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Noch ein Jahr Ilford in Freiburg

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Noch ein Jahr Ilford in Freiburg

Wohnbauten auf dem Areal im Perolles geplant – Zentralisierung in Marly

Die Ilford Imaging Switzerland will ihre Forschung und Produktion am Standort Marly zentralisieren. Das Werk Freiburg hat die Firma verkauft, sie mietet es aber noch bis Ende 2004. Dann sollen hier massenweise Wohnungen entstehen.

Von CHRISTIAN SCHMUTZ

Die Pläne der Ilford kamen im Sommer 2002 an die Öffentlichkeit. An der Stelle der Ilford Farbenfabrik im Perolles sollen 230 Wohnungen, Parkhaus, Büroräumlichkeiten und vieles mehr entstehen, war damals dem Amtsblatt zu entnehmen. Ende September hatte die Ilford die Baubewilligung in der Tasche und suchte für Land und Bauprojekt Investoren. Auf 80 bis 100 Millionen Franken war das Gesamtprojekt voranschlagt, das der Ilford die eigenen Zentralisierungspläne ermöglichen sollte. Der Verkaufserlös sollte nämlich – neben der Tilgung der Hypothekarschuld – ins neue Werk in Marly gesteckt werden, um so die Fabriken in Freiburg und Marly an einem Standort zusammenzufügen und die Abläufe im Betrieb zu vereinfachen.

Freiburger Investor
will Wohnungen

Nun wurde ein erster Schritt getan und das Ilford-Land in Freiburg verkauft. Laut Gerüchten brachte dies 20 Millionen ein. «Wir wollten eigentlich Terrain und Projekt in einem Zug verkaufen», sagte Ilford-Finanzdirektor Dominique Ducry, aber die Gesamtinvestition sei zu Zeiten der Rezession wohl zu gross gewesen. Nun sei das Land an einen Freiburger verkauft worden, der mit regionalen Investoren für Wohnbauten sorgen wolle. Momentan werde geprüft, ob die Investoren Teile des fertigen Bauprojekts von 2002 brauchen wollen. Zusätzliche Geschäftsräume seien aber hier sicher überflüssig, sagte Ducry.

Die Ilford selbst hat in den letzten fünf Jahren ihre Strategie klar auf die neue nanoporöse Produktion von Spezialpapier für Tintenstrahl-Drucker ausgerichtet. Das Verhältnis zwischen traditionellem Fotopapier und Tintenstrahl-Druckpapier sei damals noch 80 zu 20 gewesen und heute gerade umgekehrt, sagte Direktionsmitglied Georges Baechler bei der Eröffnung eines neuen Lagergebäudes letzten Mai in Marly. Dank einer Art Kristall-Labyrinth-Oberfläche dringt die Farbe in den Belag ein und verschmiert nicht mehr. Damit hat Ilford ihre Marktposition klar verbessert. Geforscht und entwickelt werde heute nur noch in Richtung solcher neuer Technologien.

Zuschneid-Abteilung
nach England?

Diese veränderte Ausgangslage hat nun auch Auswirkungen auf die Ausbaupläne der Ilford. In Marly soll das weltweite Forschungszentrum der Ilford-Gruppe bleiben, hier wird die entwickelte Chemie auch auf Papier gebracht. Das Zuschneiden der bearbeiteten Fotopapierrollen auf die herkömmlichen Formate wird aber voraussichtlich nicht von Freiburg nach Marly, sondern direkt ins Schwesternwerk nach England verlegt. «Dafür wären in Marly riesige Investitionen für Dunkelkammern nötig – für Bereiche mit immer weniger Umsatz», sagte Dominique Ducry. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werde deshalb diese Abteilung voraussichtlich schrittweise ins bestehende Werk nach England verlegt.

Eine Abteilung wird verlegt, die andere ausgebaut und bei Kapazitätsengpässen wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den Werken angestrebt. Was hat das unter dem Strich für personelle Folgen im Freiburgerland? «Das kann ich unmöglich sagen», winkte Ducry ab. Das Umfeld verändere sich so schnell und momentan würden noch drei Varianten geprüft. Es sei aber nicht auszuschliessen, dass in einer ersten Phase eine kleine Reduzierung der über 400 Arbeitsplätze nötig sei.

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