Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Neues Informatik-Konzept für die Schulen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die jüngeren Generationen besitzen heute viele elektronische Geräte und nutzen täglich die sozialen Netzwerke. Ihre Vertrautheit mit den neuen Technologien bedeutet dennoch nicht automatisch, dass sie diese auch kompetent anwenden können. Obschon an den Schulen des Kantons Freiburg bereits viel getan wird, drängt sich eine bessere Koordination auf, um mit der Entwicklung der Informationstechnologien und den Anforderungen der neuen Lehrpläne mitzuhalten. Vor diesem Hintergrund hat die Freiburger Erziehungsdirektion ein neues Konzept für die Einbindung von Medien, Bildern, Informations- und Kommunikationstechnologien in den Unterricht erarbeitet. Am Mittwoch stellte die Direktion dieses vor. Ab 2019 wird das Konzept im Rahmen der Aus- und Weiterbildungen der Lehrpersonen ­umgesetzt.

Sinnvolle Nutzung

«Es geht darum, die Bedürfnisse der Schüler, der Lehrpersonen und der Schulen zu befriedigen», sagte Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen. Dabei lege er grossen Wert darauf, dass die Schüler genügend kritisch gegenüber den neuen Medien seien. Das neue Konzept soll den Schülern auch einen Mehrwert bereiten, nicht bloss die Frage klären, wie man die elektronischen Geräte besser nutzt, etwa für Computerspiele. Das neue Konzept soll es zum Beispiel den Lehrpersonen ermöglichen, besser zu kontrollieren, ob die Schüler die Aufgaben begriffen haben. Das Konzept sei aber auch nötig geworden, damit die Ziele des Lehrplans 21 erfüllt werden könnten. So erinnerte der Vorsteher des Amtes für den deutschsprachigen obligatorischen Unterricht, Andreas Maag, daran, dass der Lehrplan 21 die Einführung eines eigenen Fachs für Informatik und Medien in der fünften, sechsten und siebten Klasse vorsieht – eine Stunde pro Woche. «Da werden die Schüler auch mit Programmieren und Algorithmen vertraut gemacht», sagte er. Dies sei entscheidend, um zu verstehen, wie Computer funktionieren. «Diese Kenntnisse sind für die moderne Gesellschaft enorm wichtig», fuhr er fort. «Um Algorithmen zu erklären, können auch Zöpfe geflochten werden», sagte Maag und gab dabei zu verstehen, dass das Verständnis für die neuen Technologien nicht nur am Computer geweckt werden könne. «Es geht für die Lehrperson beispielsweise auch um die Frage: Wie kann ich die Informatik in den Geschichtsunterricht einbauen?», fuhr er fort. Die Integration der sozialen Medien und der Informatik in den alltäglichen Unterricht ist ein zentrales Anliegen des neuen Konzepts.

Schutz und Sicherheit

Neun Ziele verfolgt das neue Informatik-Konzept, wie François Piccand, Vorsteher des Amtes für Unterricht der Sekundarstufe 2, erläuterte. «Im Vordergrund steht dabei auch die Prävention und Sensibilisierung für die Risiken bei der Nutzung von Medien», sagte er. Für die Umsetzung des Konzeptes gelte es natürlich vorerst, Lehr- und Kaderpersonen aus- und weiterzubilden und sie im Unterricht zu unterstützen. Digitalisierung und Vernetzung von Informationen und Diensten, die rasch, jederzeit und überall zugänglich sind, stellten das Verhältnis zur Welt und Wissen noch stärker infrage als die Technologien selbst. So müssten die Schülerinnen und Schüler die Informationen wegen ihres vagen und unsicheren Charakters ständig infrage stellen, die Vielzahl der Informationsquellen filtern, vergleichen und bewerten können. «Das setzt eine stärker entwickelte Kritik- und Analysefähigkeit der Schüler voraus als früher.» Dies soll die Schüler auch vor Cybermobbing, Pädophilie oder religiösem Extremismus schützen.

An den Mittelschulen wird das Fach Informatik/Bürokommunikation für das erste Gymnasialjahr zu einem Unterricht der Informatik mit wissenschaftlicher Ausrichtung weiterentwickelt und ab dem Schuljahr 2018/2019 zwei Wochenlektionen umfassen.

Gemeinden sind gefordert

Das neue Konzept bedingt auch die Anschaffung von neuem Informatikmaterial. Es ist Sache der Gemeinden, dieses zur Verfügung zu stellen. Diesbezüglich existieren im Moment riesige Unterschiede zwischen den Gemeinden. Ziel des neuen Konzeptes ist es auch, eine Chancengleichheit sicherzustellen. So bietet der Kanton eine zentralisierte Beschaffung von Didaktikmaterial und anerkannten Softwares zu vorteilhaften Preisen an.

Zahlen und Fakten

Die Kosten sind noch ungewiss

Die Computer haben schon längst Einzug in die Klassenzimmer gehalten. Nach den Worten von Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen wurde im Jahr 2001 die Fachstelle Fri-tic gegründet. «Die Entwicklung im Informatikbereich schreitet rasch voran», sagte er am Mittwoch, um das neue Konzept zu begründen. So soll bis Ende 2018 eine Präventions- und Interventionsstrategie entwickelt werden. Es gelte auch, Informatikmaterial zentralisiert zu beschaffen sowie Standards mit Pflichtenheften für die Gemeinden festzulegen. Ende 2018 sollen die Gemeinden informiert werden. Ab 2019 werde die Aus- und Weiterbildungen der Lehrpersonen umgesetzt. «Was dies alles kosten wird, wird vom Tempo der Umsetzung des Konzeptes abhängen.»

az

 

Mehr zum Thema