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Nicole Schaller ist Schweizer Meisterin

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Autor: Michel Spicher

Freiburg ist zweifellos eine Hochburg des Schweizer Badmintons. Seit Jahren gehört Tafers-Freiburg zu den besten Teams der NLA, an Schweizer Meisterschaften stehen regelmässig Freiburger auf dem Podest, vierzehn Mal in den letzten zehn Jahren standen sie sogar ganz zuoberst auf dem Treppchen. Nur mit dem Gewinn des Einzel-Titels bei den Frauen wollte es nicht so richtig klappen. 2001 hatte mit der Wünnewilerin Judith Baumeyer letztmals eine Freiburgerin an nationalen Titelkämpfen triumphiert.

Schaller beendet Durststrecke

Seit Samstag gehört Freiburg nun auch in dieser Disziplin zur Top-Elite. Im Vorjahr hatte sich 18-jährige Nicole Schaller im Final noch Seriensiegerin Jeanine Cicognini geschlagen geben müssen. Die Walliserin, die ihre Saisonplanung auf die erneute Qualifikation für die Olympischen Spiele ausgerichtet hat, zog es allerdings vor, bei einem internationalen Turnier in Uganda Rankingpunkte zu sammeln, anstatt in Zürich ihren (siebten) Titel zu verteidigen. So war für Nicole Schaller der Weg frei zu ihrem ersten Titelgewinn bei der Elite. «Es ist cool. Ein bisschen stolz bin ich schon auf meinen Titel», freute sich Schaller, die mit ihren 18 Jahren schon die Nummer 102 der Welt ist.

Auch wenn das Resultat von 21:16, 16:21, 21:17 ein knappes Finalspiel erahnen lässt, so hatte die Freiburgerin das Geschehen im hochstehenden Final doch mehrheitlich im Griff. Einzig im zweiten Satz konnte Sabrina Jaquet das Spiel ihrer Gegnerin etwas besser lesen. Und weil Nicole Schaller zu diesem Zeitpunkt zu passiv spielte, musste sie den Umweg über den dritten Satz nehmen.

Da übernahm die Spielerin von Tafers-Freiburg wieder das Zepter. «Sabrina ist eine starke Angriffsspielerin. Wenn man ihr das Spieldiktat überlässt, ist sie kaum zu bremsen.» Als Sabrina Jaquet beim Stand von 17:17 nach einem langen Ballwechsel ein dummer Fehler unterlief, bog Schaller endgültig auf die Siegesstrasse ein. Der Widerstand der Weltnummer 76 war gebrochen. Nach 47 Minuten, 58 gewonnenen und 54 verlorenen Ballwechseln stand Nicole Schaller als Siegerin fest.

Starker Florian Schmid

Dass auch die Freiburger Männer an der Schweizer Meisterschaft nicht leer ausgingen, dafür sorgten Florian Schmid und Nicolas Blondel. Schmid schaffte es mit seiner Union-Partnerin Tiffany Zaugg in den Mixed-Final, wo sie den Titelverteidigern Anthony Dumartheray/Sabrina Jaquet alles abverlangten, am Ende aber doch mit 13:21, 19:21 verloren.

Zu einer weiteren Silbermedaille kam Florian Schmid zusammen mit Thomas Heiniger im Doppel. Im Final mussten sie sich allerdings der Überlegenheit der Titelverteidiger Christian Bösiger/Anthony Dumartheray beugen (15:21, 14:21). Nicolas Blondel schied im Halbfinal mit Shan Razi gegen die neuen Vize-Meister aus und musste sich mit Bronze begnügen.

Vierter Titel an Bösiger

Im Herreneinzel gewann der favorisierte Titelverteidiger Christian Bösiger (Solothurn) gegen den erneut ins Finale vorgestossenen St. Galler Christoph Heiniger sicher in zwei Sätzen. Im Duell zweier schneller und athletischer Spieler war der bald 28-jährige Bösiger der bessere und sicherte sich seinen vierten Titel in der Einzel-Disziplin. Bösiger ist als Nummer 115 der Welt und als Olympia- und WM-Teilnehmer die klare Nummer eins der Schweiz.

Nicole Schaller wurde auf dem Weg zu ihrem ersten SM-Titel kaum gefordert.Bild Corinne Aeberhard/a

Männer:Andreys Enttäuschung, Trepps Pech

Kein Glück war hingegen der Freiburger Medaillenhoffnung Olivier Andrey beschieden. Das Aus für den Teamleader der Union Tafers-Freiburg kam im Achtelfinal früh, allerdings nicht unerwartet.

Spiegelbild der Saison

Die Drei-Satz-Niederlage gegen Lukas Nussbaumer (Adliswil) war denn auch ein Spiegelbild von Andreys bisheriger Saison: Im ersten Satz dominierte der fünffache Schweizermeister, danach fehlten ihm aber die Kraft und die Spritzigkeit, um das Spiel für sich zu entscheiden – nicht zum ersten Mal in dieser Saison. «Ich weiss, woran es liegt, aber ich kann momentan nichts daran ändern», so der enttäuschte Wünnewiler, der wegen seiner Sportlehrer-Ausbildung nur unregelmässig zum Trainieren kommt. «Manchmal stehe ich tagelang nicht auf dem Badmintonfeld, weil ich an der Uni eine Spezialwoche habe.»

Erschwerend kam für Olivier Andrey eine Wadenzerrung hinzu, die er sich just vor den Titelkämpfen zugezogen hatte. «Im Spiel hat mich die Verletzung zwar nur beim Hochspringen gestört, ich konnte aber zuletzt nicht in hohem Rhythmus trainieren. Wenn man eh schon auf Formsuche ist, ist das natürlich mehr als ungünstig.»

Spital statt Halbfinal

Auch Roman Trepp dürfte die Schweizer Meisterschaft 2012 in schlechter Erinnerung behalten, allerdings aus einem anderen Grund. Im Viertelfinal waren Trepp und sein Doppelpartner Olivier Andrey drauf und dran, Roger Schmid/Gilles Tripet aus dem Turnier zu werfen. Die beiden Freiburger dominierten und hatten im zweiten Satz Matchball, als bei Roman Trepp die Achillessehne riss. Statt im Halbfinal landete Trepp im Spital. «Schade, denn so gut hatten wir schon lange nicht mehr gespielt.» Der Doppelspezialist der Union Tafers-Freiburg verpasste nicht nur eine Medaille, sondern wird seinem Team auch für die restlichen Spiele der NLA-Meisterschaft fehlen.»ms

Bilanz

Fünf Medaillen für die Freiburger

Gold

Nicole Schaller (Einzel)

Silber

Florian Schmid (Doppel)

Tiffany Zaugg/Florian Schmid (Mixed)

Bronze

Nicolas Blondel (Doppel)

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