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Nicht mehr länger nur Wasserträger

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Gestern um elf Uhr morgens hob Jean-Claude Cornu, Direktor der Kantonalen Gebäudeversicherung (KGV), die erste Schaufel Erde aus dem feuchten Boden von Châtillon. Er trug einen weissen Helm auf dem Kopf und Freude im Gesicht. «Was lange währt, wird endlich gut», hiess es in einer Medienmitteilung der KGV–ein durchaus passendes Sprichwort, denn der Bau hat eine lange Vorgeschichte: Schon im Januar 2012 wurde der Bau dem zuständigen Amt vorgelegt, nun wird es nach einigen Komplikationen und eineinhalb Jahren Wartezeit in Angriff genommen.

Acht neue Gebäude

Das geplante Zentrum wird acht Ausbildungsgebäude und einen externen Übungsplatz für Feuerwehrleute umfassen. Zwei der Bauten–der schon bestehende Bauernhof und das Technikgebäude–werden nebst Sitzungszimmern unter anderem eine Cafeteria sowie einen Fitnessraum, ein Krankenzimmer und Duschen für die Feuerwehrleute enthalten. In die restlichen sechs Betongebäude lässt die KGV Trainingsräume installieren, in denen die Feuerwehrleute verschiedenste Szenarien durchspielen können: Flächenbrände, Überschwemmungen und selbst brennende Fahrzeuge–auf viele Gefahrensituation werden die Feuerwehrleute vorbereitet, alles unter strengsten Sicherheitsmassnahmen. «Für das Feuer im Inneren der Häuser verwenden wir Erdgas, das per Fernsteuerung jederzeit abgedreht werden kann», sagt Martin Helfer, Stellvertretender kantonaler Feuerwehrinspektor und Zuständiger für die Ausbildung in Châtillon.

«Feuerwehrleute sind längst nicht mehr schlichte Wasserträger, sondern spezialisierte Fachkräfte», sagte KGV-Direktor Jean-Claude Cornu. Mit den bisherigen Ausbildungsstrukturen im Kanton ist es laut Helfer schlicht unmöglich gewesen, all diese spezialisierten Einheiten in Freiburg auszubilden. Gerade den Atemschutztrupps, die in den letzten Jahren immer wichtiger geworden sind, hat es an Übungsräumen gefehlt, um ihre Fähigkeiten im Inneren eines brennenden Hauses zu trainieren. Mit dem Bau des Zentrums in Châtillon sei das nun endlich realisierbar, sagte Helfer.

Schweizweit einzigartig

 Auch Einsatzleitern konnte die praktische Vorgehensweise im Brandfall in den bishe- rigen Trainingszentren nicht beigebracht werden. «Unsere Vision bei der Planung war es, ein Zentrum zu ent- wickeln, in dem realitätsna- he Übungsszenarien durchgespielt werden können», sagte Helfer. Dank 21 Brandstellen in den zwei Brandhäusern werde das nun möglich, ein Prinzip, das schweizweit einzigartig ist. Wenn ein Einsatzleiter bei einer Übung zu langsam reagiert, greift das Feuer auf einen weiteren Teil des Gebäudes über. «Man muss schnell und überlegt handeln», sagt Martin Helfer; nur so könne die richtige Taktik gelernt werden.

Im Hangar, im Turm und im Aussengelände trainieren die Feuerwehrleute zudemganz spezifische Rettungs- undLöschaktionen. So spüren sie Feuer in grossen Räumen mit viel Rauch auf und bergen Personen aus Schächten.

Zahlen und Fakten

KGV kommt für die Kosten auf

Der Bau des Ausbildungszentrums Châtillon bei Hauterive kostet rund 20 Millionen Franken. Nebst einem Verwaltungsgebäude werden auf einem 9200 Quadratmeter grossen Gelände verschiedene Übungsgebäude entstehen. Die Kantonale Gebäudeversicherung Freiburg finanziert das Bauprojekt aus eigenen Mitteln.tap

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