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Nicht der Wolf ist das wahre Problem

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein böser Wolf hat im Wallis ein paar Schafe gerissen, unter anderem zwei Schafe aus dem Seeland. Die Züchterin aus Kerzers findet den Wolf zwar ein schönes Tier, ist aber der Ansicht, es habe in der Schweiz dafür keinen Platz. Ich vertrete eine ganz andere These: Es hat in der Schweiz eindeutig zu viele Schafe und zu wenig Wölfe. Letztes Wochenende machte ich eine Wanderung vom Widdergalm zum Kaiseregg (über den Stieregrat)–und war entsetzt über den Zustand der Weiden im Raum Walop.

Diese werden offensichtlich intensiv genutzt, sind ratzekahl gefressen und mit Schafskot durchsetzt. Und weil die Schafe sehr selektiv weiden, nimmt die Kräutervielfalt ab, die Weiden verbuschen und die Erosion wird gefördert. Aus touristischer Sicht ist das eine Katastrophe. Weiter sind Schafe richtiggehend Krankheitsreservoire für andere Tiere wie Wildwiederkäuer (zum Beispiel Gämsblindheit). Die Schafe richten somit mehr Schaden in der Natur an, als es ein einzelner Wolf jemals schaffen wird, und die Herdenschutzhunde verschrecken mehr Menschen als der Wolf. Im Übrigen ist es mir schleierhaft, wieso die Schafzucht für unser Land so wichtig sein soll. Ohne die grosszügigen Bundessubventionen würde in der Schweiz wohl niemand mehr Schafe züchten. Das heisst: Weder aus marktwirtschaftlicher noch aus ökologischer Sicht macht es wirklich Sinn.

«Es hat in der Schweiz eindeutig zu viele Schafe und zu wenig Wölfe. Schafe richten mehr Schaden an, als es ein einzelner Wolf je könnte.»

 

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