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Nicht nur Nestlé und Co. gehen ins Ausland

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Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) orientieren sich Richtung Ausland, und nicht nur Grosskonzerne wie Nestlé und ABB. Und diese KMU verstärken ihre Auslandsaktivitäten. Dies ist die Erkenntnis einer Studie der Hochschule für Wirtschaft Freiburg (HSW). Die Umfrage wurde unter rund 800 international tätigen KMU durchgeführt.

HSW-Direktor Rico Baldegger hat die Studie gestern in Bern den Medien vorgestellt.Einen besonders grossen Drangins Ausland haben gemäss den Erkenntnissen der HSW-Forscher die ganz kleinen Firmen. Unternehmen mit weniger als zehn Angestellten wagen am schnellsten den Sprung über die Grenze–im Schnitt bereits 3,5 Jahre nach der Firmengründung.

Für Baldegger sind die Plaffeier Extramet oder die Firma Contrinex aus Givisiez zwei typische Beispiele von Freiburger Unternehmen, die erfolgreich mit dem Ausland geschäften. Es gebe noch andere. «Sie zeichnen sich durch Kundenorientierung und hohe Innovationsfähigkeit aus, nicht nur in den Produkten, sondern auch in den Prozessen.» Laut Baldegger ziehen erfolgreiche KMU wie die erwähnten den Schritt ins Ausland professionell auf, ohne jedoch einen riesigen Aufwand zu betreiben.

Falsche Hoffnungen?

Je grösser ein Unternehmen ist, desto mehr Zeit lässt es sich mit der Expansion. Mittlere Firmen mit einer Grösse von 50 bis 249 Mitarbeitern erschliessen im Schnitt erst nach rund 23 Jahren ausländische Märkte. Doch dann tun sie es gleich richtig: Zum Zeitpunkt der Befragung erzielten sie einen höheren Anteil ihres Umsatzes im Ausland als die kleinen Firmen. Bei beiden Gruppen macht das Ausland mehr als die Hälfte der Einnahmen aus.

Offenbar erhoffen sich die Manager aber mehr von diesem Schritt. Im Schnitt zeigten sich die Befragten nur mässig zufrieden mit dem Umsatzwachstum. Auch von der Entwicklung des Nettogewinns sind sie enttäuscht. Viele Firmen gingen mit falschen Hoffnungen ins Ausland, sagt Baldegger. Als Beispiel nennt er China. Viele Unternehmer sehen das Land als Goldgrube an. «Es braucht aber unglaublich viel Zeit, bis man am chinesischen Markt Erfolg hat.»

Innovation im Vordergrund

Trotzdem sei überraschend, wie stabil sich die Auslandaktivitäten von Schweizer KMU entwickelten. Selbst die konjunkturelle Abkühlung in Europa–dem wichtigsten Absatzmarkt für KMU–und der starke Schweizer Franken haben laut Baldegger der Expansion keinen Abbruch getan. Das habe unter anderem damit zu tun, dass viele KMU stark spezialisiert seien.

«In den letzten Jahren ist es für KMU noch wichtiger geworden, sich durch Innovation zu positionieren», fasst Baldegger zusammen. So mache sich das Unternehmen einzigartig und könne leichter höhere Preise durchsetzen. Baldegger glaubt deshalb auch nicht, dass der Trend zur Expansion ins Ausland stoppen wird. «Wenn die Schweiz ihre Position halten kann, werden die Aktivitäten weiter zunehmen.» Und Auslandserfahrung sei ein wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Geschäften. fca/sda 

Zur Studie

Die KMU tragen die Schweizer Wirtschaft

Die Studie der HSW «Swiss International Entrepreneurship Survey (SIES 2013)» zum Internationalisierungsverhalten von Schweizer KMU erschien gestern in der dritten Ausgabe. Die Forscher wollten die Hauptgründe für den Erfolg oder Misserfolg bei der Internationalisierung einer Firma ermitteln. Ein Auslöser der Studie ist die Erkenntnis, dass die Schweiz mit 99,6 Prozent einen sehr hohen Anteil von KMU an der Gesamtheit der Unternehmen hat. Der internationale Erfolg des Landes hängt folglich von diesem Firmentyp ab, schreiben die Verantwortlichen.fca

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