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Neuer Schub für Umfahrungsstrasse

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Autor: Helene Soltermann

Der Staatsrat soll die Umfahrungsstrasse Kerzers möglichst rasch realisieren. Diese Aufforderung will der Kerzerser SVP-Grossrat Ueli Johner am nächsten Freitag beim Staatsrat deponieren, und zwar in Form einer Petition. Am Kerzerser Maimarkt hat Johner um die 300 Unterschriften gesammelt; und er ruft die Bevölkerung weiterhin auf, ihren Namen unter die Petition zu setzen.

Fuge noch nicht geflickt

Um die Umfahrungsstrasse Kerzers zu realisieren, müsste der sanierungsbedürftige Autobahnviadukt renoviert werden. Johner regt sich darüber auf, dass auf dem Viadukt nichts gemacht wird, obschon das Bundesamt für Strassen (Astra) erst im Januar Sanierungsmassnahmen angekündigt hat. Mit den winterlichen Wetterverhältnissen sei die Fuge regelrecht zur Gefahr geworden, vermeldete das Astra damals. Das Astra kündigte in der gleichen Mitteilung an, die kaputte Fuge bis Ende Juli zu sanieren. Die rechte Spur des Autobahnviadukts Richtung A1 ist seither gesperrt. «Aber es hat noch nie jemand dort gearbeitet», entrüstet sich Johner. Auch die Kerzerser Gemeindepräsidentin Susanne Schwander hat noch keinen Bauarbeiter auf dem Viadukt gesehen. «Ich bin konsterniert, dass noch gar nichts gemacht wurde», sagt sie.

«Arbeiten wurden verzögert»

Astra-Mediensprecher Olivier Floc’hic konnte gestern auf Anfrage nicht genau sagen, wie weit man tatsächlich mit den Sanierungsarbeiten ist. «Wahrscheinlich ist es zu Verzögerungen gekommen, aus welchen Gründen auch immer», sagt er. Bestätigen kann er lediglich, dass die rechte Spur Richtung A1 aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres gesperrt ist.

Mit seiner Petition möchte Johner das Dauerthema Umfahrungsstrasse vorantreiben. «Seit 1978 ist das dazu benötigte Terrain auf dem vorgesehenen Trasse im Besitze des Staates Freiburg», schreibt er in seiner Petition. Im Gegensatz zu anderen Projekten sei die Planung der Umfahrung bis heute jedoch nicht angegangen worden. Zwar habe der zuständige Staatsrat Georges Godel im Februar vor einem Jahr zugesichert, Anfang nächster Legislatur – also nächstes Jahr – eine Gesamtbeurteilung der Strassenprojekte im Kanton vorzunehmen. Johner verlangt vom Staatsrat, die Umfahrung Kerzers vorrangig zu behandeln. «Nur so können wir beim Astra ein Zeichen setzen.»

Kanton will Studie abwarten

Die zuständige kantonale Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion will mit der Kerzerser Umfahrung nicht vorpreschen. Vielmehr will man die Resultate einer in Auftrag gegebenen Studie zu allen Strassenprojekten im Kanton abwarten, wie Mediensprecherin Corinne Rebetez sagt. Die Studie wird laut Rebetez im Verlauf des nächsten Jahres erscheinen.

Wie es mit dem Autobahnviadukt weitergeht, kann der Bund bis heute nicht sagen.Bild Charles Ellena/a

Chronologie

Offizielle Route via Kerzers oder Murten?

Die Umfahrungsstrasse und der Autobahnviadukt in Kerzers sind ein langwieriges Thema. Seit diesem Februargehört der Viadukt dem Bund, für dessen Unterhalt ist somit das Bundesamt für Strassen (Astra) zuständig. Wie es mit dem sanierungsbedürftigen Viadukt weitergeht, ist gemäss dem Astra bis jetzt noch offen. Laut Astra-Mediensprecher Olivier Floc’hic istbis heute noch kein Entscheid über die Zukunft des Viadukts oder dessen Ersatz gefallen. Die Seebezirkler hingegen haben klare Vorstellungen: sie wollen den Viadukt erhalten. Im Herbst 2009 haben alle 13 Grossrätinnen und Grossräte des Seebezirks vom Freiburger Staatsrat gefordert, dass dieser sich für die Streckenführung von Bern Richtung Neuenburg via Kerzers, Müntschemier, Ins und Gampelen einsetzt, anstatt die provisorischeVerkehrsführung über Murten–Löwenberg zur definitiven Strecke zu erklären. Dies stösst wiederum beim Kanton Bern auf taube Ohren – dieser müsste mit dieser Verkehrsführung auf seinem Territorium mit Mehrverkehr rechnen. Bis zur Expo.02 wurde der Verkehr von Bern her über Kerzers nach Neuenburg geleitet, seit der Expo.02 führt die beschilderte Route via Murten–Löwenberg und Ins. hs

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