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Nicht jammern, investieren!

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Nicht jammern, investieren!

Autor: «Herdenschutz greift noch nicht überall», FN vom 7. August 2010

So, da ist sie wieder, die ewige Diskussion. Darf der Wolf zurückkehren, kann er sich überhaupt noch integrieren, oder haben wir sein Biotop schon so weit zersiedelt und zerstört, dass ein Mit- und Nebeneinander gar nicht mehr möglich ist? Dann können wir die Schutzprojekte und jene für den Bär auch gleich stoppen, da ja früher oder später jedes Tier geschossen wird, weil die Schweizer die Toleranz nicht aufbringen können.

Wie ein optimaler Herdenschutz funktioniert, weiss ich als Laie auch nicht, doch früher haben Hirten die Herden 24 Stunden pro Tag begleitet – dies ist wahrlich eine schwierige Aufgabe und tatsächlich ein Beruf mit Berufung, aber effizient. Oder aber damals wurden gerissene Schafe in den Medien nicht so breitgetreten. (Die Toten im Zusammenhang mit Kühen in der Schweiz sind auch nicht so spektakulär wie von Hunden Getötete im Ausland.) Auf alle Fälle werden ja die gerissenen Tiere vom Staat finanziell ersetzt – finde ich auch in Ordnung so. Dass es auch einen «emotionalen» Verlust zu beklagen gibt, ist nachvollziehbar. Nur macht es mich stinksauer, dass die 8000 bis 10 000 «natürlichen Abgänge» nie erscheinen, weder bei der Diskussion um die finanzielle Entschädigung (bezahlen dies die Versicherungen?) noch um diese enormen «emotionalen» Verluste. Hirten gibt es nicht nur, um sie vor dem «bösen» Wolf zu beschützen, nein, sie leiten auch eine Herde und bewahren sie vor Abstürzen und dem Verrecken, wenn sie sich ein Bein gebrochen haben. Die ca. 200 vom Wolf gerissenen Tiere sind für mich so im Vergleich nicht mal drei Zeilen in der Boulevardpresse wert. Aber Hauptsache, dem Wolf ging es an den Pelz und irgendeiner wurde erschossen – ob er es war oder nicht. Also weiter in den Herdenschutz investieren, mit erfahrenen Nationen zusammenarbeiten und aufhören, zu jammern und unschuldige Wölfe aufs Schafott zu führen.

Autor: Tamara Fretz, Düdingen

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