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Nicht nur einer für die Checker-Linie

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Immer wieder sei ihm die Szene durch den Kopf gegangen, sagt Tristan Vauclair und meint damit seine hundertprozentige Chance in der Partie vom letzten Dienstag gegen Servette, als er beim Stand von 3:3 rund eine Minute vor dem Ende das leere Tor vor sich hatte, den Puck aber in den Fanghandschuh des am Boden liegenden Genfer Goalies Tobias Stephan schoss. Praktisch im Gegenzug sicherten sich die Gäste mit einem Konter in extremis den 4:3-Sieg. «Es ist nie einfach, nach einem Spiel Schlaf zu finden», so der 27-jährige Jurassier, «diesmal aber war es besonders schwer.»

Die Stürmer ergänzen sich

Wie schon in Rapperswil, als Gottéron nach einer 2:0-Führung noch ins Penaltyschiessen musste, liessen die Freiburger auch gegen Servette unnötig Punkte liegen. «Das tut weh. Wir könnten mit einem kleinen Polster an zweiter Stelle liegen. Stattdessen sind wir im Mittelfeld klassiert», hadert Tristan Vauclair. Trotzdem sei nicht alles schlecht gewesen. «Bern war klar besser (Red.: 1:4-Niederlage), aber in den anderen vier Spielen waren wir jeweils das klar bessere Team. Die Gegner hatten jeweils Mühe, unser Tempo mitzugehen.»

Der Grund für diese Überlegenheit liegt in den Augen Tristan Vauclairs in der Homogenität der Mannschaft. «Wir verfügen über vier ausgeglichene Linien.» Dabei würden auch die vielen Wechsel in den einzelnen Sturmformationen wenig ins Gewicht fallen, hält der bissige Flügelstürmer fest. «Im Angriff komplementieren wir uns gut, da wir viele verschiedene Spielertypen in unseren Reihen haben. Techniker sind in unserer Mannschaft genauso vorhanden wie schnelle oder kräftige Stürmer.» Dies führe dazu, dass im Grunde jeder mit jedem spielen könne. «Die Linie mit Christian Dubé, Simon Gamache sowie Adam Hasani ist die einzige, welche gesetzt ist. In den anderen drei Reihen sind Rotationen–zumindest bis zur Rückkehr von Julien Sprunger–jederzeit möglich», sagt Tristan Vauclair.

Neue Aufgaben

Er selbst wurde nach der Niederlage in Bern und mit der Sperre gegen Andrei Bykow von der vierten, sogenannten Checker-Linie, in eine offensivere Triplette «befördert». Mit zwei Toren und drei Assists in fünf Partien hat er das Vertrauen von Trainer Hans Kossmann gerechtfertigt. «Ich habe zwar nicht die Spielübersicht wie andere und brauche mehr Schüsse, um Tore zu erzielen, dafür aber bin ich schnell und sorge für viel Verkehr vor dem gegnerischen Gehäuse», sagt Tristan Vauclair, der zusätzlich davon profitiert, dass er vermehrt auch im Powerplay zum Einsatz gelangt.

Belebende Konkurrenz

Heute in Ambri dürfte der Stürmer an der Seite von Andrei Bykow sowie Greg Mauldin auflaufen. Es ist die Fortsetzung des munteren «Bäumchen-wechsle-dich»-Spieles, welches zusätzlichen Antrieb erhalten wird, wenn erst einmal alle Spieler fit sind. «Diese Konkurrenz muss uns motivieren. Jeder Spieler muss stets bereit sein, dort zu spielen, wo ihn der Trainer aufstellt.» Bereits mit dieser nicht ganz einfachen Situation leben müssen die fünf Ausländer im Kader von Gottéron. «Für sie ist es sicher schwierig, nicht immer spielen zu können. Aber es sind Profis, die für das Team auch Opfer bringen müssen. Joel Kwiatkowski etwa, der zuletzt ja überzählig gewesen ist, hat im Training immer voll mitgezogen und in der Garderobe für gute Stimmung gesorgt.»

Mit welcher Aufstellung auch immer will Tristan Vauclair heute wieder auf die Siegerstrasse zurückkehren. «Auch wenn es keine einfachen Spiele gibt, gegen Ambri müssen wir gewinnen, wollen wir uns vorne festsetzen.»

 

Aufstellung: Muss Rosa zugunsten von Verteidiger Kwiatkowski weichen?

I m Vergleich zur Partie am Dienstag gegen Genf kehrt heute auswärts in Ambri (19.45 Uhr) Center Cédric Botter in die Mannschaft zurück. Damit dürfte das Ausländerkarussell neuen Schwung erhalten, zumal Verteidiger Sebastian Schilt (Adduktoren) weiter fraglich ist. Die Indizien aus dem Donnerstagstraining lassen jedenfalls den Schluss zu, dass der Kanadier Joel Kwiatkowski verteidigen wird, während Pavel Rosa auf die Tribüne muss. Der in der Regel so besonnene Tscheche, welcher momentan seine Klasse zu wenig ausspielt, konnte seine Unzufriedenheit nicht kaschieren. Trainer Hans Kossmann wollte den möglichen Wechsel nicht bestätigen. Neben Botter ist auch der Sensler Sandro Brügger wieder voll einsatzbereit, während Sebastian Sutter an diesem Wochenende an Siders ausgeliehen wird. Weiter offen ist der Zeitpunkt für die Rückkehr Julien Sprungers.

Kossmann schätzt den heutigen Gegner stärker ein als in der letzten Saison. «Seit Goalie Nolan Schaefer Schweizer ist, kann Ambri vier ausländische Feldspieler einsetzen. Mit Max Pacioretty haben sie zudem einen NHL-Spieler geholt.» Obwohl Spiele in der Valascia wegen der Fans und den dort beeinflussbaren Unparteiischen nie einfach seien, erwartet Kossmann viel von seinem Team. «Wir wurden bisher für unsere Leistungen schlecht belohnt. Wir müssen deshalb reifer und disziplinierter spielen. Wir haben genügend intelligente Spieler, welche die nötigen Lehren aus den letzten Partien ziehen werden.» fs

Der heutige Gegner

Die Fakten zum HC Ambri-Piotta

• Goalie Nolan Schaefer bekam gerade rechtzeitig auf diese Saison hin den Schweizer Pass. Der gebürtige Kanadier konnte bisher mit einer Fangquote von 88,43 Prozent nicht überzeugen.

• Ambri verpflichtete für die Dauer des Lockouts NHL-Stürmer Max Pacioretty. Der Kanadier kam vergangene Saison für die Montreal Canadiens auf 65 Skorerpunkte (33 Tore).

• Der Freiburger und letztjährige Biel-Topskorer Alain Miéville hat nach vier Partien bereits wieder vier Skorerpunkte auf seinem Konto.

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