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Nicht nur das Wetter sorgt für Unmut

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Das vergangene Jahr werde sowohl meteorologisch als auch politisch in die Geschichte der Landwirtschaft eingehen, hielt Präsident Pierre Brand in seinem Jahresbericht einleitend fest. Riesige Schneemassen im Februar, Überschwemmungen im Mai, ein feuchter Sommer und der Sturm Lothar hätten die Naturgewalten deutlich vor Augen geführt.

Am 1. Januar 1999 ist die viel diskutierte Agrarpolitik 2002 in Kraft getreten. Dieser Politik fiel auch die bisherige Preisgarantie für die Landwirtschaftsprodukte zum Opfer. «Während die Preise für unsere Produkte stets im Sinken sind, sind die Produktionskosten stagnierend», hielt Präsident Pierre Brand fest.
Ein weiterer Nachteil für den Pächter bestehe darin, dass die Milchkontingente ab dem 1. Mai vom Eigentümer verkauft oder anderweitig vermietet werden können. Dadurch werden die Milchkontingente allein vom Betrieb abhängig gemacht. Die Direktzahlungen, welche mit der Agrarpolitik 2002 eingeführt wurden, verleiten einige Eigentümer dazu, wieder vermehrt selber Land zu bewirtschaften. Zudem haben die Direktzahlungen dazu geführt, dass sich die Pachtzinse, trotz sinkenden Hypothekarzinsen, auf dem gleichen Niveau behaupteten.
Präsident Pierre Brand wies darauf hin, dass die Direktzahlungen dazu bestimmt seien, die Preise der Landwirtschaftsprodukte zu schützen, den Aufwand, den der Landwirt im ökologischen Bereich leistet, zu belohnen und den längst fälligen Tierschutzverordnungen zum Durchbruch zu verhelfen. Daher gehören die Direktzahlungen dem jeweiligen Betreiber des Betriebes und nicht dem Eigentümer.
Jean-Pierre Yerly vom Landwirtschaftsdepartement wies darauf hin, dass in Sachen Tierschutz im Kanton Freiburg ein gewisser Nachholbedarf bestehe. Die Direktzahlungen würden unter anderem von der Einhaltung der Tierschutzverordnung abhängig gemacht (FNvom Mittwoch). Eine Neuerung für den Erhalt der Direktzahlungen wurde vom Bund mit der Registrierung der Kataster-Parzellen eingeführt. Die Eigentümer und die Pächter wurden anfangs Januar vom Kanton aufgefordert, alle Artikel einer Parzelle anzugeben. Weil der Kanton Freiburg mit durchschnittlich gegen zwanzig Parzellen pro Betrieb führend sei, habe es zu einigen Schwierigkeiten geführt. Bei der Durchsetzung des Gewässerschutzes und bei der Rationalisierung der Betriebe sieht Jean-Pierre Yerly noch einige anstehende Probleme für das Landwirtschaftsdepartement.
Grossrat Henri Cotting, Vizepräsident des Bauernverbandes, wies darauf hin, dass das neue Landwirtschaftsgesetz vorsehe, dass der Bund Massnahmen ergreifen müsse, um den Bauern ein gewisses Einkommen zu sichern.

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