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Nicki Neubauers perfekter Einstieg

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Die letzte Volero-Niederlage auf nationalem Parkett geht auf den 29. Januar 2012 zurück, als das bedeutungslose letzte NLA-Qualifikationsspiel in Neuenburg mit 2:3 verloren gegangen war. Zwar haben die Zürcherinnen die Strukturen auf diese Saison hin erheblich zurückgefahren, dennoch überraschte die Niederlage vom Sonntag gegen Kanti Schaffhausen. Nicki Neubauer, nach fünf Jahren beim TS Volley Düdingen jetzt Trainer von Kanti, erklärt im FN-Interview, wie der Coup gelingen konnte.

 

Nicki Neubauer, nach 185 Siegen musste sich Volero gegen Ihr Team erstmals auf nationalem Parkett geschlagen geben. Wie fühlt sich dieser Exploit an?

Ich kann das nicht wirklich in Worte fassen. Das war so natürlich nicht geplant, umso mehr haben wir uns dann gefreut. Aber innerhalb des Teams haben wir den Sieg nicht allzu hoch gehängt. Wenn wir in den kommenden Partien nicht nachlegen können, bringt uns dieser Erfolg auch nichts. Und es gibt bestimmte Gründe, warum dieser Sieg gegen Volero überhaupt möglich gewesen ist.

Was sind diese Gründe?

Eine Niederlage Voleros wäre bereits beim Supercup möglich gewesen, Aesch hat aber in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler gemacht. Ich konnte aus dieser Partie viel lernen. Wir haben am Sonntag gut geblockt, wenig Fehler begangen und Laura Unternährer kontrolliert. Sicher kam uns zudem der Zeitpunkt dieses Spiels zu Saisonbeginn zugute. Volero ist noch überhaupt nicht eingespielt. Ich bin überzeugt, dass im Laufe der Saison bei den Zürcherinnen noch einiges passieren wird und sie dann wieder nur schwer zu knacken sein werden.

«Ich habe fast ein Déjà-vu erlebt. Auch in meinem ersten Jahr in Düdingen waren wir gegen Volero nahe an der ­Sensation dran.»

Nicki Neubauer

Trainer Kanti Schaffhausen

Dennoch, Volero-Präsident Stav Jacobi hat das Budget massiv gekürzt, und es wird nicht mehr das dominante Volero der letzten Jahre sein .

Natürlich hat Volero im Kader grosse Verluste erfahren und sie mit talentierten jungen Spielerinnen aufgefangen. Aber man hat schon gemerkt, dass es einfach noch kein Team ist. Vom Spirit her waren wir eindeutig im Vorteil. Diesbezüglich werden noch viele Teams besser sein als Volero, denn das Kollektiv gehört gewiss nicht zur Stärke der Zürcherinnen. Nach dem verlorenen Spiel waren die Hektik und das Geschrei in ihrer Kabine ziemlich gross …

Für Sie persönlich war es nach den fünf Jahren in Düdingen ein klasse Einstieg in Schaffhausen.

Ich habe fast ein Déjà-vu erlebt. Auch in meinem ersten Jahr in Düdingen waren wir gegen Volero nahe an der Sensation dran und verloren nach einer 2:0-Satzführung, unter anderem weil sich damals Tara Mueller verletzt hatte. Daran habe ich mich direkt erinnert. Natürlich ist es ein super Auftakt für mich. Mit acht Zugängen liegt aber noch viel Arbeit vor mir. Momentan spielen wir besser, als wir trainieren.

Was sind die Unterschiede zwischen Schaffhausen und Düdingen?

Bezüglich der Halle habe ich in Schaffhausen die besseren Möglichkeiten, was den Zugriff von den Zeiten her betrifft. Die Infrastruktur ist hervorragend. Während in Düdingen eine tolle Entwicklung stattgefunden hat, ist bei Schaffhausen alles etablierter. Es sitzt jeder Griff, auch weil mehr Leute für den Verein arbeiten. Und auch im Medizin-Bereich ist Schaffhausen breiter aufgestellt.

Und sportlich?

Auf dem Platz liegt Düdingen noch vor uns. Während bei uns nur drei Spielerinnen geblieben sind, konnte Düdingen seinen Kern halten, darunter mit Kristel Marbach und Sabel Moffett Spielerinnen, die das Team emotional tragen.

Mit Johanna Edberg und Chantale Riddle zogen Sie zwei Ausländerinnen von Düdingen nach Schaffhausen nach. Gab es dafür negative Reaktionen?

Überhaupt nicht. Es war schnell klar, dass die beiden mir folgen würden, bereits im Februar, als ich den Entscheid, den Club zu verlassen, für mich getroffen hatte. Die beiden Spielerinnen sind damals an mich herangetreten. Ich weiss natürlich, dass Düdingen Johanna und Chantale gerne behalten hätte, aber das zeigt einfach auch das Vertrauensverhältnis zwischen den Spielerinnen und dem Trainer. Es ist nichts Ungewöhnliches, dass sie mitgekommen sind, weil sie wissen, dass ich auf sie baue. Ich weiss aber auch, dass der Kontakt zwischen ihnen und den alten Teamkolleginnen nicht abgerissen ist. Da sind tiefe Freundschaften entstanden. Es steht nichts Negatives zwischen den beiden Spielerinnen, mir und Düdingen. Ganz im Gegenteil, es wird ein komisches Gefühl sein, gegen seinen Ex-Club zu spielen.

Das ist am Samstag bereits so weit, wenn Schaffhausen in Düdingen zu Gast sein wird. Mit welchen Gefühlen werden Sie anreisen?

Nun, ich war am Samstag zur Vorbereitung in Lugano und habe die Niederlage von Düdingen mitverfolgt. Von der Tribüne aus «mein» Düdingen zu sehen, war ein komisches Gefühl. Aber ich freue mich extrem auf das Spiel und darauf, die vielen bekannten Gesichter zu sehen. Ich erwarte ein ausgeglichenes, spannendes Spiel mit leichten Vorteilen für Düdingen, weil sie weniger neue Spielerinnen integrieren müssen als wir. Kerley Becker ist einer der besten Transfers der letzten Jahre. Zusammen mit Moffett bildet sie ein starkes Paar. Aber natürlich haben wir Chancen, auch in Düdingen zu gewinnen.

 

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