Angriff zirkulierten unsere Bälle diesmal besser als die der Gäste. Wir haben heute von Anfang bis zum Schluss dominiert, das gelingt gegen Olympic nur selten.»

Arnaud Cotture (Spieler Olympic): «Neuenburg hat uns heute mit der starken Defensive geknackt. Wir zollten Tribut für den Fehlstart und fanden nie zu unserem Spiel.» bb

Telegramm

Neuenburg – Olympic 82:68 (42:25)

Riveraine; 1675 Zuschauer; SR: Clivaz/Michaelides/Novakovic.

Freiburg Olympic:Williamson (7), Kazadi (20), Miljanic (5), Wright (5), Cotture (6), Kovac (5), Fongué (2), Molteni (6) Monteiro, Leemans (2), Jurkovitz (10).

Union Neuenburg:Savoy (16), Brown (8), Touré (17), Steinmann (12), Mathis (8), Keller, Gaillard, Miavivululu.

Bemerkungen:Beide Teams in Bestbesetzung. Beste Spieler: Savoy; Kazadi. 5 Fouls: Jurkovitz (34.)Viertelsresultate:20:10; 22:15; 26:21; 14:22.

Stand Serie (best of 7):1:2.

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