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Noch ein Jahr Übergangsfrist

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Genau ein Jahr ist es jetzt her, seit der Branchenverband der Cuchaules vom Bund die offizielle Zertifizierung für die geschützte Ursprungsbezeichnung AOP erhalten hat. Nun ist der Präsident des Branchenverbands, Jacques Chavaz, «sehr zufrieden» mit dem Erreichten, wie er auf Anfrage der FN sagt.

Es lasse sich zwar nicht ausschliessen, dass einzelne Bäcker oder Grossverteiler die Cuchaules noch nicht nach dem AOP-Rezept (siehe Kasten) produzierten. Es gebe bei AOP-Produkten laut den gesetzlichen Vorgaben allerdings eine zweijährige Übergangsfrist, die noch bis zum 3. Mai 2020 dauere. Erst dann seien die entsprechenden Vorgaben wirklich für alle Produzenten verbindlich. «Viele Bäcker waren aber sehr schnell dabei und haben diese zwei Jahre nicht abgewartet, sondern sich bereits im Laufe des letzten Sommers zertifizieren lassen», so Chavaz. Genaue Zahlen habe er diesbezüglich allerdings nicht – auch nicht, was den Verkauf der AOP-Cuchaules betreffe. Das Echo von der Kundenseite her sei aber generell sehr positiv. «Die Nachfrage ist eher gestiegen, und die Cuchaules sind zunehmend auch ausserhalb der traditionellen Chilbi-Zeit gefragt», sagt der Präsident des Branchenverbands. Nicht zuletzt höre er von den Konsumenten immer wieder, dass sich auch die Qualität des Produkts weiter verbessert habe. Das liege an entsprechenden Anpassungen auf Produzentenseite, so würde beispielsweise zunehmend Rohmilch für das beliebte Safranbrot verwendet.

Kultureller Unterschied?

Etwas vorsichtiger sieht das Ganze Dominik Waeber, Inhaber der Bäckerei Waeber in St. Ursen. «Das Kundenecho ist verhalten», sagt er. «Wir haben mehr Aufwand, verkaufen aber nicht mehr Cuchaules als vorher – allerdings auch nicht weniger.» Er vermutet aber, dass die Käsereien von der Zertifizierung profitieren könnten, weil sie mehr lokale Produkte an die Bäckereien liefern könnten. Es liege nun am Branchenverband und seinen Mitgliedern, das AOP-Produkt noch stärker zu vertreiben. Es gebe wohl auch einen kulturellen Unterschied zwischen den beiden Sprachregionen des Kantons. Während die Cuchaule in Deutschfreiburg nach wie vor eher in der Chilbi-Zeit gefragt sei, sei sie im welschen Kantonsteil viel eher ein Alltagsprodukt.

Vorgestern hat der Branchenverband in Neyruz seine erste Generalversammlung nach dem Erhalt der Zertifizierung durch den Bund abgehalten, wie er in einer Communiqué schreibt. Demgemäss hätten sich per Ende 2018 bereits 29 Produzenten zertifizieren lassen.

Staatsrat Didier Castella (FDP) habe anlässlich der Generalversammlung die Wichtigkeit der AOP-Labels für die Vermarktung authentischer Qualitätsprodukte unterstrichen. Solche Produkte würden laut Castella der ganzen Lebensmittelbranche positive Zukunftsperspektiven vermitteln.

Rezept

Mit Freiburger Mehl, Milch, Butter und Eiern hergestellt

Weissmehl, Milch, Butter, Zucker, Salz, Safran, Hefe und Eigelb – das sind die Zutaten für die Cuchaule, die als Freiburger «Königin der Bénichon» gilt. Es ist aber in erster Linie der Safran, der diesem Brioche-Brot seine besondere, exotische Note verleiht. Wer die Zertifizierung für AOP-Cuchaules erhalten will, verpflich­tet sich laut dem Branchenverband dazu, für das traditionelle Freiburger Safranbrot ausschliesslich Freiburger Mehl, Milch, Butter und Eier zu verwenden. Einzig der Safran darf von ausserhalb kommen. Darüber hinaus muss auch die Rückverfolgbarkeit der Produkte gewährleistet sein. Insgesamt 22 Produkte sind derzeit beim Bundesamt für Landwirtschaft mit einem AOP-Label registriert, vom Emmentaler bis zum Walliser Raclette.

jcg

 

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