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Nicht verwandt und doch so ähnlich

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Alles begann vor sieben Jahren am Internationalen Bollwerkfestival Freiburg, mit dem Auftritt des Tanzduos Miguel Pereira und Antonio Tagliarini. Als der Freiburger Künstler Olivier Suter die beiden sah, war er nicht nur beeindruckt von ihrer Darbietung, sondern auch von ihrem Äusseren: «Die beiden, ein Portugiese und ein Italiener, sahen aus wie Zwillinge, obwohl sie überhaupt nicht miteinander verwandt waren.»

Klare Grenzen gibt es nicht

Seither habe ihn die Faszination von äusseren Ähnlichkeiten zwischen Menschen nicht mehr losgelassen, so Suter. Eine erste künstlerische Umsetzung des Themas präsentierte er 2007 im Rahmen der 850-Jahr-Feier der Stadt Freiburg mit dem Projekt «Weiss, Dunkelweiss, Hellschwarz, Schwarz»: Dafür hatte er je zwölf Mädchen und zwölf Knaben im OS-Alter ausgesucht, die sich trotz unterschiedlicher Hautfarbe ähnlich sahen. Er fotografierte sie in einer Reihe, die von der dunkelsten zur hellsten Hautfarbe führte, und brachte damit seine Ausgangsidee auf den Punkt: dass es zwischen Rassen und Nationen eher einen allmählichen Verlauf gebe als klare Grenzen.

Nun führt Olivier Suter seine Idee weiter: Was mit der Hautfarbe funktioniert hat, soll nun auf verschiedene Altersgruppen übertragen werden. Das Projekt «1908-2008» startet mit dem Porträt des kleinen Mischa Koblet-Wanner aus Winterthur, des ersten Babys, das dieses Jahr in der Schweiz geboren wurde. Aufgrund dieses Fotos sucht Suter nun ein Kind, das heute fünf Jahre alt ist und als Baby ähnlich aussah wie Mischa. Danach soll die Reihe mit Menschen im Alter von 10, 15, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90 und 100 Jahren fortgesetzt werden.

Um diese Leute zu finden, arbeitet Suter mit verschiedenen Westschweizer Zeitungen zusammen: den FN, La Liberté, dem Bieler Tagblatt, L’Express, L’Impartial, Le Courrier und Le Journal du Jura. In diesen Zeitungen erscheint ab heute alle zwei Wochen ein Inserat mit dem jeweils aktuellen Foto, zu dem ein Doppelgänger gesucht wird. Zudem hat Suter eine eigene Internetseite aufgeschaltet, auf welcher der Aufruf ebenfalls publiziert wird (www.1908-2008.ch).

Olivier Suter rechnet damit, auf diese Weise 300 000 bis 400 000 Personen zu erreichen, die ihm bei der Suche helfen können. Aus den eingesandten Fotos wird er jeweils das passendste aussuchen und die betreffende Person persönlich treffen. So sollen zunächst alle Personen der Kette unter den gleichen Bedingungen fotografiert werden. Am Schluss möchte Suter, voraussichtlich im Frühling 2009, alle zwölf Personen zusammenbringen und das Projekt mit einem gemeinsamen Foto abschliessen.

Er sei gespannt, wie sich das Ganze entwickle, so Suter. «Alles hängt jetzt von den Leuten ab. Ich habe keine Ahnung, wie viele Einsendungen ich bekommen werde. Im schlimmsten Fall ist das Projekt nach einer Woche bereits zu Ende …»

Keine Verwandtschaft

Das Projekt konzentriert sich aus praktischen Gründen auf die Westschweiz. Einsendungen seien aber aus der ganzen Schweiz möglich, so Suter. Es werden nur Fotos von Knaben beziehungsweise Männern berücksichtigt, die mit der Person auf dem vorhergehenden Foto nicht verwandt sind.

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