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Nicht als Einzelkämpfer ansehen

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Nach den letzten Lebensmittelskandalen rumort es inder Nahrungsmittelbranche gewaltig. Gleichzeitig kämpfen viele Schweizer Bauern weiter täglich um ihre Existenz. Das zeigte sich ein weiteres Mal in den harten Verhandlungen um die kürzlich von National- und Ständerat beschlossenen Unterstützungsmassnahmen in der Agrarpolitik.

Doch mit diesen Problemen, so schien es zunächst, wollten sich die rund zweihundert zumeist prominenten Gäste am Samstag in Grangeneuve für einmal nicht auseinandersetzen. Stattdessen trotzten sie dem Regen, um eine stattliche Geburtstagsfeier zu begehen. Im Jahr 1888, vor genau 125 Jahren, ist im Kanton eine«Milchwirtschaftliche Stationund Käsereischule» gegründet worden – die Vorgängerin des heutigen Instituts für Landwirtschaft Grangeneuve (LIG).

Die Basis bleibt

«Damals wie heute liegt das Erfolgsgeheimnis in der Ausbildung und Forschung», sagte die Direktorin für Landwirtschaft Marie Garnier. «Sie schaffen Synergien, verbessern traditionelle Abläufe und helfen, Erfahrung und Wissen zu teilen.» Das kantonale Institut habe denn auch eine vermittelnde Rolle zwischen dem praktischen Handeln und dem theoretischen Wissen. Letzteres werde in Zukunft noch verstärkt, wenn das LIG ab 2017 mit der nationalen Anstalt Agroscope Liebefeld-Posieux verbunden wird.

Dass alle Partner miteinander verhandeln lernen, sieht auch Geneviève Gassmann als Hauptaufgabe des Instituts. «Ein weiteres Ziel ist, den betroffenen Berufsleuten zur Seite zu stehen», so die Direktorin. Und zwar nicht nur bei technischen Fragen, sondern auch, wenn es um Planung und soziale Sicherheit geht. «Heute kann ein Landwirt nicht einfach nur Milch produzieren», erklärt sie. «Er muss wissen, wie sein Produkt verarbeitet wird, welcher Bedarf besteht.» Kurz: Die Produzenten müssten sich als Teil der Verarbeitungskette ansehen – und nicht mehr als Einzelkämpfer.

Dies umso mehr, als die Anforderungen an die «grünen Berufe» stetig steigen. «Nachhaltige Wirtschaft, Ernährungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit – um hier Vertrauen und Sicherheit zu schaffen, braucht es eine qualitativ gute Ausbildung», meinte CVP-Ständerat Urs Schwaller. Er sei zuversichtlich, denn Grangeneuve erfülle diese Anforderung.

 Die Symbolträchtigkeit des Anlasses – im Anschluss an die Reden enthüllte man eine Gedenktafel, pflanzte einen Ginkgobaum und liess 125 Tauben aufsteigen – täuschte jedoch nicht über die Herausforderungen hinweg, denen sich Produzenten, Verarbeiter und Verkäufer ebenso stellen werden müssen wie Politiker. So erinnerte Marie Garnier daran, dass ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen wird. Und Urs Schwaller fragte, wie dasBevölkerungswachstum bewältigt werden solle – wenn bereits heute 870 Millionen Menschen Hunger leiden. Die Arbeit von Instituten wie das LIG werde in diesem Kontext noch an Bedeutung gewinnen.

Chronologie

Eine lange Tradition mit Höhe- und Tiefpunkten

Im Jahr 1263 wird eine Scheune (neue Scheune/grange neuve) als eine von neun Aussenstellen des Zisterzienserklosters von Altenryf auf der Ebene von Posieux erstmals urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich ist es aber älter. Der Orden war 1138 nach Altenryf gekommen. Die zentralen Bereiche der Klosteranlage stammen aus dem Jahr 1163. Nach dem Sonderbundskrieg 1847 wurden die Klöster durch den Staat übernommen. Sofort wurde in Altenryf eine Landwirtschaftsschule eingerichtet, dann zog das Lehrerseminar ein. Seit 1939 leben wieder Mönche im Kloster. Das heutige Institut Grangeneuve wurde 1887 als «Milchwirtschaftliche Station und Käsereischule» in Treyvaux gegründet und siedelte um 1900 an den heutigen Standort um. Zuerst kümmerte sich der Marianistenorden, die frühere Besitzerin des Gebäudes, um die Schüler. 1952 wurde die Schule vom Kanton Freiburg übernommen und in der Folge stetig ausgebaut.fca

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