Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Nicht schnell, sondern stetig wachsen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Am 28. August 1944 gründete André Ramseyer in Bern seine nach ihm benannte Firma. «Er handelte damals mit chemischen und technischen Produkten», erzählt der heutige Geschäftsleiter Christian Surbeck. «Was genau das für Produkte waren, wissen wir heute nicht mehr.» Bekannt ist hingegen: 1952 begann die Firma mit dem Hamburger Unternehmen Leser zusammenzuarbeiten, im Bereich Industriearmaturen und Sicherheitsventile. Seitdem liefert sie Sicherheits- und Absperr-Armaturen an die Schweizer Kernkraftwerke, die noch heute zu den Kunden der Firma gehören, sowie an die chemische und pharmazeutische Indus­trie. In den 1960ern produzierte Ramseyer am damaligen Standort in Bern selbst Ventile und Armaturen – gab das aber in den 1980er-Jahren wieder auf, denn die Auflagen und die Konkurrenz wurden zu gross.

Noch heute ist die Ramseyer AG im Bereich Sicherheitsventile und Armaturen tätig (siehe Kasten) und verkauft unter ­anderem die Produkte der Firma Leser. Ein anderer wichtiger Partner ist die ebenfalls ­deutsche Firma Protego. Den Besitzern dieser beiden Firmen gehört die Ramseyer AG seit 2003.

Seit 1987 in Flamatt

Bereits seit 1987 hat das Unternehmen seinen Sitz in Flamatt. Das einstöckige Gebäude von damals ist mittlerweile zweistöckig geworden, und zwei Lagertürme sind hinzugekommen. Das Unternehmen mit 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vertreibt die Produkte von rund einem Dutzend Herstellern und hat seine Produktpalette in den letzten Jahren stetig vergrössert. In Flamatt hat das Unternehmen eine Werkstatt, um die Ventile wieder auf Vordermann zu bringen. «Viele der dafür nötigen Maschinen wie die Drehbänke, Bohr- oder Fräsmaschinen hier stammen noch aus den Zeiten, als die Firma in Bern war. Sie sind kaum kaputt zu kriegen», sagt Surbeck. Seine Devise: Investieren ja, aber nur da, wo es nötig ist. Laufen die alten Maschinen noch einwandfrei, brauchen sie auch nicht ersetzt zu werden.

Im grosszügigen Lagerraum neben den Werkstätten finden sich metallene Federn, Armaturen und Ventile in allen Grössen und Formen. «Wir haben unser Geld nicht auf der Bank, sondern hier drin», sagt Geschäftsführer Christian Surbeck. Das hat mit der Firmenstrategie zu tun: Die Ramseyer AG setzt auf einen raschen und nahen Service bei den Kunden. Geht ein Teil kaputt, kann die Firma ein Ersatzteil aus dem umfangreichen Lager holen und es unter Umständen noch am gleichen Tag liefern.

Denn das Unternehmen kämpft mit ähnlichen Problemen wie der Detailhandel. «Die Kunden lassen sich bei uns beraten, kaufen dann aber günstiger bei Discountern oder im Ausland ein», erklärt Surbeck. «Mit der Globalisierung und dem Internet sind die Wege auch in unserem Umfeld kurz geworden.»

Schnell und nahe

Die Ramseyer AG versucht, nahe bei den Kunden zu sein, sie persönlich zu betreuen und damit Vertrauen zu schaffen. «Wir haben das Image der Teuersten in der Branche», sagt Surbeck. «Das sind wir wahrscheinlich auch. Aber wir wollen die entsprechende Dienstleistung dazu bieten.» Man versuche, schnell zu sein: Wenn jemand ein Angebot wolle, so vergehe kein Tag, bis er es habe. «Und auch wenn jemand an einem Freitagnachmittag um halb fünf noch anruft, kümmern wir uns darum.» Es sei wichtig, die Bedürfnisse der Kunden genau zu kennen, ebenso wie die Produkte der Lieferanten. «So können unsere Ingenieure massgeschneiderte Lösungen ausarbeiten und produzieren lassen.» Es helfe auch, dass Ramseyer nur national tätig sei und für gewisse Produkte der Exklusiv-Vertreter in der Schweiz sei.

Das Rezept scheint aufzugehen: Das Geschäft läuft gemäss Surbeck derzeit gut. Wie viel Umsatz das Unternehmen macht, will er aber aus Wettbewerbsgründen nicht verraten. Surbeck betont, ihm sei es wichtig, «nicht schnell, sondern stetig zu wachsen». So habe man in den letzten 15 Jahren rund zehn Arbeitsplätze geschaffen.

Für Surbeck ist Flamatt der ideale Standort für die Firma. «Wir sind sehr nahe am Autobahnanschluss, was für die Anlieferung ideal ist.» Und nicht zuletzt schätzt er die Mitarbeiter, die alle aus der Region sind.

Produkte

Kunden aus vielen verschiedenen Industriesparten

Die Ramseyer AG aus Flamatt ist im Vertrieb und in der Wartung von Sicherheitsventilen und Armaturen tätig. Sicherheitsventile sind mechanische Vorrichtungen, die bei Behältern mit Inhalten unter Druck angewandt werden. Steigt der Druck im Behälter, so verhindert das Ventil, dass dieser explodiert, indem es mithilfe einer Feder den Druck ablässt.

Ein weiteres Produkt sind Kondensatableiter: Sie werden da gebraucht, wo mit Dampf gearbeitet wird. «Wo Dampf ist, entsteht auch Kondensat», erklärt Geschäftsführer Christian Surbeck. Meist sei dieses unerwünscht. Ein Kondensatableiter sorge dafür, dass das Kondensat aus dem Dampfnetz abgeleitet wird.

Die Produkte, die Ramseyer vertreibt und revidiert, werden in fast allen Sparten der Industrie gebraucht. «Wir sind besonders stark im Bereich Chemie, Pharma und Nahrungsmittel», sagt Surbeck. Auch Firmen, die mit Gas arbeiten, sind Kunden, daneben die Schweizer Atomkraftwerke sowie Betreiber von Fernwärmenetzen. Auch im Kühlbereich kommen die von Ramseyer vertriebenen Produkte zum Einsatz, ebenso wie bei Sanitäranlagen.

 

 

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema