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Neuer Belag soll Rutschgefahr verringern

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Heribert Andrey ist Landwirt. In den vergangenen Monaten war er aber öfters als Retter in der Not im Einsatz. Denn kurz vor der Neumattbrücke unterhalb seines Hofes in St. Ursen haben sich zahlreiche Selbstunfälle ereignet. Es kam immer wieder vor, dass Autofahrer, die von Tafers in Richtung St. Ursen oder in der Gegenrichtung unterwegs waren, von der Strasse abkamen, in der Wiese stecken blieben oder mit dem Dach auf der Strasse landeten. Oft sind Heribert Andrey und seine Frau den Betroffenen zu Hilfe geeilt, ein schlimmer Unfall habe sich zum Glück nie ereignet. «Alle haben erzählt, sie seien nicht zu schnell unterwegs gewesen. Auf einmal habe es sie einfach von der Strasse geräumt», so Andrey. Vor fünf bis sechs Wochen habe er eine Häufung dieser Selbstunfälle erlebt und etwa sechs Autos abtransportiert. «Drei davon waren abbruchreif.»

 Auch der Wagen einer 26-jährigen Frau aus Düdingen war nicht mehr zu retten, als sie am 1. August diesen Jahres an dieser Stelle verunfallte. «Es war Mittag, die Strasse war nass, und ich war nicht zu schnell unterwegs. Aber als ich nach der Kurve wieder geradeaus fahren wollte, hatten die Räder überhaupt keinen Grip mehr, es fühlte sich an wie Fahren auf Seifenwasser. Ich geriet auf die Gegenfahrbahn, von dort auf die Wiese und landete schliesslich wieder auf der Strasse. Das Auto auf dem Dach», erzählt sie den FN. Sie habe grosses Glück gehabt und nur ein kleines Schleudertrauma davongetragen, von dem sie sich mittlerweile wieder erholt habe.

Viele Unfälle nicht gemeldet

Der Kommunikationsverantwortliche der Freiburger Kantonspolizei, Gallus Risse, ist an der Sensler Messe Anfang September von mehreren Personen auf diese Problematik angesprochen worden. «Diese Kurve ist ein Sorgenkind», sagt Risse. Er bestätigt, dass es an dieser Stelle in letzter Zeit zu zahlreichen Selbstunfällen gekommen ist. Eine Anzahl könne er aber keine nennen, da diese Unfälle der Polizei oft nicht gemeldet würden. Das Register der Kantonspolizei zählt offiziell acht Unfälle auf dieser Strecke in den vergangenen fünf Jahren. Der Betroffene des letzten bekannten Unfalls habe sich per Brief ans Oberamt gewandt, so Risse. Der Sensler Oberamtmann Nicolas Bürgisser bestätigt, dass er zu dieser Problematik von einem Bürger vor etwa drei Wochen einen Brief erhalten und daraufhin mit der Kantonspolizei Kontakt aufgenommen habe. Auch der Gemeinderat von St. Ursen habe sich deswegen schon mehrmals schriftlich an den Kanton gewandt, sagt Vize-Ammann Charles Wicky. Niemand habe je richtig verstehen können, weshalb genau diese Stelle so rutschig ist.

Alles im normalen Bereich

Sowohl die Polizei wie auch Experten des Tiefbauamtes haben die Passage in der Folge unter die Lupe genommen, konnten aber keine Auffälligkeiten feststellen, wie Kantonsingenieur André Magnin auf Anfrage erklärt: «Alle technischen Parameter liegen in der Norm», sagt er. Der Strassenbelag sei nach ersten Meldungen über Unfälle erstmals im November 2014 untersucht worden. Damals wie bei den Tests im August 2015 hätten sie nichts feststellen können, was die Ursache für die Unfälle sein könnte. Der Strassenbelag müsse als «normal» klassiert werden. André Magnin kann sich demnach auch nicht erklären, weshalb diese Stelle besonders bei nasser Fahrbahn so rutschig ist. Denn der Deckbelag sei auf der ganzen Strecke bis nach St. Ursen derselbe, im Juni 2011 war er neu angebracht worden.

Neuer Anti-Rutsch-Belag

«Trotzdem geschehen immer wieder Unfälle. Deshalb gilt es, nun zu handeln und nicht länger auf technische Erklärungen zu warten», sagt der Kantonsingenieur. Spielt das Wetter mit, soll deshalb noch heute oder morgen damit begonnen werden, diese Stelle mit einem Dünnschichtbelag mit Granulat zu überdecken. Diese Massnahme kostet den Kanton rund 36 000 Franken und soll das Rutschen in Zukunft verhindern.

«Alle Lenker haben erzählt, sie seien nicht zu schnell unterwegs gewesen.»

Heribert Andrey

Landwirt aus St. Ursen

Rückblick: Nicht zum ersten Mal Rutschgefahr

E s ist nicht das erste Mal, dass das kantonale Tiefbauamt auf Freiburger Kantonsstrassen nachbessern muss, weil der Belag zu rutschig ist und eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer bildet. Vor fünf Jahren gerieten auch auf der Bürglenstrasse in Freiburg und auf der Sonnaz-Abfahrt vor Pensier auffallend viele Autos ins Schleudern, und der Kanton baute Mitte Oktober 2010 zur besseren Haftung einen neuen Belag ein (die FN berichteten). Ist die Problematik auf der Strasse vor St. Ursen die gleiche wie damals? «Das ist schwierig zu sagen, weil wir nicht wissen, weshalb es in dieser einen Kurve so rutscht», sagt Kantonsingenieur André Magnin. Seltsam sei zudem, dass es nur gerade diese eine Kurve betreffe. Auf jeden Fall liege es nicht am Verhalten der Lenker, sondern an der Beschaffenheit der Strasse. Deshalb werde nun ein anderer Deckbelag eingebaut. ak

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