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Nicolas Glasson ist neuer Bischofsvikar

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Autor: Imelda Ruffieux

Lange war der Sitz des Bischofsvikars für Deutschfreiburg vakant, nachdem der frühere Amtsinhaber, Pfarrer Kurt Stulz, Ende August 2011 demissioniert hatte. Umso gespannter warteten die Pfarreien Deutschfreiburgs auf den Entscheid des neuen Bischofs. An der Ölweihmesse vom Dienstagmorgen in der Kathedrale hat Bischof Charles Morerod nun die Ernennung von Pfarrer Nicolas Glasson als neuen Bischofsvikar und von Marianne Pohl-Henzen als Adjunktin bekannt gegeben.

Zweimal 50 Prozent

Pfarrer Nicolas Glasson stammt aus Bulle und ist 39-jährig. Er wurde im Jahr 2000 zum Priester geweiht (siehe auch Kasten). Seit fünf Jahren ist er Leiter des Priesterseminars der Diözese. Diese Tätigkeit wird er auch weiterhin ausüben, da er die Aufgabe als Bischofsvikar in einem 50-Prozent-Pensum wahrnimmt. Die anderen 50 Prozent übernimmt seine Adjunktin Marianne Pohl-Henzen. Sie ist derzeit unter anderem im Kanton Waadt Coach und Verantwortliche für Seelsorgeteams.

«Ich freue mich auf die neue Aufgabe», sagt der frisch ernannte Bischofsvikar Nicolas Glasson. Aber, fügt er hinzu, er spreche nicht so gut Deutsch. Seit seiner Tätigkeit als Vikar in Plaffeien seien acht Jahre vergangen, und er habe viel von seinen Deutschkenntnissen verloren. Die Zeit im Sense-Oberland ist Nicolas Glasson in guter Erinnerung geblieben. Er freue sich auf die Kontakte mit den Leuten. «Ich verstehe den Senslerdialekt recht gut, aber es hapert mit dem Schriftlichen.» Deshalb sei er auch froh, dass er mit Marianne Pohl-Henzen eine zweisprachige Adjunktin zur Seite gestellt bekomme. «Sie wird den schriftlichen Verkehr übernehmen», sagt Nicolas Glasson, der die Fragen der FN allerdings in gutem Hochdeutsch beantwortet hat.

Problem des Nachwuchses

In einer ersten Phase gehe es darum, alle Seelsorger, Pfarreimitarbeitenden und Pfarreiräte in Deutschfreiburg kennenzulernen. «Denn ich kenne das Dekanat nicht sehr gut.» Eine der grössten Herausforderungen sieht er im mangelnden Nachwuchs. «Wir hatten schon seit 20 Jahren keine Priesterweihe mehr im Sensebezirk.» Es sei auch nicht leicht, Laien für die Arbeit in der Kirche zu finden. «Das Unmögliche kann ich auch nicht möglich machen.» Doch möchte er versuchen, dem Problem etwas auf den Grund zu gehen. Das Gleiche gilt für sein zweites Anliegen: Der Glaube der Christen in den Pfarreien. «Wir haben offenbar Mühe, das Evangelium zu verkünden beziehungsweise es wird nicht so verkündet, dass es wahrgenommen wird», führt er aus. Es gehe darum, Wege zu finden, um an junge Leute heranzukommen, damit sie den Glauben an Jesus Christus leben.

Nicolas Glasson (rechts) mit Marianne Pohl-Henzen und Bischof Charles Morerod.Bild zvg

Zu den Personen

Nicolas Glasson und Marianne Pohl

Pfarrer Nicolas Glasson wurde am 19. August 1972 in Bulle geboren. Er besuchte dort die Schulen bis zum Gymnasium. An der Universität Freiburg studierte er Theologie und wurde am 2. April 2000 zum Priester geweiht. Von 1999 bis 2003 war er Diakon und darauf Vikar in der Pfarrei Plaffeien. 2006/2007 absolvierte er in Paris eine Ausbildung für Regenten von Priesterseminaren. 2007 erhielt er den Doktortitel für eine Arbeit über Kardinal Charles Journet. Seit 2007 ist er Regens des Priesterseminars der Diözese in Villars-sur-Glâne. Seit fünf Jahren ist er auch Verantwortlicher für die Ausbildung der Neupriester in der Romandie und Mitarbeiter an der Weiterbildungsarbeitsstelle in Lausanne.

Marianne Pohl-Henzen ist 52-jährig, verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie kommt aus dem Kanton Wallis, absolvierte die Schulen und ihr Studium aber in Freiburg (Deutsch, Latein und Griechisch). Nach der Ausbildung zur Katechetin studierte sie Theologie im Fernkurs. Sie war während 18 Jahren Laienseelsorgerin in der Pfarrei Murten und im Seebezirk. Seit Herbst 2010 begleitet sie im Auftrag des Bischofsvikars des Kantons Waadt Seelsorgeteams als Coach und Verantwortliche. Sie war Pastoralassistentin der Seelsorge-Einheit Sankt Peter und Paul in Freiburg und Delegierte in der Versammlung der katholischen kirchlichen Körperschaft des Kantons Freiburg. im

Bischofsvikariat

Zuständig für 18 Pfarreien

Das Bischofsvikariat Deutschfreiburg hat seinen Sitz im Bildungszentrum Burgbühl in St. Antoni. Es umfasst die Fachstellen für Katechese, Erwachsenenbildung, Jugendseelsorge, Behindertenseelsorge, Kirchenmusik und Information. Der Bischofsvikar ist insbesondere auch zuständig für die Besetzung der Seelsorgestellen in den 18 Pfarreien Deutschfreiburgs. Nach der Demission von Bischofsvikar Kurt Stulz im August 2011 hat Dekan Niklaus Kessler neben seiner Tätigkeit als Pfarrer von Plaffeien die dringendsten Aufgaben im Bischofsvikariat wahrgenommen. Im Bistum Lausanne, Genf und Freiburg gibt es fünf Bischofsvikariate: eines für Deutschfreiburg, eines für den französischsprachigen Teil des Kantons Freiburg sowie drei für die übrigen drei Bistumskantone Neuenburg, Waadt und Genf. im

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