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Neuer Direktor am Konservatorium

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Neuer Direktor am Konservatorium

Die Wahl fiel auf den Tessiner Giancarlo Gerosa

Er ist 36-jährig, verfügt über ein Lizenziat der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, ist im Besitz eines Virtuositätsdiploms für Klarinette und machte als Direktor ad interim am Konservatorium bereits seine Erfahrungen: Giancarlo Gerosa tritt die Nachfolge von Maurice Senn an.

Von IRMGARD LEHMANN

Mit 19 Jahren kam er nach Freiburg, um zu studieren, und mit 36 Jahren ist er nun Direktor einer Schule mit über 5000 Studierenden und 200 Lehrpersonen. Giancarlo Gerosa ist einer der jüngsten Konservatoriumsdirektoren der Schweiz. «Ich weiss, es ist ein bisschen früh», meint er. Aber er habe ja seine Sporen bereits abverdient.

Giancarlo Gerosa ist seit einem Jahr Direktor ad interim. Und per 1. September hat ihn die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport mit dem Einverständnis des Staatsrates zum Direktor und somit zum Nachfolger von Maurice Senn bestimmt. (Senn ist im Sommer 2002 zurückgetreten.)

Im Banne einer Kleinstadt

Giancarlo Gerosa ist in Locarno aufgewachsen und mit 19 Jahren nach Freiburg gekommen, um Wirtschafts-und Sozialwissenschaften zu studieren. «Ich fühlte mich von Anfang an wohl in dieser Stadt», meint er. Das reiche kulturelle Leben und die Überschaubarkeit der zweisprachigen Stadt schätze er sehr.

Nebst Italienisch und Französisch spricht Gerosa ebenfalls sehr gut Deutsch. Der Musiker und Wirtschaftswissenschaftler hat hat sich denn auch im Kanton niedergelassen. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Mit seiner Familie wohnt er in Neyruz.

Sieben Kandidaten
und keine Frau

Für den Posten standen der Direktion für Erziehung sieben Kandidaten zur Auswahl. Darunter vier ausserkantonale Bewerbungen, wie Gérald Berger, Dienstchef beim Departement für kulturelle Angelegenheiten, sagt.

Zwei Personen kamen in die engere Wahl. Und was sprach zu Gunsten Gerosas? Vorab seine persönlichen Qualitäten, betont Berger. Ins Gewicht fielen aber auch seine Führungs- und pädagogischen Erfahrungen.

1995 erlangte Gerosa am Konservatorium Freiburg ein Lehrdiplom und 1997 ein Virtuositätsdiplom für Klarinette (1er Prix des Konservatoriums Lausanne). Im gleichen Jahr wurde der Musiker am Konservatorium Freiburg als Hilfslehrer angestellt und 1999 zum Stellvertretenden Direktor des Konservatoriums Freiburg ernannt.

Musikhochschule
und Reorganisation

Mit den laufenden Projekten und der Umstrukturierung am Konservatorium hat sich Gerosa somit bereits befasst. Er hat bei der Vorbereitung des Dossiers – im Hinblick auf die Erlangung der Musikhochschule-Anerkennung – für die Berufsklassen des Konservatoriums mitgearbeitet. Das Konservatorium Freiburg soll Teil der Westschweizer Musikhochschule werden.

Gerosa war ausserdem am Konzept zur Reorganisation des Konservatoriums beteiligt und hat in Zusammenarbeit mit den Abteilungsleiter/-innen eine neue Schülerbeurteilungsmethode eingeführt.
Auf musikalischer Ebene war Gerosa Gründungsmitglied des Blasorchesters der italienischen Schweiz sowie Vizepräsident der Freiburger Sektion des Schweizerischen Musikpädagogischen Verbands. Er hat mehrere Musikcorps dirigiert und ist Mitglied des Klarinettentrios «Ebène».
Der Tessiner hat aber auch Kenntnisse im Bankwesen. Nach dem Studium hat zwei Jahre beim Bankverein gearbeitet.

Kein Stellvertreter mehr

Mit dem neuen Direktor fasst am Konservatorium auch eine neue Leitungsstruktur Fuss. Dem Direktor stehen zwei Gremien zur Seite. Einerseits der Direktionsrat (Direktor, Verwalter und Delegierter der Lehrerschaft) sowie der Rat der Abteilungsleiter (sieben Lehrkräfte, die den einzelnen Instrumentenbereichen vorstehen). Der Posten «Stellvertretender Direktor» wurde gestrichen.

Nebst der Eingliederung in die Westschweizer Musikhochschule stehen dem Konservatorium jedoch noch bauliche Veränderungen bevor: Neubau und Sanierung im Umfang von 12 Millionen Franken sollen demnächst in Angriff genommen werden. Auch ist der Posten des Verwalters immer noch vakant.

Über die Wahl zeigt sich Gerosa erfreut. Jetzt, wo die Strukturen klar sind, «können wir uns mit neuem Elan in den Dienst der Musik stellen».

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