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Neuer Wein in alten Bäuchen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Herbst gilt als Zwischen­saison, eingequetscht zwischen dem Sommer und dem Winter. Aber so ein Pressing bringt ja die besten Sachen zutage. Zum Beispiel den Sauser. Ein Getränk, das den Mut hat, so zu heissen, wie das Geräusch, das es macht, wenn es den Körper wieder verlässt. Und natürlich gibts jetzt auch wieder den Beaujolais nouveau, den vor allem ältere Gaumen zu schätzen wissen. Neuer Wein in alten Bäuchen, sozusagen. Übrigens, haben Sie gewusst, dass viele Winzer an einer Weinleseschwäche leiden? Der Dysoechslexie.

Wenn wir schon bei billigen Wortspielen sind: Ich spiele Trompete, und wie alle Blechbläser kultiviere ich eine leise Verachtung für die Holzbläser, diese Rindenlutscher. Völlig unten durch sind aber die Laubbläser. Die haben in meiner Herbstsinfonie einfach nichts verloren. Dann doch lieber der süsse Klang eines Rahmbläsers, der auf meine Vermicelles tremoliert.

Apropos röhrende Potenzbestien: Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass die Jäger meist hässlicher sind als die Hirsche? Und trotzdem sind am Schluss die Tiere tot. Eigentlich ungerecht. Ich begrüsse deshalb die neue Ini­ti­a­tive von Greenpeace, das heimische Wild aufzurüsten – mit Schrotflinten und Zielfernrohren. Welch grosses Halalihallo, wenn die Sau zurückschiesst. Und endlich hält das Jägerschnitzel, was sein Name verspricht.

Der Herbst ist die Jahreszeit der Schwerkraft. Alles fällt: der Jäger vom Hochsitz, das Laub vom Baum und Gottéron von der Spitze der Tabelle an den Schwanz. (Abwarten, das kommt noch.) Und Apfel auf Birne. So hat Newton ja seinerseits die Gravitation entdeckt. Übrigens soll es sich um einen Gravensteiner gehandelt haben.

Mit der Schwerkraft kommt die Schwermut. Aber nicht wegen Gottéron. Sondern wegen des Nebels. Der wird bald zum Dauergast im Mittelland, und trotzdem bleibt sein Wesen nebulös. Sitzt man drin, ist er eine Suppe, ist man drüber, ist er ein Meer. Ströme von Sonnenflüchtlingen drängen über die Nebelgrenze und die Bergbahnen verdienen sich eine goldene Nase mit ihren Schlepperdiensten. Und trotzdem fordert kein Politiker: «Macht die Nebelgrenze dicht.»

Mit dem Nebel ist auch die erste Grippe schon im Anzug. Deshalb mein herbstlicher Modetipp für Sie: Lassen Sie den Anzug im Schrank.

Übrigens, meteorologisch gesehen ist Nebel ja nichts anderes als Wolken mit Bodenkontakt. Wenn Sie also nächstens im Nebel Trübsal blasen, trösten Sie sich: Sie haben den Kopf in den Wolken und stehen trotzdem mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Aus­ser, Sie haben zu viel Sauser getrunken. Oder spielen bei Gottéron.

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