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Nicht häufiger,aber schlimmer

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Die Experten des Labors für Dendrogeomorphologie untersuchten die Jahrringe von 1100 Bäumen im Schuttkegel des Ritigrabens, wie die Universität Freiburg am Dienstag mitteilte. So konnten sie eine Murganggeschichte erstellen, die bis ins Jahr 1570 zurückgeht.Die Forscher um Markus Stoffel stellten fest, dass die Murgangaktivität in den letzten Jahren eher rückläufig war. Am meisten Vorfälle traten zwischen 1916 und 1935 auf – Jahre mit ausgesprochen heissen und feuchten Sommern.Stoffel zweifelt angesichts dieser Resultate daran, dass die Klimaerwärmung in der Umgebung von Gletschern mehr Murgänge hervorrufen wird. Er rechnet aber damit, dass künftig mit teilweise sehr grossen Schlamm- und Geröll-Lawinen gerechnet werden muss, weil sich die Murrinnen kontinuierlich auffüllen.Die Freiburger Forscher gehen von diesem Szenario aus, weil sie annehmen, dass Sommergewitter weniger zahlreich auftreten werden, in einem wärmeren Klima aber heftiger ausfallen dürften.Den Schuttkegel des Ritigrabens untersuchten die Freiburger Forscher im Auftrag des Bundesamts für Umwelt und des Kantons Wallis. Wie Markus Stoffel gestern auf Anfrage erklärte, haben die Resultate der Studie ausschliesslich für das Wallis Gültigkeit. Ähnliche Studien könnten aber auch für andere Gebieten – z. B. für das Galterental – durchgeführt werden. Der Ansatz müsste aber entsprechend gewählt werden. FN/sda

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